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Kirjailija
Hanns-Georg Brose
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 5 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1983–2012, suosituimpiin kuuluu Die Erfahrung der Arbeit. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
In modernen Gesellschaften ist das Nach- und Nebeneinander von Ereignissen, von Handeln und Erleben im Laufe des individuellen Lebens, durch Karrieremuster und "Normalbiographien" geregelt. Es scheint, daß diese die Sicherheit der Lebensführung garantierenden Institutionen und sozialen Kalender für einen wachsenden Teil der Bevölkerung ihren selbstverständlichen Orientierungswert verlieren. Dies wird in dieser Untersuchung unter dem Stichwort der De-Institutionalisierung des Lebenslaufs diskutiert und am Beispiel einer besonderen Beschäftigtengruppe (Zeitarbeitnehmern) exemplarisch untersucht. Die Frage lautet: Wie werden Alltagszeit und Lebenszeit wahrgenommen und gestaltet, wenn die Arbeits- und Lebensbedingungen von Diskontinuität gekennzeichnet sind und Flexibilität zur (notwendigen) Tugend wird?
Die in diesem Band versammelten Beitrage sind- bis auf wenige Ausnahmen- ausgearbeitete Fassungen von Referaten, die auf dem Dortmunder Soziologen- tag 1984 in einer yom Herausgeber geleiteten Sitzung der AG Biographie- forschung in der DGS gehalten wurden. FOr seine kollegiale Hilfe bei der herausgeberischen Arbeit danke ich Matthias Schulze- Baing. R. Jager-Hoheisel machte ich fOr ihre BemOhungen urn die' Veredelung' mancher Druckvorlage ebenfalls herzlich danken. Juni/ Juli 1985 Marburg fl. Hanns-Georg Brose INHALT Vorbemerkung I. EINLEITUNG: Berufsbiographie im Wandel 3 II. BERUFSBIOGRAPHIEN 1M HISTORISCHEN UNO INTERGENERATIONELLEN KONTEXT Wilfried Deppe: 18 Typische Moglichkeiten beruflicher Entwicklungen qualifizierter Industriefacharbeiter in den 50er und 60er Jahren Sabine Kudera: 44 Historische Veranderungen von "Normalkarrieren"? - Kohortenverschie- bungen in Lebensverlaufen und Orientierungen von mittleren Beamten III. ZWISCHEN FAMILIE UNO BERUF: BERUFSBIOGRAPHIEN VON FRAUEN Angelika Tolke: 56 Zentrale Lebensereignisse von Frauen - Veranderungen im Lebensver- laufsmuster in den letzten 30 Jahren Christel Eckart: 80 "Ich habe meinen Lebensstil noch immer nicht gefunden. " - Anpassungs- druck und Individuierung in weiblichen Berufsbiographien Hanns-Georg Brose/Monika Wohlrab-Sahr: 105 Formen individualisierter LebensfOhrung von Frauen - ein neues Arran- gement zwischen Familie und Beruf? IV. DIE KONSTRUKTION DER BERUFSBIOGRAPHIE 1. Die Konstruktion der Berufsbiographie zwischen der Ausbildung und betrieblichen Nutzung der Arbeitskraft Wilhelm Schumm/Gerhard Konig: 146 Typische Berufsbiographien junger Facharbeiter und Angestellter Lothar Lappe: 169 Berufsbiographien unter sich wandelnden Arbeitsbedingungen 2 2.
Die hier vorgelegte Studie uber Berufsbiographien von Industriearbeitern stutzt sich auf empirisches Material, das im Rahmen eines Forschungsprojektes an der FU Berlin zwischen 1972 und 1974 erhoben wurde. Zwischen 1971 und 1975 wurde dieses Projekt im Schwerpunkt Industrie- und Betriebssoziologie der DFG gefor- dert. Uber wesentliche Ergebnisse haben wir in un serer Studie "Leistung und Herr- schaft" (L. Hack u.a., 1979) berichtet. Die Analyse der Biographien der befragten Industriearbeiter war in dem Projektdesign bereits fruher vorgesehen, konnte aber, nach Auslauf der Finanzierung, dann nicht mehr in diesem Rahmen realisiert wer- den. Die vorgelegte Arbeit bemuht sich urn eine Einlosung dieses projektierten Ar- beitsteils, soweit dies als individuelle Arbeit uberhaupt moglich ist. Meine Untersuchung bleibt deshalb, sowohl was die Herkunft der Daten anbe- langt als auch in ihrer theoretischen Perspektive, diesem Entstehungszusammenhang verpflichtet. Ich mochte deshalb allen Kollegen, mit denen ich damals zusammenge- arbeitet habe, danken. Es waren dies: Karls Czasny, Lothar und Irmgard Hack, Frithjof Hager, Roland Moser, Karin Viesel sowie in fruheren Phasen der Projektar- beit Annelie Friedrich, Ute Schmidt und Werner Wachutka (t'). DaB ich fur die hier prasentierten Ergebnisse die alleinige Verantwortung trage, versteht sich.