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Kirjailija

Annemarie Pieper

Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 7 kirjaa, julkaisuja vuosilta 2010–2020, suosituimpiin kuuluu Denkanstosse Zu Unseren Sinnfragen. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.

7 kirjaa

Kirjojen julkaisuvuodet: 2010–2020.

Denkanstosse Zu Unseren Sinnfragen

Denkanstosse Zu Unseren Sinnfragen

Annemarie Pieper

Schwabe Verlagsgruppe AG
2020
nidottu
Sinnfragen sind aufdringlich. Sie lassen sich weder abweisen noch kleinreden. Tagtaglich mussen Entscheidungen getroff en werden, die nach einer situations- und normgerechten Losung verlangen. Dabei tauchen auch grundsatzliche, namlich die eigentlich philosophischen Fragen auf: Wie kann ich ein selbstbestimmtes Leben fuhren, ohne meine sozialen Verpfl ichtungen zu vernachlassigen? Hat der Korper ein Mitspracherecht bei der individuellen Lebensgestaltung? Welche Rolle spielt das Geschlecht in Bezug auf Strategien zur Konfl iktbeseitigung? Wie sahe eine Welt aus, in der Sinnfragen uberfl ussig geworden waren? Annemarie Pieper gibt in ihrem neuen Buch in zwolf Texten Denkanstosse zu diesen und weiteren wichtigen philosophischen Fragen.
Nachgedacht: Philosophische Streifzuge Durch Unseren Alltag
Wohnen und Leben, Zeit und Entspannung, Anfang und Ende, Philosophie und Sprache, Wirtschaft, Politik und Moral - prinzipielle Fragen und Begriffe entstehen oft in unserem Alltag. Durch erfahrungsgestutzte Uberlegungen und den Blick auf die Schatze unserer Sprache - Redensarten, Sprichworter, Alltagsweisheiten - wird in pragnanten Kolumnen durchleuchtet, was uns tagtaglich umgibt und beschaftigt. In den versammelten Beitragen widmet sich Annemarie Pieper Begriffen, Sprichworten, Redensarten und Weisheiten, die unseren Alltag pragen und charakteristisch sind fur unsere Zeit und unsere Kultur. Die begriffs- und philosophiegeschichtlichen Textperlen widmen sich der ganzen Bandbreite unseren Lebens: unseren Haltungen und Tugenden, unserem Verstandnis von Wirtschaft und Politik, unserer Wahrnehmung von Zeit und Freizeit, unseren Formen des Wohnens, unserer Sprache - und nicht zuletzt darauf, wie philosophisches Nachdenken unser Bewusstsein davon verdichtet, was uns alltaglich umgibt und umtreibt. Den Dingen auf den Grund gehen und prinzipielle Fragen aufwerfen - diese Tatigkeiten sind nicht den akademischen Gefilden vorbehalten, sondern konnen in einem vertieften Nachdenken uber unsere Alltagserfahrungen von jedem Einzelnen angestellt werden. Annemarie Pieper offnet und weitet unseren philosophischen Blick auf Sachverhalte, deren Aufklarung fur das personliche Selbstverstandnis ebenso wichtig ist wie fur die Gestaltung der zwischenmenschlichen Beziehungen. In knapper und zugespitzter Form deckt die Philosophin Schatze und manchmal verborgene Sinne auf, die uns in ihrer scheinbaren Abgegriffenheit und Banalitat nicht selten entgehen. Die in diesem Band versammelten Texte verdanken sich Anregungen und Nachfragen, die das Interesse eines breiten Publikums widerspiegeln. Die kurzen Abhandlungen sind als Kolumnen in Tageszeitungen und Zeitschriften erschienen, bei den ausgreifenderen Beitragen handelt es sich um Kurzvortrage, die im ausseruniversitaren Rahmen vor einer aufmerksamen Zuhorerschaft gehalten wurden. Es zeigte sich, dass sich die Leser und Zuhorer nicht nur fur die Sinnfragen des Lebens, sondern besonders auch fur die Losungsansatze der Philosophen interessierten. Vor allem Nietzsche und Platon, aber auch Kant, Kierkegaard und andere grosse Denker unserer abendlandischen Kultur haben die Kontroversen ungemein belebt, und es lohnt sich nach wie vor, ihre Uberlegungen in den heutigen Diskurs mit einzubeziehen.
'ein Seil, Geknupft Zwischen Thier Und Ubermensch' Philosophische Erlauterungen Zu Nietzsches 'also Sprach Zarathustra' Von 1883
Die Inspiration zu Also sprach Zarathustra, einem der einflussreichsten und meistdiskutierten philosophischen Texte der letzten hundert Jahre, dessen breite Rezeption selbst so etwas wie eine kleine Kulturgeschichte des 20. Jahrhunderts bildet, erhielt Friedrich Nietzsche nach eigener Aussage im Fruhjahr 1883 wahrend eines Aufenthaltes in Rapallo in der Nahe von Genua: Dort, so Nietzsche in Ecce homo, 'fiel mir der ganze erste Zarathustra ein, vor Allem Zarathustra selber, als Typus: richtiger, er uberfiel mich ...' Damit nahm die Konzeption einer Lehrerfigur Gestalt an, die als Gegenmodell sowohl zum antiken (Sokrates) als auch zum christlichen (Jesus) Ideal gedacht war. Zarathustra sollte den Blick der Menschen aus der Fixierung auf ein Jenseits losen und wieder auf das Hier und Jetzt lenken, in dem allein sich das Streben nach Sinn erfullen muss. Zur Zeit der ersten Niederschrift im Februar 1883 - Nietzsche spricht auch von 'Niederkunft' und schildert deren Intensitat als 'eine Art Aderlass, ...] etwas Plotzliches, die Sache von 10 Tagen' - dachte der Philosoph allerdings noch nicht an eine Fortsetzung seines 'funfte n] Evangelium s]'. Also sprach Zarathustra, veroffentlicht im August 1883, wurde demnach erst durch die spater erscheinenden Teile zwei bis vier zum 'ersten' Teil. Ursprunglich war das Werk als ein in sich abgeschlossenes Ganzes angelegt und kann deshalb auch als eigenstandiger Text gelesen und interpretiert werden. In ihrem Kommentar folgt Annemarie Pieper den Reden Zarathustras aus philosophischer Perspektive und versucht, deren bildreiche und mit Anspielungen gespickte Sprache vor dem Hintergrund der abendlandisch-christlichen Metaphysik aufzuschlusseln. Ihre kenntnisreichen Erlauterungen ermoglichen es aber nicht nur jenen, die Also sprach Zarathustra zum ersten Mal lesen, sondern auch Fachleuten, vertiefte und neue Einblicke in Nietzsches Gedanken, namentlich zum Ubermenschen, zum Willen zur Macht und zur ewigen Wiederkunft des Gleichen, zu gewinnen.