Jakob Wassermann (1873-1934) war ein deutsch-j discher Schriftsteller. Er z hlte zu den produktivsten und popul rsten Erz hlern seiner Zeit. Neben den Romanen schrieb Wassermann erfolgreiche Biographien und setzte seine Essayistik fort, in der er sich immer wieder auch mit der Existenzform des Juden in nichtj discher Umgebung befasste. Gleichzeitig mit der B cherverbrennung 1933 in Deutschland wurden seine B cher verboten, obwohl er bis dahin einer der meistgelesenen Autoren gewesen war. Das bedeutete f r ihn nicht nur den materiellen Ruin, sondern vor allem den Zusammenbruch seiner lebenslang gehegten Hoffnungen, durch sein Werk mithelfen zu k nnen, eine Welt des Friedens ohne nationale Spannungen und ohne Rassenhass aufzubauen. Aus dem Buch: "Noch war der Knabe im Schlaf, im tiefen Schlaf des Unbewu tseins, und h chstens ein Traum lie ihn Leben ahnen. Spiel war ihm alles, Spieltrieb erf llte ihn ganz. Abends, wenn er schon im Bette war, die Mutter sa bei der Lampe und n hte, spielte er mit Stahlfedern, gebrauchten Z ndh lzern und einigen Bleisoldaten folgendes Spiel. Er hielt die Knie unter dem Deckkissen so gespreizt, da dieses allerlei Erh hungen, Falten und Mulden bildete, und darin sah er ein unheimlich zerkl ftetes Gebirge mit finsteren Schluchten und schroffen Gipfeln. Die S ldnerscharen begingen die H hen und Tiefen und k mpften mit Zwergen und wilden Tieren; vom gespensterhaften Schein der Lampe bestrahlt, schwebten Feen ber das Bettgebirge, und den Schlu bildete ein gewaltiges Erdbeben, die Geister und Soldaten flehten um Gnade, aber Engelhart war gesonnen, die Rolle des Weltensch pfers folgerichtig zu vollenden, mitleidlos fielen seine Knie nieder, und das malerische Felsenland ward zur den Ebene, Weltennacht brach ein."