Ökonomische Analyse der EU-Emissionshandelsrichtlinie
Katja Zwingmann; Prof. Dr. Hans-Bernd Schäfer
Deutscher Universitatsverlag
2007
nidottu
Geleitwort Um ihren Treibhausgasemissionsreduktionsverpflichtungen aus dem Kyoto Protokoll nachzukommen, erliess die Europaische Union im Oktober 2003 die europaische Emis- onshandelsrichtlinie. Sie ist Gegenstand der vorliegenden Arbeit von Katja Zwingmann. Die Richtlinie implementiert einen Emissionshandel auf Unternehmensebene fur CO - 2 Emissionen durch energieintensive Industrien in der EU 25. Damit sollen die Treibha- gasemissionen kosteneffizient vermindert werden. Die Primarallokation der Zertifikate ist eines der wichtigsten Elemente des Emissio- handels. Denn die gewahlte Allokationsform legt fest, ob das System spater funktions- hig und effizient ist, ob ausreichend Nachfrage generiert wird und wie hoch die Gesa- kosten der Zielerreichung sein werden. Frau Zwingmann weist nach, dass durch die A- gestaltung der Primarallokation der Zertifikate nicht nur verteilungspolitische Aspekte, sondern auch Effizienzfragen aufgeworfen werden. Eine effiziente Anfangsverteilung tragt dazu bei, die Transaktionskosten des spateren Handels niedrig zu halten und hat - dem Auswirkungen auf das Investitionsverhalten in Vermeidungstechnologien sowie auf strategisches Verhalten der beteiligten Handelsakteure. Nur eine effiziente Primarallo- tion kann einen funktionierenden Handel generieren. Fur eine effiziente Allokation ist somit auch die Wahl des Allokationsverfahrens e- scheidend. Frau Zwingmann hat im Rahmen ihrer Dissertation bei den unentgeltlichen Vergabeformen das Grandfathering, das Benchmarking und das Updating, bei den Auk- onsformen, die Hollandische, die Englische, die Vickrey und die Hochstpreisauktion sowie verschiedene Mischformen dahin gehend untersucht, ob sie ein effizientes Allo- tionsergebnis generieren."