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Kirjailija
M.H. Fischer
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 3 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1926–2012, suosituimpiin kuuluu Receptionsorgane 1. Tangoreceptoren, Thermoreceptoren, Chemoreceptoren, Phonoreceptoren, Statoreceptoren. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
W. v. Buddenbrock; M. H. Fischer; M. v. Frey; K. v. Frisch; M. Gildemeister; A. Goldscheider; K. Grahe; H. Held; H. Henning; H. Herter; F. B. Hofmann; E. M. v. Hornbostel; L. Jost; A. De Kleyn; W. Koehler; W. Kolmer; A. Kreidl; W. Kümmel; R. Magnus; E. Mangold; T. Masuda; H. Rhese; F. Rohrer; H. Runge; A. Seybold; H. Sierp; E. v. Skramlik; P. Stark; J. Teufer; E. Waetzmann; V. v. Weizsaecker; C. Zarniko
Dieser Buchtitel ist Teil des Digitalisierungsprojekts Springer Book Archives mit Publikationen, die seit den Anfängen des Verlags von 1842 erschienen sind. Der Verlag stellt mit diesem Archiv Quellen für die historische wie auch die disziplingeschichtliche Forschung zur Verfügung, die jeweils im historischen Kontext betrachtet werden müssen. Dieser Titel erschien in der Zeit vor 1945 und wird daher in seiner zeittypischen politisch-ideologischen Ausrichtung vom Verlag nicht beworben.
Die folgenden Seiten versuchen, systematisch die Prinzipien der Chir- urgie zu erortern, die den Methoden zugrundeliegen, die wir als die besten in der schmerzlichen Geschichte der Radikalbehandlung infektioser Pro- zesse in den Zahnen und ihrer Umgebung erkannt haben. Wir nennen die Erorterung schmerzlich, weil die benotigte Chirurgie so radikal sein muB; aber auf den Organismus als Ganzes gesehen, hat sie ein erfreuliches Ende, denn das Opfer bringt dem Patienten Befreiung vom Schmerz, Stillstand der fortschreitenden Erkrankung und ein langeres Leben. So gesehen be- deutet der Begriff der Herdinfektion, wie er zuerst von FRANK BILLINGS aufgestellt und von seinen Schiilern zu einem wissenschaftlimen Dogma ausgebaut wurde, den groBten Fortsmritt und die groBte Wohltat, die in diesem Jahrhundert der leidenden Mensmheit zuteil wurde. Obgleich auf manmer Seite (selbst in den Vereinigten Staaten) eine emte GegnersmaA: gegen die Lehre von BILLINGS in Prinzip und Praxis besteht, sollte man stets an die T atsame denken, daB die Gegner keine bessere Erklarung des pathologismen Zusammenhangs der hier erorterten Krankheiten bringen und zu oA: selbst den Versuch einer Therapie ablehnen, welche die Prak- tiker seit 100 Jahren immer mit Erfolg angewandt haben. Offen gesagt, es gibt wenig Stellen auf der Erde, wo man sim die Grundbegriffe der Herd- infektion so vollstandig, wie es jetzt moglim ist, zum dauernden W ohle der Kranken zunutze mamt. Dieses Bum ist fur den Praktiker bestimmt. Er kennt genauer als irgendein Spezialist die ganze Lebensgesmimte seiner Kranken.
Bild, was wir geben koennten, etwas weiter auszugestalten und etwas uber- sichtlicher zu machen. Man koennte oft geneigt sein, wie dies in den letzten Jahren nicht selten versucht worden ist, Anlehnung an vergleichend physiologische Tatsachen zu suchen. Dies erscheint um so verstandlicher, als ja in den letzten 11/ Jahr- 2 z hnten so Vorbildliches von R. Magnus, A de Kleyn und deren Schule g(;lleistet worden ist. Mir scheint aber, dass eine solche Anlehnung nur mit Vorbehalt und ausserster Vorsicht geschehen darf. Beim Menschen ist das Labyrinth nicht nur ein Reflexorgan, sondern auch ein Sinnesorgan im wahrsten Sinne des Wortes, d. h. ein Rezeptions rgan fur Sinnes-Empfindungen 1. Reflexe und Empfindungen sind nun beim Menschen zumeist ganz innig miteinander verknupft, so dass eine Einwirkung beider aufeinander oft nicht nur nicht ausgeschlossen werden darf, sondern sogar wahrscheinlich ist. Gerade aber die "Empfindungen" werden uns bei den Tieren ein wohl immer ver- schlossenes, dunkles Gebiet bleiben. Ausserdem aber ist die Organisation des ganzen Zentralnervensystems beim Men chen speziell infolge der uber- wiegenden Entwicklung des Grosshirnes eine von den Tieren so grund- verschiedene, dass es wohl kaum angeht, einfache Parallelschlusse zuziehen. Es ist gewiss nicht anzunehmen, dass einzelne' Teile des Zentralnervensystems in der stammesgeschichtlichen Entwicklungsreihe in ihrer prinzipiellen Funktion voellig umgestellt worden sind. Sicherlich ist 'aber ihre Wertigkeit sehr stark verschieden und das will wohl viel bedeuten; darin liegt meines Erachtens gerade der Hauptunterschied.