Von den tief eingeschnittenen Meerbusen, welche die im Innern ganz festl ndisch gebildete Halbinsel Kleinasien nach Westen hin ffnet, lud keiner so gastlich den von der See Ankommenden zur Niederlassung ein wie die im S den durch die niedrigen Ausl ufer des Grion, im Norden durch den steilen und hohen Mykalekamm eingeschlossene Bucht, die in ihrem Inneren durch das sch ngezackte Latmosgebirge in zwei ungleiche Lappen zergliedert wurde. Der s dlichere, tiefer eingeschnittene, ist der latmische Golf; Bergabh nge geben ihm im gr eren Teile seiner Ausdehnung einen bestimmten Abschlu , und kleine Wasserl ufe, die in ihn einm nden, vermochten nicht, seine Grenzen erheblich zu verschieben. Anders der n rdliche Teil. Breiter und flacher gestaltet, nahm er nicht nur die kurzen, nach Regeng ssen f r einige Stunden und Tage auch recht starken und rei enden Gebirgsb che von der Mykale und ihrer Fortsetzung, dem Thorax, auf, wie den Gaison, der sp ter im Alluviallande einen noch mit dem Meere verbundenen See schuf, den Maimalopes oder den Flu von Laimasgoreia genannt - beide Namen sind f r das Tobende und Gierige des Wildbachs recht bezeichnend -, den Amanthios oder Lethaios und noch manche andere, deren Benennung f r uns jetzt verschollen ist, sondern auch den gro en, wasser- und schlammreichen M ander, dem der Ursprung von Phrygiens Hochebene und die Verst rkung durch zahlreiche m chtige Nebenfl sse durch das ganze Jahr ein dauerndes, wenn auch keineswegs gleichm iges Str men sicherten. Seine g ttliche Kraft, im Volksglauben nicht nur der Kleinasiaten, sondern auch der Inselbewohner lebendig, l ngst erschlossen aus den mit Mandro- zusammengesetzten Personennamen, unmittelbar bezeugt durch den Kultus von Theben an der Mykale, bet tigte sich im Verschieben von Ger llmassen, in der Sch pfung von Neuland, das der Vater der Geschichte mit dem unteren Niltale vergleichen konnte; es war in der Tat eine Erwerbung, ein Geschenk des vielgewundenen Flusses. Dieses Buch ist ein Nac