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Kirjailija

Franz Werfel

Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 194 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1986–2026, suosituimpiin kuuluu Franz Werfel: Eine blaßblaue Frauenschrift. Vollständige Neuausgabe. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.

194 kirjaa

Kirjojen julkaisuvuodet: 1986–2026.

The Song of Bernadette

The Song of Bernadette

Franz Werfel

Ignatius Press
2006
pokkari

Halvin toimitettuna 22,50 €

This is the classic work that tells the true story surrounding the miraculous visions of St. Bernadette Soubirous at Lourdes, France in 1858. Werfel, a highly respected anti-Nazi writer from Vienna, became a Jewish refugee who barely escaped death in 1940, and wrote this moving story to fulfill a promise he made to God. While hiding in the little village of Lourdes, Werfel felt the Nazi noose tightening, and realizing that he and his wife might well be caught and executed, he made a promise to God to write about the song of Bernadette that he had been inspired by during his clandestine stay in Lourdes. Though Werfel was Jewish, he was so deeply impressed by both Bernadette and the happenings at Lourdes, that his writing has a profound sense of Catholic understanding.
Der veruntreute Himmel

Der veruntreute Himmel

Franz Werfel

FISCHER, S.
2002
sidottu
Die Magd Teta Linek hat bei aller Einfachheit ihres Verstandes einen festen Lebensplan und den unbeugsamen Willen zur Unsterblichkeit und Seligwerdung. Um sich einen Platz im Himmel für alle Ewigkeit zu sichern, versucht sie durch einen Mittler, den Sohn ihres einzigen Bruders Mojmir, sich dort einzukaufen; denn hat nicht auch der Herrgott einen Mittler zu den Menschen gesandt, um ihnen auf den Weg zur Seligkeit zu helfen? Teta meint, nur gute Werke gelte es dafür zu tun. So unterstützt sie mit ihren Ersparnissen das Studium ihres Neffen, ohne freilich Liebe für ihn zu empfinden oder überhaupt ein persönliches Interesse an ihm zu nehmen, ja ohne ihn über dreißig Jahre lang zu sehen. Es genügt ihr, wenn er als Priester durch das Lesen heiliger Messen für ihr Seelenheil sorgt. Aber Mojmir ist keineswegs Priester geworden: er ist ein Hallodri, ein Schwindler und Betrüger und treibt sein Spiel auf die Spitze, indem er der Tante vorgaukelt, in ihrer beider Geburtsort eine Pfarrstclle zu erhalten und sie zu sich nehmen zu wollen. Sie reist dorthin und muß erkennen, daß alle seine Beteuerungen erlogen waren und sie ihre Seligkeit beim Teufel eingekauft hat. Sie glaubt, jetzt Gottes strenges Urteil erwarten zu müssen. Aber mit der ihr eigenen Härte, die zugleich eine Angst vor dem eigenen Gefühl ist, rafft sie sich auf und versucht die Ausführung ihres Lebcnsplans dennoch durchzusetzen, indem sie aufs neue gute Werke tun will: auf einer Pilgerfahrt nach Rom lernt sie einen jungen Priester kennen; dem will sie als Magd dienen; doch während einer Audienz beim schwerkranken Papst Pius XI. bricht sie zusammen und stirbt kurz darauf. Werfel hat seinen Roman "eine Groteske, in der sich eine Legende verschlingt", genannt und die Frage aufgeworfen, inwiefern ein Mensch - aus Furcht vor der Wahrheit - in die Schuld eines anderen mit verstrickt sein kann. Die Quintessenz dieses Romans lautet: "Der veruntreute Himmel ist der große Fehlbetrag unserer Zeit."
Eine blassblaue Frauenschrift

Eine blassblaue Frauenschrift

Franz Werfel

S Fischer Verlag GmbH
1999
pokkari
Wien, im Oktober 1936. "Depression über Österreich. Stürmisches Wetter im Anzug." Im Juli hat sich Kanzler Schuschnigg durch ein Abkommen mit dem Deutschen Reich verpflichtet, Vertreter der nationalen Opposition in seine Regierung aufzunehmen und damit nationalsozialistisches Gedankengut, nicht zuletzt auch der offenen Aggression gegen Juden in Österreich Tür und Tor zu öffnen. Leonidas ist seit einigen Monaten Sektionschef im Ministerium für Kultus und Unterricht. Seine Weltanschauung besteht allein darin, daß es der einzige " Sinn und Zweck der Veranstaltung des Universums" sei, "Götterlieblinge seinesgleichen mit Macht, Fhre, Glanz und Luxus auszustatten". Aus bescheidenen Verhältnissen stammend, hat er die Tochter aus einer der vermögendsten Familien der Stadt geheiratet, Karriere gemacht. Wenige Monate nach seiner Heirat beginnt er auf einer Dienstreise ein Verhältnis mit Vera Wormser, Tochter einer Wiener jüdischen Familie. Jahre später, im Oktober 1936, erhält Leonidas einen Brief in blaßblauer Frauenschrift, einen formellen Bittbrief von Vera, er möge einem begabten Menschen, der aus allgemein bekannten Gründen in Deutschland sein Gymnasialstudium nicht fortsetzen darf und es daher in Wien vollenden möchte, helfen. Die Zeit scheint Leonidas eingeholt zu haben - die Ahnung, Vater eines durch die Mutter jüdischen Sohnes zu sein, erschreckt ihn vor allem; er fürchtet "nichts mehr als den Verlust des Reichtums, den er so nonchalant" genießt; er weiß, daß er seine Karriere dem feinen Gespür für die menschlichen Eitelkeiten, seinem Taktgefühl und "der schmiegsamen Nachahmungskunst" verdankt, "deren Wurzel freilich in der Schwäche meines Charakters liegt". Entsprechend verhält er sich: Die "Sache mit Vera" wird "endgültig aus der Welt geschafft".
Barbara oder Die Frömmigkeit

Barbara oder Die Frömmigkeit

Franz Werfel

S. Fischer Verlag
1996
pokkari
Der Titel dieses Buches ist in Wirklichkeit eine Widmung: Franz Werfels Kinderfrau Barbara Simunkova, "das Schutzbild seiner Kindheit", Symbol christlicher Tugendhaftigkeit, ist zugleich "Erweckerin des Feuers" seiner "ganz seltenen und mächtigen Erinnerungskraft". Dabei bleibt Barbara in diesen vier "Lebensfragmenten" - nur anfangs und am Schluß genannt - unsichtbare Begleiterin; sie ist das innere Thema dieses Buches, das fiktives mit realem Geschehen verknüpft. Ferdinand R., ein Schiffsarzt, läßt auf einer Mittelmeerreise sein bisheriges Leben noch einmal an sich vorüberziehen. Er ist früh verwaist; Barbara darf ihn nur für kurze Zeit versorgen; diese Zeit aber reicht Ferdinand, um in ihr, fast mystisch, wortlos die "Wahlmutter" zu erkennen: die gedanklich immer gegenwärtige. Ferdinand kommt auf die Kadettenschule, lernt dort Feindseligkeit und Intrigen kennen, wird vertrieben und in ein Priesterseminar gesteckt. Ein Freund überzeugt ihn von der Richtigkeit, nicht Priester, sondern Arzt zu werden. Bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs meldet er sich freiwillig an die Front. Das Erlebnis des Krieges und die Zeit der revolutionären Unruhen in Wien in den Jahren danach hat Werfel in einem psychologisch wie atmosphärisch brillanten Dokument der Auflösung und des Zusammenbruchs der alten Doppelmonarchie aufgezeichnet; das zweite und dritte Lebensfragment bilden den Kern dieses Buches: Zeitgenossen wie Egon Erwin Kisch werden in fiktiven Gestalten teils porträtiert, teils parodiert. Werfels persönlichstes Buch ist, so fragmentarisch es formal auch scheint, in weiten Passagen sein literarisch virtuosestes.
Stern der Ungeborenen

Stern der Ungeborenen

Franz Werfel

S. Fischer Verlag
1992
pokkari
Diesen umfangreichen Roman voller Traumvorstellungen, utopischer Phantasien über eine "astromentale" Welt hat Werfel im Frühjahr 1943 begonnen und am 24. August 1945, zwei Tage vor seinem Tod abgeschlossen. In drei Teilen berichtet er darin - nach dem Muster von Dantes :Göttlicher Komödie9 - von einer dreitägigen Reise im Jahr 1943 in philosophische Lokationen, in denen die Grenzen von Realität und Fiktion aufgehoben sind: Er bewegt sich in der Verschränkung von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Der Reisende "F. W." projiziert unter der Führung seines wiedererstandenen ältesten und besten Freundes "B. H." den geistigen und den politischen Zustand seiner realen Zeit und Gegenwart 1943 in die Welt der Astromentalen in utopischen Dimensionen. Dabei lernt er die eigene phantastische Vorstellungswelt als Bruchteil des Möglichen zu erkennen: in jenen fernen Zeiten leben die Menschen frei von Schmerz und Krankheit, Alter und Not, aber ohne Musik und Dichtung, jedoch auch ohne Arbeit. Zugleich findet er seine Hypothese aus der realen Gegenwart bestätigt, daß sie dann noch weiter von Gott entfernt sind, daß Hybris und Ranküne, Selbstüberhebung und Zwietracht der herrschenden Kräfte auch diese, die Jahrtausende spätere Welt zerrütten.
Verdi

Verdi

Franz Werfel

S. Fischer Verlag
1992
pokkari
Das Geschehen in diesem figurenreichen Roman ist fiktiv. Werfel läßt Giuseppe Verdi 1883 zur Karnevalszeit in Venedig sein, wo sich auch gerade sein künstlerischer Gegenpol Richard Wagner aufhält. Dieser eben war es, der ihn bereits zehn Jahre zuvor in tiefe Schaffenskrise gestürzt hat: Verdi empfindet seine Musik im Gegensatz zu der Wagners als veraltet - der Erfolg Wagners bei der Jugend scheint ihm recht zu geben. Den Antipoden zur gleichen Zeit am gleichen Ort zu wissen, vertieft Verdis Krise noch: in einem inneren Monolog ruft er sich die eigenen Lebens- und Schaffensstufen zurück, steigert sich in Verzweiflung, fällt in Ohmacht - als er daraus erwacht, ist er entschlossen, Wagner zu treffen, doch dieser ist in der Nacht zuvor gestorben. Diese Haupthandlung wird durch eine Fülle von Nebenfiguren belebt, die alle wichtige Funktionen haben. So machen gerade seine konservativen Verehrer Verdi deutlich, wie unzeitgemäß seine Musik geworden ist; auf der anderen Seite lassen die Aussichten des deutschen Komponisten Fischböck, dessen Kompositionen noch über Wagners Kühnheiten hinausgehen, es ihm fraglich erscheinen, ob in der Zukunft melodische Musik wie seine überhaupt noch Interesse finden wird. Verdi findet Kraft zu sich selbst zurück und entwickelt seinen Altersstil: er schreibt den :Othello9.
Das Lied von Bernadette

Das Lied von Bernadette

Franz Werfel

S. Fischer Verlag
1991
pokkari
Keine andere Heiligenlegende im 20. Jahrhundert hat so viel Resonanz gefunden wie Werfels Hohelied auf Bernadette Soubirous, dieses kleine Mädchen vom Lande, dem, wie es hier heißt, die "Dame" erscheint. Werfel zeichnet das Wunder nach, aber mit gleicher Intensität auch den weltlichen wie den kirchlichen Zweifel an einem solchen Geschehen, bis die Kirche es schließlich anerkennt und Bernadette 1933 heiligspricht. "Ich habe es gewagt, das Lied von Bernadette zu singen, obwohl ich kein Katholik bin, sondern Jude. Den Mut zu diesem Unternehmen gab mir ein weit älteres und viel unbewußteres Gelübde. Schon in den Tagen, da ich meine ersten Verse schrieb, hatte ich mir zugeschworen, immer und überall durch meine Schriften zu verherrlichen das göttliche Geheimnis und die menschliche Heiligkeit - des Zeitalters ungeachtet, das sich mit Spott, Ingrimm und Gleichgültigkeit abkehrt von diesen letzten Werten unseres Lebens." Franz Werfel, Los Angeles, im Mai 1941
Die Geschwister von Neapel

Die Geschwister von Neapel

Franz Werfel

FISCHER, S.
1991
sidottu
Die eigentlich lapidare Gattungsbezeichnung wurde von Werfel selbst in einem Interview zu "Märchen der Vaterschaft und der Geschwisterliebe" präzisiert. Durch die flüchtige Erzählung der eigenen Familiengeschichte einer Alma und Franz Werfel befreundeten Italienerin wurde er im Frühjahr 1931 an eine alte Idee zu einem Erzählstoff erinnert. Als er mit der Niederschrift begann, entwickelte sich die Geschichte von den Geschwistern Pascarella jedoch nach eigenen Gesetzen: "Ich müßte fast sagen, alle Werte, wie etwa Intuition, wären nicht richtig, weil all das Geschehen in diesem Roman mit einem Schlag außerhalb meiner Person real dastand, so voll eigenem Leben, daß ich gar keine andere Pflicht hatte, denn als teilnehmender Mensch diesem Geschehen aufzeichnend zu folgen... (ich hatte) bei den :Geschwistern9 von Neapel fast das okkulte Gefühl... ein Lebeil, das irgendeinmal irgendwo in der Welt bestand, durch eine merkwürdige Übertragung eingeflüstert zu erhalten, ohne im geringsten eigene Erlebnisse damit zu verflechten." Im Kern steckt aber dennoch eines von Werfel immer wieder aufgegriffenen "Lieblingsthemen" (: die Überwindung der tyrannischen Herrschaft des Vaters und die Auflösung tradierter Familienordnungen. Hier ist es der neapolitanische Kaufmann Domenico Pascarella, der seine sechs Kinder, drei Gcschwisterpaare, durch die von ihm bestimmte Ordnung und den von ihm geforderten Gehorsam so lange zusammenhält, bis äußerer - wirtschaftlicher - Zwang seine Hierarchie zusammenbrechen läßt und er sie in Freiheit entlassen muß.
Der Abituriententag

Der Abituriententag

Franz Werfel

S. Fischer Verlag
1990
pokkari
Atmosphärisches und Erfahrungen der eigenen Schulzeit im Roman aufzugreifen und auf diese Weise auch vor sich selbst Rechenschaft abzulegen über sein eigenes Verhalten in dieser Lebensphase, wird nicht selten durch die Begegnung mit alten Freunden angeregt. Franz Werfel traf 1926 mit seinen früheren Klassenkameraden Willy Haas und Ernst Deutsch zusammen - das mag Inspirationsmoment für diese :Geschichte einer Jugendschuld9 gewesen sein. Die Erlebnisse von damals im Klassenzimmer, auf dem Tennisplatz, bei Gartenfesten, in Nachtcaf?s, bei spiritistischen S?ancen wurden wach und suchten ihren Ausdruck. Vor allem aber die Auseinandersetzung mit dem Individuum. So entwickelte sich im :Abituriententag9 aus Abenteuerlust, Freiheitsdrang und übermütiger Unart zunächst ein Kräftemessen Ernst Sebastians, des Erzählers, mit dem intellektuell frühreifen Klassenbesten Franz Adler; aber Eifersucht mischt sich hinein und Neid und lassen Sebastians und seiner Kamera-den Sich-erproben für den psychisch und physisch immer unterlegeneren Adler zu Erniedrigung und Qual werden, um schließlich in ein immer stärker ins Verbrecherische gleitendes Bekämpfen und Verführen zu münden. Ernst Sebastian muß sich jetzt bei einer assoziativen Konfrontation im Bewußtsein seiner Jugendverfehlungen, vor allem seiner Schuld, selbst gestehen: "Meine Aufgabe ist es, mich zu verhören."
Die schwarze Messe

Die schwarze Messe

Franz Werfel

FISCHER, S.
1990
sidottu
Mit dem Romanfragment :Die schwarze Messe9 und der ersten ganz eigenständigen Novelle :Nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig9 endet dieser Band, der chronologisch geordnet, die Erzählungen Franz Werfels aus den Jahren 1908 bis 1919 sammelt. Diese Zeit war für ihn besonders traumintensiv und zugleich von erwachendem Kritik- und Selbstfindungsbedürfnis und -bewußtsein bestimmt. So bleibt das autobiographische Element in diesen Texten deutlich. Zunächst mag die überbordende Phantasie für Werfel nicht zähmbar zu sein scheinen, anfangs mag er noch wirken wie ein "Wanderer, der allenthalben von der Hauptstraße abkommt, weil er der Verlockung der Seitenwege nicht widerstehen kann" (Franz Brunner), aber allmählich wird er immer konzentrierter und formbewußter. Märchen, Phantasie, Novelle sind die Gattungsbezeichnungen neben Skizzen, Legenden und Fragment gebliebenen Romanversuchen. Ihre Themen und Bild-Ideen, die Werfel später in seinen großen Romanen wieder aufgriff, kreisen um das Individuum, den einzelnen, vielfach Versuchungen ausgesetzten Menschen: Magie und Musik, Jahrmarkt und Theater, Mythos und Leben, Schein und Wirklichkeit.