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Kirjailija
Dietrich Fürst
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 5 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1999–2012, suosituimpiin kuuluu Parametrische Steuerung. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
Raumplanung ist im Wesentlichen Koordination von Raumnutzungen. Dabei geht es um Abwägen und Konfliktregelung, aber auch um zukunftsbezogenen Steuerung. In der Praxis kann Koordination aber auch bedeuten: imperative Interessendurchsetzung, kooperatives Problemlösen, technisches Abstimmen über formale Prüfverfahren. Praktisches Koordinieren ist jedoch schwierig: Nicht nur sind Machtstrukturen/Machtungleichheiten zu berücksichtigen, sondern Abwägen bedeutet i.d. R.: ,Äpfel' mit ,Birnen' zu vergleichen. Koordinationsprozesse werden zudem vorschnell als Verteilungskonflikte des ,Nullsummen-Typs' wahrgenommen und gespielt. Raumplaner haben es dabei nicht leicht: Sie müssen ein Kollektivgut erstellen (,optimierte Raumnutzung'), das politische jedoch wenig Unterstützung findet. Untersucht wird die Praxis der Koordination an den Fallbeispielen Planerstellung, Integration des Landschaftsrahmenplanens in den Regionalplan und Raumordnungsverfahren (als klassisches Abwägungsverfahren im Plan-Vollzug) in den Ländern Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.
Im Zusammenhang mit der Diskussion um den Wandel der staatlichen Steuerung in Richtung "aktivierender Staat" ist auch eine Hinwendung der Raumplanung zu neuen Steuerungsinstrumenten zu beobachten. Ein vielversprechender Ansatz ist die Parametrische Steuerung. Darunter wird in der Planung eine Steuerung durch Vorgabe bzw. Vereinbarung von operationalisierten Zielen (Parametern) verstanden, bei der die Art und Weise der Zielerreichung weitgehend den Adressaten selbst uberlassen bleibt. Die Veroeffentlichung stellt die Ergebnisse eines DFG-Forschungsprojektes an der Universitat Hannover dar. Ziel dieses Forschungsvorhabens war es, die Funktionsweise, die Vor- und Nachteile sowie moegliche Erfolgsbedingungen Parametrischer Steuerungsansatze heraus zu arbeiten. Dafur wurden Fallbeispiele aus der raumlichen Planung sowie vergleichbare Ansatze aus anderen Disziplinen, z. B. der Betriebswirtschaft, untersucht. Im Ergebnis konnten Ruckschlusse auf die Potenziale, aber auch auf die Grenzen der Anwendung Parametrischer Steuerung in der Raumplanung gezogen werden.
Das Buch beschreibt Netzwerke von Akteuren in der Region Hannover, deren Wirkungen auf regionaler Ebene relevant sind. Neben den Ergebnissen aus der empirischen Untersuchung analysieren die Autoren den Stand der Theoriediskussion.
Regionalisierung und Dezentralisierung gelten als Strategien staatlicher Modemisierung. Sie verweisen beide auf einen Prozeß der Veränderung politischer Strukturen. Während jedoch Dezentralisierung die Verlage rung von Aufgaben zwischen Gebietskörperschaften im Zusammenhang mit der Differenzierung der territorialen Organisationsstrukturen bedeu tet, beinhaltet Regionalisierung die Entwicklung einer neuartigen Form von Politik, für die der Raum als Kontext zur Erfüllung öffentlicher Auf gaben relevant wird. Dieser Raum konstituiert sich in Prozessen der Ko operation von Akteuren und Organisationen, die ihre Handlungen und Ressourcen mit dem Ziel einer gemeinsamen Förderung und Gestaltung regionaler Entwicklungen bündeln. Regionalisierung führt zu neuen Poli tikinhalten, und zwar im Hinblick auf Problemdefinition und Politikziele, aber auch zu neuen Handlungsformen. Sie erzeugt neue Strukturen und Verfahrensmodi, indem die Region zu einem neuen Forum der Mobilisie rung von Kooperation, Beteiligung und demokratischer Selbstbestimmung wird. Diese bringen neue Akteure ins Spiel und verändern Akteurskonstel lationen. Region stellt somit einen Raum dar, der im Sinne eines sozialen Kontextes zu verstehen ist und dessen Ausdehnung nur mit Bezug auf seine Funktionen und deshalb immer wieder neu zu bestimmbl ist. Mit dieser Definition von Regionalisierung gren~en wir uns von ei nem ausschließlich institutionellen Verständnis von Region ab, wie es in den Rechts- bzw. Verwaltungswissenschaften immer noch verbreitet und auch im europapolitischen Diskurs oft gebräuchlich ist, wenn von einem "Europa der Regionen" gesprochen wird. Rechts- und Verwaltungswissenschaften befassen sich in erster Linie mit der Normierung und Institutionalisierung von kollektivempolitischen Handeln.