Osterreich hatte keine Beruhrungsangste gegenuber Diktatoren, unterstutzte sie auf dem internationalen Parkett und pflegte - teilweise heimlich - gute Beziehungen zu umstrittenen Regimen. Nicht nur deshalb sorgten die Beziehungen zu Spanien, Portugal und Griechenland fur Diskussionen. Im Umgang mit den drei Diktaturen Sudeuropas nach 1945 offenbart sich ein ambivalentes Verhaltnis mit der eigenen Geschichte. Woher kam die naturliche Nahe zu den iberischen Diktatoren, und was hat die eigene faschistische Vergangenheit damit zu tun? Wieso wurde Griechenlands Militar-Diktatur im Gegensatz dazu offen kritisiert? Drei Autoren werfen einen neuen Blick auf die politisch-diplomatischen Beziehungen der Zweiten Republik. Die Beitrage bringen Neues, teilweise Uberraschendes und bieten Ausgangspunkte fur weitere Forschungen.