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Kirjailija
Ines Himmelsbach
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 4 kirjaa, julkaisuja vuosilta 2009–2024, suosituimpiin kuuluu Man Lernt Nie Aus: Bildung Im Alter. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
Das Profil der Sozialen Altenarbeit hat angesichts demografischer Veranderungen und gesellschaftlicher Wandlungsprozesse einen mehrfachen Paradigmenwechsel erfahren: vom Leitbild des betreuten Alters uber das der aktiven Senioren hin zum gestalteten Leben im Alter. Kennzeichen des letzten Leitbildes ist die selbstbestimmte Teilhabe im Alter, wobei alte Menschen als Experten furs Leben und (Mit-) Gestalter ihrer Umwelt begriffen werden. Das Buch beschaftigt sich zunachst mit gerontologischen und geragogischen Konzepten und stellt dabei immer zugleich die Frage nach der Relevanz fur die Fachpraxis und die Rolle der Sozialen Arbeit mit spezifischen Arbeitsansatzen und Methoden in den unterschiedlichsten gerontologischen Handlungsfeldern. Das Buch zeigt an konkreten Fallbeispielen Handlungsansatze und Interventionsformen Sozialer Altenarbeit.
English summary: We are living today in a rapidly ageing society, but many 'older' people don't really feel that they are 'old' at all. Ageing has many facets and is perhaps the most enigmatic phase of life. This introductory volume in the series 'Living a Long Life u Shaping the Ageing Process' uses current research on ageing to indicate different ways of interpreting the demands and contradictions involved in growing older. On the basis of these findings, the book offers many suggestions for ways of dealing with central questions that arise not only for older people, but also for people of all ages. German description: In diesem ersten Band der neuen Reihe "Lange Leben leben Altern gestalten" wird in gut verstandlicher Weise dargestellt, dass die gegenwartige Alternsforschung hilfreich ist, um den Potentialen, Anforderungen und Widerspruchlichkeiten des Alterwerdens proaktiv zu begegnen. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse bieten die AutorInnen vielfaltige Anstoae zum Umgang mit zentralen Fragen, die sich nicht nur fur altere Menschen, sondern bereits fur Menschen mittleren Alters stellen.
Die Studie von Ines Himmelsbach verortet sich im Feld einer empirisch fundi- ten Alternsforschung, die den Umgang mit eingeschrankter Handlungsfahigkeit im Alter aus einer erziehungswissenschaftlichen Perspektive in den Blick nimmt. Dabei untersucht sie sowohl aus einer institutionellen Experten- wie aus einer biographischen Betroffenensicht die unterschiedlichen Modi dieses Umgangs. Neben der phanomenologisch dichten Vermessung des Feldes ist aus erz- hungswissenschaftlicher Perspektive besonders interessant, dass sich die Autorin fur die padagogische Formenvielfalt, die das institutionelle Feld und die biog- phischen Aneignungsmuster strukturieren, interessiert. Genau in dieser Verb- dung von empirisch dichter Beschreibung der sozialen Welt von Sehbehinderung und der Fokussierung auf die Formen des Padagogischen liegt die originelle und produktive Leistung der Arbeit. Unter dem Gesichtspunkt einer erziehungswissenschaftlichen Theorieb- dung, die den gesamten Lebenslauf von Menschen zum Gegenstand hat, liefert die Studie von Himmelsbach einen weiteren wichtigen Befund: die gleichzeitige und gleichwertige Betrachtung von OEffnung und Schliessung, von Entwicklung und Entwicklungsbegrenzung, von Kompetenz und Defizit. Die Padagogisierung des Umgangs mit altersbedingter Sehbehinderung erzeugt keine linearen - laufmodelle der Bewaltigung, sondern eroeffnet komplexere Formen der Struk- rierung, die sich zwischen den Polen eingeschrankter Handlungsfahigkeit und biographischer Entwicklungsoffenheit bewegen. Die Studie verweist damit auf die Notwendigkeit einer behutsamen, empirisch begrundeten und relativierenden Sicht auf Lern- und Bewaltigungsformen im Lebenslauf, die sich eindeutigen und vordergrundigen Etikettierungen entziehen und stattdessen die (changier- den) UEbergange, die Bruche und Schlaufen, die hybriden Verbindungen von Fortschritt und Fortsetzung angesichts biographischer Begrenzung in den Blick nehmen.