Erfolg in der massenmedialen Sportpräsentation
Christian Stahl; Prof. Dr. Klaus-Peter Brinkhoff
Deutscher Universitatsverlag
2006
nidottu
Einen zentralen okonomischen Wert des modemen Sports stellt die Produktion von M- senkommunikation dar. Die symbolischen Leistungen des Sports, die auf eine von ihm gest- tete Verdichtung der sozialen Realitat zuruckgehen, qualifizieren sich immer mehr fur Mar- tingaktivitaten groBer intemationaler, nationaler sowie auch mittelstandischer Untemehmen. In nur wenigen Jahrzehnten haben sich das Bild des Sports, die mediale Wertigkeit einzelner Sportarten sowie das gesamte Wertesystem gnindlegend verandert. Diese Entwicklung zeigt sich dem kritischen Betrachter bereits bei der Prasentation von Wettkampfen und Sportlem in den modemen Sportarenen, wird aber besonders deutlich in der medialen Aufbereitung des Sports, vor allem im Femsehen. Es gilt als unstrittig, dass die Veranderungen im Sport und in seiner medialen Vermittlung in enger Wechselwirkung geschahen und geschehen. Sie haben zur Entwicklung des Mediensports im Schnittpunkt von Sport, offentlich-rechtlichen und p- vaten Massenmedien (inkl. Asthetik der Medien) geftihrt. Im Gefolge dieser Wechselwirk- gen sind zwei Phanomene entstanden, die eine genauere Analyse lohnen. Zum einen handeh es sich auf inhaltlicher Ebene um eine Medienrealitat des Sports. Damit sei nicht nur eine besondere mediale Reprasentation des Sports in den Medien (Selektion von Sportereignissen, Inszenierungs- und Prasentationsformen usw. ) benannt, sondem auch die Adaption medialer Inszenierungsmuster und Dramaturgien durch den Sport, die auch in den Sportereignissen vor Ort" zu beobachten ist und auf breite mediale Aufmerksamkeit sowie auf Sicherung - nes hohen Unterhaltungswerts zielt."