Nachfragerevidenz im Dienstleistungsbereich
Regina Malicha; Michael Kleinaltenkamp
Deutscher Universitatsverlag
2005
nidottu
Dienstieistungen haben in den letzten J ahrzehnten in unserer Wirtschaft eine immer graJ3ere Bedeutung erlangt. In Deutschland werden mittlerweile fast drei Viertel des Bruttoinlands produkts yom Dienstieistungssektor erwirtschaftet und auch im Produzierenden Gewerbe ist ein groJ3er Teil der Beschaftigten an der Erstellung produktbegleitender Dienste beteiligt. Diese praktischen Entwicklungen sind auch an der Betriebswirtschaftslehre im Allgemeinen und der Marketingwissenschaft im Besonderen nicht spurlos vorbeigegangen. So sind in der jiingeren Vergangenheit eine wachsende Zahl von Forschungsarbeiten entstanden, die sich mit den Besonderheiten von Dienstieistungen und den daraus resultierenden Konsequenzen fur das Marketing beschaftigen. Dabei standen immer auch Fragestellungen der Kaufverhal tensforschung im Zentrum des Interesses. In dieses Umfeld ist auch die vorliegende Schrift einzuordnen, die mit der "Nachfragerevidenz" ein Konstrukt aufgreift, dass schon vergleichsweise friih - niimlich zu Beginn der 80er Jahre - in der Literatur zurn Dienst leistungsmarketing genannt und in seinen Grundztigen konzeptionalisiert wurde. Dabei geht es urn das sowohl bei konsurntiv als auch bei investiv nachgefragten Dienstieistungen auftre tende Phiinomen, dass sich ein Nachfrager tiber die eigentliche Auswahlentscheidung in Bezug auf den Erbringer der Leistung hinaus im Vorfeld auch dariiber klar werden muss, welches Problem mit einer maglichen Dienstieistungsbeschaffung gelast werden soli und ob er die dazu notwendigen Aktivitliten selbst ergreift oder tatslichlich von einem extemen Dienstieister erbringen lassen will ("Make-or-Buy")."