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Kirjailija

Marc Hermann

Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 3 kirjaa, julkaisuja vuosilta 2007–2013, suosituimpiin kuuluu Biographisches Handbuch Chinesischer Schriftsteller. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.

3 kirjaa

Kirjojen julkaisuvuodet: 2007–2013.

Biographisches Handbuch Chinesischer Schriftsteller

Biographisches Handbuch Chinesischer Schriftsteller

Marc Hermann; Weiping Huang; Henriette Pleiger; Thomas Zimmer

K.G. Saur Verlag
2010
sidottu
Keine Literatur der Welt weist eine so lange und reiche Geschichte auf wie die chinesische. Das Handbuch reicht uber das 20. Jahrhundert zuruck und bezieht so ausfuhrlich wie kein anderes auch die Autoren aus Altertum, Mittelalter und fruher Neuzeit ein. Die Eintrage umfassen Lebensdaten, literaturwissenschaftliche Wurdigung und Hinweise auf die wichtigste Sekundarliteratur.
Leib Und (A-)Moral: Ideologie- Und Moralkritik Im Werk Von Zhang Ailing
Zhang Ailing (Eileen Chang, 1920-1995) gilt vielen als die bedeutendste moderne chinesische Schriftstellerin. Die beliebteste ist sie in jedem Fall. Allerdings haftet ihr der Ruch des Unmoralischen an, zu Unrecht, wie Marc Hermann zeigt. In ihren Werken - in den beruhmten Legenden (Chuanqi), aber auch in den Essays, den antikommunistischen Romanen der 50er Jahre und dem spaten Meisterwerk Gefahr und Begierde - entfaltet Zhang Ailing eine umfassende Ideologie- und Moralkritik im Zeichen einer leiblichen (A-)Moral. In scharfem Gegensatz zur traditionellen Ethik bejahen die Protagonisten dieser "Ethik leiblicher Existenz" ihr Selbst so, wie es ist: unvollkommen, sterblich, fehlerhaft. Zhangs Ailings (a-)moralische Helden und v.a. Heldinnen stehen so fur einen buchstablich verkorperten Widerstand gegen einen Idealismus, der nicht mehr lebbar und damit inhuman ist. Thema der Erzahlungen ist immer wieder die idealistische Spaltung in Sein und Sollen, die sich prototypisch im Narzissten manifestiert. Narzisst, Idealist, Utopist, sie alle folgen einem falschen Selbst, das sie der inneren und ausseren Wirklichkeit entfremdet und in den Selbstbetrug treibt. Die vermeintlich bloss privaten Narzissten von Zhang Ailings fruhen Erzahlungen betreten in den spateren antikommunistischen Romanen die grosse politische Buhne: als mannliche Idealisten - 'Ubermenschen', die der Wirklichkeit den Krieg erklaren -, aber auch als Zyniker der Macht. Dem damit verbundenen narzisstischen Weltverlust setzt Zhang Ailing ihre Feier von sinnlicher Prasenz und leiblichem In-der-Welt-Sein entgegen. Jenseits der Melancholie einer zerfallenden Sinnkultur tut sich so eine postideologische Frohlichkeit auf.