Management: Grundlagen Der Unternehmensführung Konzepte -- Funktionen -- Fallstudien
Steinmann Horst; Jochen Koch; Georg Schreyogg
Gabler Verlag
2006
nidottu
Die Beurteilung von Eigenschaften, Verhaltensweisen und Leistungen von Beurteilung als Individuen und Gruppen spielt in jeder Organisation eine groiSe Rolle. allgegenwiirtiger Gleichgiiltig, ob geplant oder nicht, bewerten Individuen sich und andere Prozess und richten ihr Verhalten auf diese Urteile aus. Gruppen beurteilen das Verhalten ihrer Mitglieder sowie das Verhalten anderer Gruppen, Vorgesetz- te sind fortwahrend mit Beurteilungsproblemen konfrontiert. Die Unter- nehmensfuhrung steht deshalb auch nicht vor der grundsatzlichen Frage, ob sie eine Leistungsbeurteilung will oder nicht; sie hat lediglich eine spezielle- re Entscheidung zu treffen, ob ein formales Beurteilungssystem betrieben werden soli, das periodisch in geregelter und kontrollierter Form Leistungs- daten sammelt, oder ob ein solches System nicht gewiinscht ist. Fiir die einzelnen Vorgesetzten ist diese Entscheidung wichtig, denn ein formales Beurteilungssystem hat nicht nur weit reichende Implikationen fur ihre formale Stellung (Positionsmacht, soziale Distanz usw. ), sondern stellt hohe Anforderungen an sie. Sie miissen nicht nur die Grundlagen und Intentio- nen des Systems verstehen, sondern auch und vor allem die Kompetenz fur die praktische Umsetzung erwerben. Die meisten gr615eren Betriebe und Behorden haben heute ein formalisiertes Formalisierte Beurteilungswesen, verfolgen damit aber durchaus unterschiedliche Zwecke Beurteilung (s. unten). Trotz dieser Popularitat ist die Personalbeurteilung ein in vielfa- cher Hinsicht umstrittenes Fiihrungsinstrument geblieben. Bei Mitarbeitern st615t es haufig auf Skepsis und Ablehnung wegen mangelnder Objektivitat, viele Vorgesetzte setzen es nur mit Widerwillen ein, wegen der damit ver- bundenen Beziehungsdefinition, nicht selten geraten deshalb Beurteilungs- systeme zur bloiSen Formalitat ohne wirkliche Bedeutung.