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Kirjailija

Nataly Von Eschstruth

Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 115 kirjaa, julkaisuja vuosilta 2009–2026, suosituimpiin kuuluu Roman. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.

115 kirjaa

Kirjojen julkaisuvuodet: 2009–2026.

Gänseliesel (Historischer Roman)

Gänseliesel (Historischer Roman)

Nataly Von Eschstruth

E-Artnow
2018
pokkari
Aus dem Buch: "Weite, wogende Kornfelder, rotbl hendes Haideland und br unliche Steppe, begrenzt und durchschnitten von endloser Kiefernwaldung, ebenso melancholisch wie der Himmel, welcher sich in einf rmigem Regengrau, oder in wolkenlos strahlender Sommerbl ue, mit fern, fern verschwimmendem Horizonte dar ber spannt, wer kennt sie nicht, diese eigenartig nordische Landschaft, so arm an bunter und reizvoller Abwechslung, und dennoch eine zaubervolle, thr nenl chelnde Poesie? Keine Bergkuppe, kein malerisches Felsenhaupt strebt zum Himmel, meilenweit schweift der Blick ber die Ebene, flach und einsam hingestreckt, ausdruckslos wie ein schlafend Angesicht. Aber dort, weit hin am Waldessaum, da leuchtet und blitzt es pl tzlich auf wie ein zitterndes Silberband, da dehnt sich hellkr uselnde Flut breiter und breiter vor unserm Blick, ein schilfumkr nzter See ist es, der tief verborgen zwischen Wald und Haide sein tr umerisches Lied von der Sehnsucht rauscht. Juni war es, die Rosen bl hten. Die Luft schien zu zittern, so hei und klar war sie, und versuchte es der Wind, die tr ge Schwinge zu r hren, so trug er nur schw le Duftwogen herzu, deren s er Atem ihm selber den Sinn berauschte, darum sank er kraftlos hernieder in die Lindenbl ten und regte sich nicht mehr. Am kleinen Bach entlang, mitten durch breite Kleefelder und Kartoffel cker, schritt ein junges M dchen. Ein grobgeflochtener Gartenhut, eine verblichene Bandschleife als einzigen, ungrazi sen Schmuck tragend, h llte Stirn und Augen in Schatten und sa recht nachl ssig auf dem schlanken K pfchen, von welchem zwei k stlich dicke, goldblonde Flechten etwas wirr und zerzaust ber den R cken hingen..." Nataly von Eschstruth (1860-1939) war eine deutsche Schriftstellerin und eine der beliebtesten Erz hlerinnen der wilhelminischen Epoche.
Der verlorene Sohn

Der verlorene Sohn

Nataly Von Eschstruth

E-Artnow
2018
pokkari
Aus dem Buch: "Man nannte sie einen wunderlichen Charakter. - Viele behaupteten, sie sei unliebensw rdig und kaltherzig, wenige nahmen sie in Schutz und versicherten, hinter ihrem k hlen, schroffen Wesen berge sich ein tiefes Gef hl, ein warmes und gro es Empfinden, welches jedoch ngstlich versteckt werde, wie ein Licht unter dem Scheffel. Wer in seinem Elternhause nur milit rische Pr zision, Kommandos und soldatischen Drill gew hnt sei, m sse ja jede weichere und z rtlichere Regung des Herzens als Gef hlsduselei und l cherliche Sentimentalit t erachten. Fr ulein Malwine von Ries sei das Ebenbild des Vaters, ein Soldat in M dchenkleidern. Was Pflichtgef hl, Ehre, Rechtschaffenheit bedeute, sei ihr voll bewu t, aber die Passionen ihrer Altersgenossinnen, ein lyrisches Gedicht zu lesen, abends an dem ge ffneten Fenster in Lenzesduft und Mondenschein hinaus zu schw rmen, ein Ballkleid entz ckend und ein totes V gelchen zum Herzbrechen traurig zu finden, diese schw rmerischen Anwandlungen seien ihr geradezu unverst ndlich und wohl auch in tiefster Seele zuwider. Ob Fr ulein Malwine sich wohl jemals verlieben k nne und werde? Man l chelte bei diesem Gedanken ebenso ungl ubig wie bei dem phantastischen Plan eines Sternforschers, zwischen Mars und Erde einen regelrechten Meinungsaustausch zu bewerkstelligen. Fr ulein Malwine als Braut - welch eine Ironie auf all die lieblichen Traditionen, welche sich mit diesem Worte verkn pfen " Nataly von Eschstruth (1860-1939) war eine deutsche Schriftstellerin und eine der beliebtesten Erz hlerinnen der wilhelminischen Epoche.
Der Stern des Glücks

Der Stern des Glücks

Nataly Von Eschstruth

E-Artnow
2018
pokkari
Aus dem Buch: "Jean Baptiste Sternberg, der hochbew hrte Kammerdiener, r umte in seiner sorgsamen Weise den Schreibtisch Seiner Exzellenz, des ehemaligen Finanzministers auf, wie vor drei ig Jahren, als dieser sich noch im Wirbelsturm der Gesch fte ganz und gar auf seinen getreuen Sternberg verlassen und den Diplomatentisch voll hochgestapelter Papiere, Mappen und Brosch ren dem Ordnungssinn seines Kammerdieners berlassen konnte. Jetzt lagen weder Akten noch Brosch ren, noch eilig aufgerissene Briefumschl ge auf dem gr nen Tuch; die Tinte war l ngst zu Staub zusammengetrocknet, die Feder verrostet, und die Pendule, von zwei edelsteingeschm ckten Mohren getragen, tickte so schl frig und m de, wie das Herz in der Brust ihres alten, verabschiedeten Herrn. Die Zeit war abgelaufen f r ihn und f r sie, - aber Jean Baptiste wollte es nicht Wort haben, er r umte den Schreibtisch auf, - einen Tag wie den andern - obwohl keine, gar keine Unordnung darauf zu sehen war, obwohl kein Federzug mehr aus dem Tintenfa geschrieben, kein einziger geheimer Brief mehr in die braunlederne Mappe geschoben ward. Exzellenz hatte sich schon lange, lange von Welt und Leben zur ckgezogen, hierher in sein stilles, einsames Schlo , das ehemals nur die erquickende kleine Ruheinsel in dem st rmischen Lebensmeer des Ministers gewesen." Nataly von Eschstruth (1860-1939) war eine deutsche Schriftstellerin und eine der beliebtesten Erz hlerinnen der wilhelminischen Epoche.
Frühlingsstürme

Frühlingsstürme

Nataly Von Eschstruth

E-Artnow
2018
pokkari
Aus dem Buch: "Die Sonntagsglocken l uteten. Tiefe Stille lag ber den Stra en der Hauptstadt, aber nicht die friedliche, erquickende Feiertagsruhe, wie sie voll heiliger Klarheit ber Wald und Flur ausgebreitet liegt, sondern eine dumpfe Regungslosigkeit, ein Schweigen, wie dasjenige schwerster Ersch pfung, wie eine Todm digkeit, welche mit halboffenen Augen in bleiernen Schlaf sinkt. Gl hend hei br tete die Mittagssonne auf dem H usermeer, jeder Mauerquader schien unertr gliche Hitze auszustr men, kein Hauch, h chstens eine schw le Duftwoge von Brand- und Gasgeruch, von all dem widerlichen Gemisch ungesunder Ausd nstungen, welche im Umkreis die Gro stadtluft schw ngern. Die Droschkenpferde stehen mit tief geneigten K pfen regungslos im Schatten, selbst der Futterbeutel h ngt schlaff und noch halbgef llt an den M ulern, sie tr umen melancholisch vor sich hin, und nur dann hebt sich m de lauschend ein Ohr am Kopfe, wenn der Kutscher das gewaltige Bierglas mit beiden H nden hebt und einen langen, gierigen Zug thut." Nataly von Eschstruth (1860-1939) war eine deutsche Schriftstellerin und eine der beliebtesten Erz hlerinnen der wilhelminischen Epoche.