Kirjailija
Heinrich Mann
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 266 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1975–2026, suosituimpiin kuuluu Madame Legros I. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
266 kirjaa
Kirjojen julkaisuvuodet: 1975–2026.
Seinem damaligen Verleger kündigte Heinrich Mann im Dezember 1900 ein neues Werk an und schrieb dazu: "Es sind die Abenteuer einer großen Dame aus Dalmatien. Im ersten Teil glüht sie vor Freiheitssehnen, im zweiten vor Kunstempfinden, im dritten vor Brunst. (...) Wenn alles gelingt, wird der erste Teil exotisch bunt, der zweite kunsttrunken, der dritte obszön und bitter." Die von Stendhal, Gautier, Nietzsche und nicht zuletzt durch Flauberts :Salammb?9 inspirierte Trilogie, konzipiert als artistisches Gegenstück zu Thomas Manns :Buddenbrooks9, begründet Heinrich Manns Ruf als "Dichter der Moderne". Im ersten der :Drei Romane der Herzogin von Assy9 verknüpft Heinrich Mann die Titelheldin Violante metaphorisch mit der antiken Göttin Diana, die in der Mythologie unter anderem dafür steht, daß sie Altes zerstört und Neues erschafft. Der "unerquickliche Anblick" der Armut im Lande Dalmatien, das von einem unfähigen Prinzen samt seinem grotesken Hofstaat aufs lächerlichste regiert wird, treibt die Herzogin dazu, eine Revolution anzuzetteln, die dem Reich schließlich Freiheit, Gerechtigkeit, Aufklärung und Wohlstand bescheren soll. Die politisch unbedarfte Herzogin scheitert und flieht nach Italien, neuen Abenteuern entgegen.
Die kleine Stadt liegt in Italien. Ihr Vorbild mag das Landstädtchen Palestrina in den Sabiner Bergen gewesen sein (die Geburtsstadt des großen Musikers gleichen Namens), wo die Brüder Heinrich und Thomas Mann Ende der neunziger Jahre einige lange italienische Sommer verbrachten. Alles beginnt mit dem Erscheinen einer Theatertruppe in der kleinen Stadt. "Unsere Ankunft", so der jugendliche Held und Liebhaber der Truppe, "hat belebend gewirkt auf die Einwohner dieser Stadt, auf einmal ist ihnen der Mut gekommen, ihre Laster in Freiheit zu setzen." Es beginnt ein Fastnachtstreiben, ein Liebes- und Rüpelspiel, heiter und böse, zart und leidenschaftlich. In seltsamen, manchmal gespenstischen Reigen verbinden sich die Schicksale der fahrenden Künstler und der Kleinbürger - Kunst und Leben, das große literarische Thema der Jahrhundertwende klingt an. Die kleine Stadt ist ein utopischer Gegenentwurf zur politisch unmündigen Gesellschaft der Wilhelminischen Ära. "Was hier klingt", schrieb Heinrich Mann zu diesem Roman, "ist das hohe Lied der Demokratie. Es ist da, um zu wirken in einem Deutschland, das ihr endlich zustrebt. Dieser Roman, so weitab er zu spielen scheint, ist im höchsten Sinn aktuell."