Optimale Materialflusssteuerung in heterogenen Produktionssystemen
Thomas Rücker; Prof. Dr. Herfried Schneider
Deutscher Universitatsverlag
2006
nidottu
Geleitwort Dynamische Umweltbedingungen, das grofie Tempo technologischer Erneuerungen und die steigenden Erwartungen auf internationalen Markten hinsichtlich des Qualitats-, Zeit- und Preiswettbewerbs stellen hochste Anforderungen an die Flexibilitat produzierender Untern- men. Davon sind alle Planungs- und Entscheidungsebenen einer Unternehmung betroffen, i- besondere jedoch die Gestaltung sinnvoUer Organisationsformen fiir die Produktionsbereiche und adaquater Planungs- und Steuerungskonzepte. Wenngleich in der Praxis fiir die Mehrheit der Unternehmen eine Reihe von Grundsatzen der Produktionsplanung unstrittig ist - so wird z. B. bei zentralisierter Programm-, Meng- und Durchlaufplanung die Feinterminierung und Auftragssteuerung zumeist dezentral vor- nommen - ergeben sich im Detail Schwierigkeiten bei der Harmonisierung der Informatio- und Materialstrome durch die einzelnen, unterschiedlich organisierten und damit nach unt- schiedlichen Verfahren gesteuerten Produktionssegmente. Daraus resultieren haufig unbe- sichtigte Diskontinuitaten des Materialflusses mit iiberhohten Bestanden, Qualitatsverlusten, zeitlichen Mehraufwanden und Terminverzogerungen, mithin eine unplanmafiige Kostenv- ursachung. In jiingerer Zeit richteten sich deshalb vor allem theoriegeleitete Bemiihungen darauf, diesem Mangel durch Metakonzepte - hybride Konzepte der Produktionsplanung und -steuerung fiir hetero- ne Produktionssysteme und generalisierte Konzepte zur Materialflusssteuerung - abzuhelfen. Zu den bekanntesten dieser Ende der 80er und in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts e- wickelten Verfahren zahlt das Production Authorization Card (PAC)-Konzept nach Buzacott und Shanthikumar. Im Rahmen seiner Forschungsarbeiten fuhrte Herr Dr. Riicker die konzept- nellen Uberlegungen dieses PAC-Systems, sowohl als Basis fiir eigene theoretische Weitere- wicklungen als auch auf dem Wege zu einer praktischen Anwendung, weiter.