Kirjailija
Conrad Ferdinand Meyer
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 284 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1905–2026, suosituimpiin kuuluu Jürg Jenatsch. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
284 kirjaa
Kirjojen julkaisuvuodet: 1905–2026.
Unver nderter Nachdruck der Originalausgabe.
Unver nderter Nachdruck der Originalausgabe von 1901.
Unver nderter Nachdruck der Originalausgabe.
"Precor sanctos apostolos Petrum er Paulum " psalmodierten die M nche auf Ara C li, w hrend Karl der Gro e unter dem lichten Himmel eines r mischen M rztages die ziemlich schadhaften Stufen der auf das Kapitol f hrenden Treppe emporstieg. Er schritt feierlich unter der Kaiserkrone, welche ihm unl ngst zu seinem herzlichen Erstaunen Papst Leo in rascher Begeisterung auf das Haupt gesetzt. Der Empfang des h chsten Amtes der Welt hatte im Ernste seines Antlitzes eine tiefe Spur gelassen. Heute, am Vorabend seiner Abreise, gedachte er einer solennen Seelenmesse f r das Heil seines Vaters, des K nigs Pippin, beizuwohnen. Zu seiner Linken ging der Abt Alcuin, w hrend ein Gefolge von H flingen, die aus allen L ndern der Christenheit zusammengew hlte Palastschule, sich in gemessener Entfernung hielt, halb aus Ehrerbietung, halb mit dem Hintergedanken, in einem g nstigen Augenblicke sich sachte zu verziehen und der Messe zu entkommen. Die vom Wirbel zur Zehe in Eisen geh llten H flinge schlenderten mit gleichg ltiger Miene und hochfahrender Geb rde in den erlauchten Stapfen, die Begr ung der umstellenden Menge mit einem kurzen Kopfnicken erwidernd und sich ber nichts verwundern wollend, was ihnen die Ewige Stadt Gro es und Ehrw rdiges vor das Auge stellte.
Unver nderter Nachdruck der Originalausgabe.
Unver nderter Nachdruck der Originalausgabe.
Conrad Ferdinand Meyer: Huttens letzte Tage: Textgrundlage ist die Ausgabe: Conrad Ferdinand Meyer: S mtliche Werke in zwei B nden. Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt. ber den Autor: 1825 in Z rich als Kind des Juristen und Historikers Ferdinand Meyer geboren, freundet sich der sechsj hrige Conrad Ferdinand Meyer mit der zwei Jahre j ngeren Johanna Spyri an, die sp ter mit ihren Heidi-Romanen weltber hmt werden wird. Meyer lebt bis zu seiner sp ten Hochzeit - 1875 im Alter von 50 Jahren - mit seiner Schwester Betsy zusammen, die ihm Beraterin und Sekret rin ist. Er schwankt zwischen der deutschen und der franz sischen Sprache, bersetzt umfangreich in beide Richtungen und schreibt schlie lich auf Deutsch einen Roman und zehn Novellen, die zu den wichtigsten Texten aus der Schweiz des 19. Jahrhunderts z hlen. 1898 stirbt Conrad Ferdinand Meyer in Kilchberg bei Z rich nach langer Krankheit in schwerer Depression.
Conrad Ferdinand Meyer (geboren 1825 in Zürich, gestorben 1898 in Kilchberg bei Zürich) repräsentiert neben Gottfried Keller einen der bedeutendsten Vertreter des »Literarischen Realismus« aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sein literarisches Interesse gilt vorzugsweise der historischen Novelle wie „Die Richterin" (1885), die ein rechtshistorisch kompliziertes Selbstjustizdrama aus der Karolingischen Zeit mit einer fast missglückten Liebesleidenschaft mit literarisch facettenreicher Erzählkunst verbindet - „Ich ziehe sie dem Zeitroman vor, weil sie mich besser maskiert. […] Auf diese Art und Weise bin ich mittels einer sehr objektiven und außerordentlichen künstlerischen Form vollkommen subjektiv und individuell." Aus dieser „maskierten" Subjektivität lässt sich Meyers Nähe zum ›Symbolismus‹ herleiten, der an die Epochenschwelle der europäischen ›Literatur der Moderne‹ grenzt.
Unver nderter Nachdruck der Originalausgabe von 1944.
Unver nderter Nachdruck der Originalausgabe von 1944.