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Kirjailija
W.-W. Höpker
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 7 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1975–2014, suosituimpiin kuuluu Pathologie der Gelenke und Weichteiltumoren. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
Die ersten Versuche einer halb- bzw. vollautomatisierten Dokumentation der Medizin reichen im deutschsprachigen Raum etwa zehn Jahre zuriick. Probleme der Gerate und technischen Ausstattung ("hard-ware") standen zunachst im Vordergrund. Es zeigte sich jedoch bald, daB die insge- heim erhoffte Patentl6sung der Dokumentationsfrage in- nerhalbder Medizin nicht erwartet werden konnte. FUr je- den Teilbereich zeichnete sich eine fachbezogene Problem- 16sung ab, welche jedoch das Instrumentarium und die be- griffiiche Ausstattung der klassischen Dokumentation Uber- forderte. Die damals noch in den Anfangen stehende Infor- matik schien diese methodische LUcke fUllen zu k6nnen. Das, was man heute als "angewandte Informatik" bezeichnen k6nnte, hatte damals seinen zukUnftigen Aufgabenbereich erhalten. Der hier vorgestellte Thesaurus der Medizin ist innerhalb einer gr6Beren Arbeitsgruppe entstanden. Er ist ein getreues Abbild dieser Entwicklung. - Aufgabe war zunachst, einen Schliissel fUr die Dokumentation in der Pathologie zu er- stellen. Es zeigte sich, daB dies ohne BerUcksichtigung der klinischen Disziplinen nur schwer zu bewerkstelligen war.
Noch heute stellt der patho-anatomische Gesamtbefund das mit Abstand sicherste Untersuchungsergebnis innerhalb der Medizin dar. Dieser hervorstechende Vorzug hat in der Vergangenheit viele Autoren sog. Obduktionsstatistiken ver- anlaBt, die Ergebnisse ihrer Untersuchungen auf die (vermutete) Bevolkerung zu verallgemeinern. Die hieraus resuItierenden, bereits "klassisch" gewordenen Fehlschliisse haben zu einer umfangreichen Literatur AnlaB gegeben. Versteht man unter einer klinischen Diagnose eine arztliche Handlungsanleitung, welche mit einem moglichst groBen operationalen Inhalt auszustatten ist, so darf man feststelIen, daB diese Definition in der Regel der pathologischen Anatomie und dem hier angestrebten arztlichen Gesamturteil nicht gerecht wird. Und dies scheint der eigentliche Vorzug der patho-anatomischen Diagnostik: Die patho- anatomische Diagnose enthaIt ein Maximum an Information dessen, was man als Krankheitseinheit bezeichnen konnte. Die Relativierung geschieht nicht - wie am Krankenbett - durch den arztlichen Handlungsauftrag, sondern durch die retrospektive Gesamtschau und Synthese mit der klinischen Symptomatik. Eine fruchtbarere Informationsverdichtung ist im Augenblick in der Medizin nicht gegeben.
Unterzieht man sich dem heute noch muhevollen Versuch, im Rahmen einer sektions statistischen Vergleichsstudie neue methodische Ansatze zu gewinnen, so ist die Frage nach den Motiven zu einem solchen Schritt berechtigt. Im wesentlichen haben uns zwei Umstande zu dieser Studie ermutigt: 1. Unsere mangelnde Kenntnis uber moegliche Spatfolgen nach extremen Lebensbedingungen; 2. die offensichtlich begrenzte Aussagefahigkeit und ein- geschrankte Verallgemeinerungswurdigkeit statistischen Sektionsmateriales. Unter beiden Gesichtspunkten wurden in den letzten Jahren heftige wissenschaftliche Kontroversen ausgetragen. Jetzt scheint jedoch die wissenschaftliche Aktivitat in beiden Themenbereichen nahezu erloschen. Von dem Herrn Bundesminister fur Arbeit und Soziales wurde im Jahre 1969 der Abteilung fur Dokumentation, historische und soziale Pathologie (Prof. Dr. W. JACOB) am Pathologischen Institut der Universitat Heidelberg (Prof. Dr. W. DOERR) der Auftrag erteilt, mit seiner Unterstutzung ein groesseres Kollektiv von Sektionsgutach- ten ehemaliger Gefangener fremder Gewahrsamsmachte statistisch zu bearbeiten. Die Aktenunterlagen wurden von den Behoerden zentral gesammelt und uns zur Ver- fugung gestellt. Neben der Unterstutzung des Bundes- ministers fur Arbeit und Soziales wurde diese Studie vom Verband der Heimkehrer, Kriegsgefangenen und Vermiss- ten-Angehoerigen Deutschlands e. V. (Wissenschaftlicher Beirat) ermoeglicht.