Gender-Mainstreaming in Deutschland: Konsequenzen Für Staat, Gesellschaft Und Kirchen. 2. Auflage
Manfred Spieker
Brill Schoningh
2016
nidottu
Gender-Mainstreaming halten viele f r eine Strategie zur Durchsetzung gleicher Rechte f r Mann und Frau. Dies ist ein Irrtum. Wer die Philosophie und die politische Strategie des Gender-Mainstreaming untersucht, stellt schnell fest, dass Gender-Mainstreaming mehr ist: eine Strategie zur Relativierung der Heterosexualit t, die die Familie gef hrdet und Staat, Gesellschaft und Kirchen in Deutschland tiefgreifend ver ndert hat. Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen drei Etappen der politischen Implementierung des Gender-Mainstreaming: die Legalisierung der gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften, der 7. Familienbericht der Bundesregierung, der die serielle Monogamie zum Leitbild der Familienpolitik erhob und Basis der Krippenpolitik ist, sowie der Kampf um die Sexualp dagogik der Vielfalt . Besondere Aufmerksamkeit gilt der katholischen Kirche: einerseits den Anpassungen an das Gender-Mainstreaming in Theologie und Verb nden, andererseits der Kritik am Gender-Mainstreaming. Dabei dr ngt sich die Vermutung auf, dass hinter der theologischen Rezeption der Gender-Kategorie und der Kritik an der kirchlichen Lehre zu Ehe und Familie eine neue Leibfeindlichkeit sichtbar wird. Die Untersuchung stellt dem Gender-Mainstreaming zun chst Reflexionen zu Ehe und Familie, ihren Funktionen f r die Gesellschaft und den gesellschaftlichen Kosten ihres Zerbrechens gegen ber, in denen deutlich wird, dass es zahlreiche Gr nde gibt, Ehe und Familie in der Verfassung besonders zu sch tzen. Und sie stellt dem Gender-Mainstreaming zweitens Reflexionen zur katholischen Sexualethik und zur Theologie des Leibes gegen ber, die zeigen, dass es zahlreiche Gr nde gibt, die Enzyklika Humanae Vitae einer neuen Lekt re zu unterziehen.