Kirjailija
W. Biemel
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 8 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1968–2011, suosituimpiin kuuluu Phänomenologische Psychologie. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
8 kirjaa
Kirjojen julkaisuvuodet: 1968–2011.
Die Krisis der Europäischen Wissenschaften und die Transzendentale Phänomenologie
Edmund Husserl; W. Biemel
Springer
2011
nidottu
Dieser Band enthält Husserls letzte grosse Arbeit, an der er von 1934 bis 1937 arbeitete. Husserl weist darin die Probleme auf, die seiner Ansicht nach zu der Krise geführt haben, in der die Menschheit der Gegenwart sich befindet. Er verfolgt den Ursprung dieser Krise zurück bis zur Entstehung der neuzeitlichen mathematischen Naturwissenschaften bei Galilei, um aufzuweisen, wie es zu der verhängnisvollen Spaltung des physikalistischen Objektivismus und des transzendentalen Subjektivismus gekommen ist. Die Geschichte der neuzeitlichen Philosophie wird von Descartes über Locke - Berkeley - Hume bis zu Kant verfolgt. Husserl stellt dar, wie es das eigentliche Anliegen der Phänomenologie ist den verhängnisvollen Riss zu überwinden, indem sie den Rückgang zu dem Sinnesfundament vollzieht, das in den Wissenschaften selbst und für diese verborgen bleibt. In diesem Zusammenhang kommt gerade der Wissenschaft vom Menschen, der Psychologie, eine fundamentale Bedeutung zu, allerdings einer Psychologie, die auf der Phänomenologie gründet und von ihren Erkenntnissen ausgeht. Ausser dem erhaltenen Haupttext befinden sich im Husserl-Archiv noch zahlreiche "Forschungsmanuskripte", die im Zusammenhang mit der Krisis-Problematik entstanden sind. Um auch in sie Einblick zu geben wurde eine umfassende Auswahl in Form von Beilagen veröffentlicht, sowie noch einige selbständige Abhandlungen die die Entstehungsgeschichte des Werkes erhellen.
4,12f. uber Erkenntnismoeglichkeiten - Bleistijtzusatz 11 4,15 uber eigene Erkenntnismoeglichkeit - Bleistijtzusatz 11 4,18ff . . . . . mussen wir zunachst zweifellose Falle haben von Erkenntnissen oder Erkennt- nismoeglichkeiten, die Erkenntnis wirklich treffen, und daher nicht unbesehen Erkenntnis als Erkenntnis hinnehmen; - der Satz in seiner ursprunglichen Form 114,22f. von sonst hatten wir . . . . bis volles Ziel Bleistijtzusatz 115,5 und Geisteswissenschaften - Bleistijtzusatz nach 1922 11 5,20f. Dieser Satz ist eine Bleistijterganzung 11 5,28 voll und ganz adaquat - Bleistifterganzung 11 5,33 adaquat - Bleistiftzusatz 116,2-16 Der Text von: Was ich will bis sie nicht anzuknupfen steht in eckiger Bleistiftklammer; am Rande von Husserl vermerkt: Das ist unklar oder nicht gut passend. Beilage. 11 6,5 der Moeglichkeit - Bleistiftzusatz 11 6,23 ihrer Leistung Hinzufugung nach 1922 11 6,32 Zusatz nach 1922: als Pramisse, selbst als Hypothese 11 7,2 ihrer Leistung - Bleistift- verbesserung fur: irgend einer Idee wie es ursprunglich hiess 11 7,3ff. Der letzte Teil dieses Satze8, von es heisst an, bis herleiten steht in eckiger Bleistiftklammer 117,15 Hinzugefugt: der Mensch 117,20 Hinzu- gefugt: dieser Mensch 11 7,30 Bewusstsein des Menschen - Verbesserung von: Ichbewusstsein wie es ursprunglich hiess 11 7,32ff. Spatere Rand- bemerkung zum Text: Das Immanente bezweifelt man nicht, aber die Erkenntnis des Immanenten ist genau so problematisch und auch ein schwieriges Problem. 11 9,18f.
5 sehr merkwurdiger Tatsachen zutage gefordert, die vordem verborgen waren, und wirklich psychologische Tatsachen, wenn auch die Physiologen manche grosse Gruppen von ihnen ihrer eigenen Wissenschaft mit zurechnen. Mag die Einstimmigkeit 5 in der theoretischen Interpretation dieser Tatsachen auch sehr weit zuruckstehen hinter derjenigen der exakten naturwissen- schaftlichen Disziplinen, so ist sie in gewisser Hinsicht doch wieder eine vollkommene, namlich was den methodischen Stil der gesuchten Theorien anlangt. Jedenfalls ist man in den inter- 10 nationalen Forscherkreisen der neuen Psychologie der festen Uberzeugung, einer bis vor kurzem ungebrochenen Uberzeugung, dass nun endlich die allein wahre und echte Psychologie in den Gang gebracht sei, als eine strenge Wissenschaft, auf deren Wegen die Gesamtheit aller psychologischen Probleme, aller 15 zur individuellen und Kulturgeistigkeit gehorigen, liegen mussen. Es bedurfe nur, wie in jeder auf elementaren Aufbau und auf die Erklarung aus elementaren Gesetzen bedachten Erfahrungs- wissenschaft, geduldiger Zuruckhaltung und eines ganz vor- sichtigen Emporschreitens; man durfe nur nicht voreilig nach 20 Problemen greifen, die noch nicht zu wissenschaftlicher Be- arbeitung reif, fur die noch nicht die Tatsachenunterlage bereit- gestellt und die notigen Erfahrungsbegriffe geschaffen sind. Einen nicht geringen Zuwachs an innerer Sicherheit hat die neue Psychologie durch die gelingende Schopfung einer Psycho- 25 technik erhalten. Nun schien diese Psychologie wirklich der exakten Physik gleichzustehen. Sie war nun sogar so weit, um ihre psychologische Erkenntnis, ganz so wie physikalische und chemische, technisch nutzbar zu machen.
Die Krisis der Europäischen Wissenschaften und die Transzendentale Phänomenologie
Edmund Husserl; W. Biemel
Kluwer Academic Publishers
1976
sidottu
Dieser Band enthält Husserls letzte grosse Arbeit, an der er von 1934 bis 1937 arbeitete. Husserl weist darin die Probleme auf, die seiner Ansicht nach zu der Krise geführt haben, in der die Menschheit der Gegenwart sich befindet. Er verfolgt den Ursprung dieser Krise zurück bis zur Entstehung der neuzeitlichen mathematischen Naturwissenschaften bei Galilei, um aufzuweisen, wie es zu der verhängnisvollen Spaltung des physikalistischen Objektivismus und des transzendentalen Subjektivismus gekommen ist. Die Geschichte der neuzeitlichen Philosophie wird von Descartes über Locke - Berkeley - Hume bis zu Kant verfolgt. Husserl stellt dar, wie es das eigentliche Anliegen der Phänomenologie ist den verhängnisvollen Riss zu überwinden, indem sie den Rückgang zu dem Sinnesfundament vollzieht, das in den Wissenschaften selbst und für diese verborgen bleibt. In diesem Zusammenhang kommt gerade der Wissenschaft vom Menschen, der Psychologie, eine fundamentale Bedeutung zu, allerdings einer Psychologie, die auf der Phänomenologie gründet und von ihren Erkenntnissen ausgeht. Ausser dem erhaltenen Haupttext befinden sich im Husserl-Archiv noch zahlreiche "Forschungsmanuskripte", die im Zusammenhang mit der Krisis-Problematik entstanden sind. Um auch in sie Einblick zu geben wurde eine umfassende Auswahl in Form von Beilagen veröffentlicht, sowie noch einige selbständige Abhandlungen die die Entstehungsgeschichte des Werkes erhellen.
4,12f. ber Erkenntnism glichkeiten - Bleistijtzusatz 11 4,15 ber eigene Erkenntnism glichkeit - Bleistijtzusatz 11 4,18ff . . . . . m ssen wir zun chst zweifellose F lle haben von Erkenntnissen oder Erkennt- nism glichkeiten, die Erkenntnis wirklich treffen, und daher nicht unbesehen Erkenntnis als Erkenntnis hinnehmen; - der Satz in seiner urspr nglichen Form 114,22f. von sonst h tten wir . . . . bis volles Ziel Bleistijtzusatz 115,5 und Geisteswissenschaften - Bleistijtzusatz nach 1922 11 5,20f. Dieser Satz ist eine Bleistijterg nzung 11 5,28 voll und ganz ad quat - Bleistifterg nzung 11 5,33 ad quat - Bleistiftzusatz 116,2-16 Der Text von: Was ich will bis sie nicht anzukn pfen steht in eckiger Bleistiftklammer; am Rande von Husserl vermerkt: Das ist unklar oder nicht gut passend. Beilage. 11 6,5 der M glichkeit - Bleistiftzusatz 11 6,23 ihrer Leistung Hinzuf gung nach 1922 11 6,32 Zusatz nach 1922: als Pr misse, selbst als Hypothese 11 7,2 ihrer Leistung - Bleistift- verbesserung f r: irgend einer Idee wie es urspr nglich hie 11 7,3ff. Der letzte Teil dieses Satze8, von es hei t an, bis herleiten steht in eckiger Bleistiftklammer 117,15 Hinzugef gt: der Mensch 117,20 Hinzu- gef gt: dieser Mensch 11 7,30 Bewu tsein des Menschen - Verbesserung von: Ichbewu tsein wie es urspr nglich hie 11 7,32ff. Sp tere Rand- bemerkung zum Text: Das Immanente bezweifelt man nicht, aber die Erkenntnis des Immanenten ist genau so problematisch und auch ein schwieriges Problem. 11 9,18f.
Die folgenden Analysen stellen einen Versuch dar, von der Philosophie her Kunst zu verstehen d.h. zu deuten. Die Epoche, da der Umgang mit der Kunst sich auf ein ästhetisches Betrach ten reduzierte, ist zu Ende gegangen, was allerdings nicht besagt, daß wir nicht immer wieder in sie zurückfallen können, weil diese Art des Zugangs sich unmittelbar anzubieten scheint, das Nächst liegende ist, an den Betrachter die geringsten Anforderungen stellt. Die Überwindung der "ästhetischen" Kunstbetrachtung ge schieht in dem Augenblick, da wir die Kunst ernst nehmen, in ihr eine Sprache sehen, in der nicht auf gewöhnliche Weise Dinge und Situationen einfach genannt werden, sondern die Art des herrschenden Weltbezuges selbst offenbar wird, allerdings in einer Art Hieroglyphenschrift, die der Deutung bedarf um versteh bar zu werden. Für diesen Weltbezug - der sowohl den Bezug zwischen den Menschen, wie den zum nichtmenschlichen Seienden und den Bezug des Menschen zu sich selbst träg- wurde der Terminus Nähe eingeführt. Nähe heißt hier also keineswegs der räumliche Abstand zwischen Dingen, die be stimmte Distanz, die meßbar und in Zahlen ausdrückbar ist, sondern der immer unmeßbar bleibende Grund des Weltverhält nisses, der eine bestimmte Epoche auszeichnet.
5 sehr merkwurdiger Tatsachen zutage gefordert, die vordem verborgen waren, und wirklich psychologische Tatsachen, wenn auch die Physiologen manche grosse Gruppen von ihnen ihrer eigenen Wissenschaft mit zurechnen. Mag die Einstimmigkeit 5 in der theoretischen Interpretation dieser Tatsachen auch sehr weit zuruckstehen hinter derjenigen der exakten naturwissen- schaftlichen Disziplinen, so ist sie in gewisser Hinsicht doch wieder eine vollkommene, namlich was den methodischen Stil der gesuchten Theorien anlangt. Jedenfalls ist man in den inter- 10 nationalen Forscherkreisen der neuen Psychologie der festen Uberzeugung, einer bis vor kurzem ungebrochenen Uberzeugung, dass nun endlich die allein wahre und echte Psychologie in den Gang gebracht sei, als eine strenge Wissenschaft, auf deren Wegen die Gesamtheit aller psychologischen Probleme, aller 15 zur individuellen und Kulturgeistigkeit gehorigen, liegen mussen. Es bedurfe nur, wie in jeder auf elementaren Aufbau und auf die Erklarung aus elementaren Gesetzen bedachten Erfahrungs- wissenschaft, geduldiger Zuruckhaltung und eines ganz vor- sichtigen Emporschreitens; man durfe nur nicht voreilig nach 20 Problemen greifen, die noch nicht zu wissenschaftlicher Be- arbeitung reif, fur die noch nicht die Tatsachenunterlage bereit- gestellt und die notigen Erfahrungsbegriffe geschaffen sind. Einen nicht geringen Zuwachs an innerer Sicherheit hat die neue Psychologie durch die gelingende Schopfung einer Psycho- 25 technik erhalten. Nun schien diese Psychologie wirklich der exakten Physik gleichzustehen. Sie war nun sogar so weit, um ihre psychologische Erkenntnis, ganz so wie physikalische und chemische, technisch nutzbar zu machen.