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Karl Jaspers
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 94 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1920–2026, suosituimpiin kuuluu Obschaja psikhopatologija. Ot stanovlenija lichnosti do psikhologii mass. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
94 kirjaa
Kirjojen julkaisuvuodet: 1920–2026.
Psychologie der Weltanschauungen
Karl Jaspers
Springer-Verlag Berlin and Heidelberg GmbH Co. K
2012
nidottu
Es ist philosophische Aufgabe gewesen, eine Weltanschaung zu gleich als wissenschaftliche Erkenntnis und als Lebenslehre zu ent wickeln. Die rationale Einsicht sollte der Halt sein. Statt dessen wird in diesem Buch der Versuch gemacht, nur zu verstehen, welche letzten Positionen die Seele einnimmt, welche Kräfte sie bewegen. Die faktische Weltanschauung dagegen bleibt Sache des Lebens. Statt einer Mitteilung dessen, worauf es im Leben ankomme, sollen nur Klärungen und Möglichkeiten als Mittel zur Selbstbesinnung gegeben werden. Wer direkte Antwort auf die Frage will, wie er leben solle, sucht sie in diesem Buche vergebens. Das Wesentliche, das in den konkreten Entscheidungen persönlichen Schicksals liegt, bleibt ver schlossen. Das Buch hat nur Sinn für Menschen, die beginnen, sich zu verwundern, auf sich selbst zu reflektieren, Fragwürdigkeiten des Daseins zu sehen, und auch nur Sinn für solche, die das Leben als persönliche, irrationale, durch nichts aufhebbare Verantwortung er fahren. Es appelliert an die freie Geistigkeit und Aktivität des Lebens durch Darbietung von Orientierungsmitteln, aber es versucht nicht, Leben zu schaffen und zu lehren. Heidelberg. Kar! Jaspers. VORWORT ZUR VIERTEN AUFLAGE. Dies Buch meiner Jugend aus der Zeit, als ich von der Psychiatrie her zum Philosophieren kam, aus der Zeit des ersten Weltkriegs und der Er schütterung unserer überlieferung, ist das Ergebnis der Selbstbesinnung jener Tage. Es erscheint jetzt, nachdem es fast zwei Jahrzehnte vergriffen war, unverändert in neuer Auflage.
Gesammelte Schriften zur Psychopathologie
Karl Jaspers
Springer-Verlag Berlin and Heidelberg GmbH Co. K
2011
nidottu
Gilt die "Allgemeine Psychopathologie" als das systematische Grundbuch der neuzeitlichen Psychiatrie, mit dem Jaspers diesen damals jüngsten Zweig der medizinischen Forschung aus einer noch überwiegend klinischen Empirie in den Rang einer eigenständigen wissenschaftlichen Forschungspraxis erhob, so kommt den sie vorbereitenden Arbeiten eine grundlegende methodologische Bedeutung zu. In ihnen entwickelte Jaspers die methodischen Grundzüge seiner wissenschaftlichen wie auch - im Ansatz - seiner späteren philosophischen Denkart. Beide in ihren ersten entscheidenden Schritten verfolgen und beurteilen zu können, gehört zum Verständnis des gesamten Lebenswerkes von Jaspers.
Allgemeine Psychopathologie
Karl Jaspers
Springer-Verlag Berlin and Heidelberg GmbH Co. K
2011
nidottu
In dieser Einftihrung soll der offene Raum vergegenwartigt werden, in dem die psychopathologische Erkenntnis sich bewegt. Es wird hier nicht der feste Grund gelegt, auf dem das Gebaude zu errichten ware; denn der jeweils eigentiimliche Grund wird in jedem Kapitel gelegt. Es werden auch noch nicht Erfahrungen berichtet, sondern Erorterungen tiber die Weisen der Erfahrungen und tiber den Sinn der allgemeinen Psychopathologie versucht. 1. Abgrenzong der allgemeinen Psychopathologie. a) Psyehiatrie als praktischer Beruf ond Psyehopathologie als Wissen sehaft. 1m praktischen psychiatrischen Berufe handelt es sich immer um den einzelnen ganzen Menschen; sei es, daB dieser dem Psychiater zur Obhut, zur Pflege oder zur Heilung anvertraui ist, sei es, daB er vor Gericht, vor anderen Behorden, vor der Geschichtswissenschaft iiber eine Personlicbkeit ein Gutachten abgibt, sei es, daB fun der Kranke in der Sprechstunde um Rat fragt. Wahrend seine Arbeit es hier ganz mit einem individuellen Fall zu tun hat, sucht der Psychiater, um den in solchen Einzelfallen an ibn herantretenden Forderungen gewachsen zu sein, als Psychopathologe nach aligemeinen Begriffen und Regeln. 1st der Psychiater im praktischen Berufe eine lebendige, erfassende und wirkende Personlich keit, der die Wissenschaft nur eines ihrer Hilfsmittel ist, so ist dagegen dem Psychopathologen diese Wissenschaft selbst Zweck. Er will nur kennen und erkennen, charakterisieren und analysieren, aber nicht einzelne Menschen, sondern das Allgemeine."
'Philosophie war stets und ist heute die Revolution der Denkungsart. Diese aber ist, wo der Mensch sich geschenkt wird, getragen von der grossen Liebe zum Gegenwartigen, der Dankbarkeit zu leben, heute und zu keiner anderen Zeit. Das Gegenwartige ist das Einfache und Unbegreifliche, das in dem mittelalterlichen Vers spricht: Ich komme, ich weiss nicht woher, Ich bin, ich weiss nicht wer, Ich sterb', ich weiss nicht wann, Ich geh', ich weiss nicht wohin, Mich wundert's, dass ich frohlich bin. ' Karl Jaspers Die letzten acht Vorlesungen von Karl Jaspers, gehalten 1961, gelten als Vermachtnis dieses grossen Philosophen des 20. Jahrhunderts. Ihr Grundgedanke: Alle Wissenschaft stosst an eine unuberwindbare Grenze: Die Welt als Ganze kann niemals Gegenstand unseres Erkennens sein. Wir konnen sie darum auch nie im Ganzen planend in unseren Besitz nehmen. Dies gilt auch fur uns selbst: Wir sind immer mehr, als wir von uns zu erkennen und im Erkennen zu tun vermogen. Aber wir konnen uns mit dieser Grenze nicht begnugen, etwas in uns drangt uber sie hinaus, denn die Grundfrage bleibt, wer wir sind, woher wir kommen, wohin wir gehen. Diese Frage weist uber uns hinaus - auf das Eine, die fur uns nicht erkennbare Transzendenz. Jaspers zeigt auf vielfaltige Weise auf, dass es - neben dem von ihm verworfenen Offenbarungsglauben - eine andere Weise der Annaherung an die Transzendenz gibt. Er nennt sie Lesen der Chiffern. Chiffern sind vieldeutige Zeichen, die den Menschen, der wahrhaftig nach dem sucht, was er selbst sein und wofur er leben will, auf Transzendenz hinweisen konnen.
First published in English in 1933, this detailled philosophical examination of the contemporary state and nature of mankind is a seminal work by influential German philsopher Karl Jaspers. Elucidating his theories on a variety of topics pertaining to contemporary and future human existence, Man in the Modern Age is a key text by a man whose influence in the field continues to be felt.
First published in 1965, this collection of three essays by influential German philosopher Karl Jaspers deals with the response of the philosophical mind to the world of reality, with the search for truth. In Leonardo, this search is shown in the thinking and the works of a supreme artist whose means of apperception are the senses. The essay on Max Weber commemorates a man Jaspers knew personally and ardently admired. The main essay in the collection is an exhaustive, three part study of Descartes: analysing Descartes’ new philosophical operation, Descartes’ Method, and the position of his philosophy within the wider historical context of philosophical thought.
First published in English in 1933, this detailed philosophical examination of the contemporary state and nature of mankind is a seminal work by influential German philosopher Karl Jaspers. Elucidating his theories on a variety of topics pertaining to contemporary and future human existence, Man in the Modern Age is an ambitious and wide-ranging work, which meditates upon such diverse subjects as the tension between mass-order and individual human life, our present conception of human life and the potential for mankind’s future existence. Written shortly before the accession to power of Hitler and National Socialism, this is not only an important philosophical work, but also an insightful and intriguing historical document.
First published in 1965, this collection of three essays by influential German philosopher Karl Jaspers deals with the response of the philosophical mind to the world of reality, with the search for truth. In Leonardo, this search is shown in the thinking and the works of a supreme artist whose means of apperception are the senses. The essay on Max Weber commemorates a man Jaspers knew personally and ardently admired. The main essay in the collection is an exhaustive, three part study of Descartes: analysing Descartes’ new philosophical operation, Descartes’ Method, and the position of his philosophy within the wider historical context of philosophical thought.
Karl Jaspers vertrat ein Denken, das die Wirklichkeit verstehen lehrt und das aus diesem Verstehen die Menschen verändert. Daher ist seine Philosophie auch heute noch so modern. In diesem Band sind Auszüge aus seinem Werk versammelt, die als Denkanstöße dienen sollen. Die Auswahl vermittelt einen Überblick über das Jasperssche Denken, das ausgeht von den existenziellen Erfahrungen des Menschseins und den Denkprozess als unendliche Aufgabe sieht.
One of the founders of existentialism, the eminent philosopher Karl Jaspers here presents for the general reader an introduction to philosophy. In doing so, he also offers a lucid summary of his own philosophical thought. In Jaspers’ view, the source of philosophy is to be found “in wonder, in doubt, in a sense of forsakenness,” and the philosophical quest is a process of continual change and self-discovery. In a new foreword to this edition, Richard M. Owsley provides a brief overview of Jaspers’ life and achievement.“An eloquent expression of a great hope that philosophy may again become an activity really relevant not only to the perennial problems of life and death but to the unusual configurations of such problems in our time.”—Julian N. Hartt, Yale Review“Original, sincere, cultivated, and stimulating.”—Philosophy
Shortly after the Nazi government fell, a philosophy professor at Heidelberg University lectured on a subject that burned the consciousness and conscience of thinking Germans. "Are the German people guilty?" These lectures by Karl Jaspers, an outstanding European philosopher, attracted wide attention among German intellectuals and students; they seemed to offer a path to sanity and morality in a disordered world. Jaspers, a life-long liberal, attempted in this book to discuss rationally a problem that had thus far evoked only heat and fury. Neither an evasive apology nor a wholesome condemnation, his book distinguished between types of guilt and degrees of responsibility. He listed four categories of guilt: criminal guilt (the commitment of overt acts), political guilt (the degree of political acquiescence in the Nazi regime), moral guilt (a matter of private judgment among one's friends), and metaphysical guilt (a universally shared responsibility of those who chose to remain alive rather than die in protest against Nazi atrocities). Karl Jaspers (1883–1969) took his degree in medicine but soon became interested in psychiatry. He is the author of a standard work of psychopathology, as well as special studies on Strindberg, Van Gogh and Nietsche. After World War I he became Professor of Philosophy at Heidelberg, where he achieved fame as a brilliant teacher and an early exponent of existentialism. He was among the first to acquaint German readers with the works of Kierkegaard. Jaspers had to resign from his post in 1935. From the total isolation into which the Hitler regime forced him, Jaspers returned in 1945 to a position of central intellectual leadership of the younger liberal elements of Germany. In his first lecture in 1945, he forcefully reminded his audience of the fate of the German Jews. Jaspers's unblemished record as an anti-Nazi, as well as his sentient mind, have made him a rallying point center for those of his compatriots who wish to reconstruct a free and democratic Germany.
Shortly after the Nazi government fell, a philosophy professor at Heidelberg University lectured on a subject that burned the consciousness and conscience of thinking Germans. "Are the German people guilty?" These lectures by Karl Jaspers, an outstanding European philosopher, attracted wide attention among German intellectuals and students; they seemed to offer a path to sanity and morality in a disordered world. Jaspers, a life-long liberal, attempted in this book to discuss rationally a problem that had thus far evoked only heat and fury. Neither an evasive apology nor a wholesome condemnation, his book distinguished between types of guilt and degrees of responsibility. He listed four categories of guilt: criminal guilt (the commitment of overt acts), political guilt (the degree of political acquiescence in the Nazi regime), moral guilt (a matter of private judgment among one's friends), and metaphysical guilt (a universally shared responsibility of those who chose to remain alive rather than die in protest against Nazi atrocities). Karl Jaspers (1883–1969) took his degree in medicine but soon became interested in psychiatry. He is the author of a standard work of psychopathology, as well as special studies on Strindberg, Van Gogh and Nietsche. After World War I he became Professor of Philosophy at Heidelberg, where he achieved fame as a brilliant teacher and an early exponent of existentialism. He was among the first to acquaint German readers with the works of Kierkegaard. Jaspers had to resign from his post in 1935. From the total isolation into which the Hitler regime forced him, Jaspers returned in 1945 to a position of central intellectual leadership of the younger liberal elements of Germany. In his first lecture in 1945, he forcefully reminded his audience of the fate of the German Jews. Jaspers's unblemished record as an anti-Nazi, as well as his sentient mind, have made him a rallying point center for those of his compatriots who wish to reconstruct a free and democratic Germany.
Jaspers sieht die moderne Gesellschaft in einem Widerstreit. Sie errichtet sich als Massenordnung zur technischen Daseinsfürsorge einer Vielzahl von Menschen und zerstört damit gleichzeitig jene Welt von Schicksal und Autorität, Vertrautheit, Nähe und Entscheidung, in der eigentliche menschliche Existenz allein möglich ist. Nivellierung und Funktionalisierung des Menschen sind der Preis der Moderne. Politisch sorgt sich Jaspers um das Ausbleiben echten Führertums, von dem allein Reformen des zum Erstarren neigenden Apparats der Daseinsfürsorge zu erwarten sind. Die politischen Bewegungen des Faschismus und des Bolschewismus deutet Jaspers nur am Rande als gefährliche Auswege des Menschen aus der allgegenwärtigen Krise in die Leichtigkeit des Gehorchenkönnens. Zwar schenkt er aktuellen politischen Strömungen und Strukturen nur geringe Aufmerksamkeit, aber die geistige Haltung und persönliche Verantwortlichkeit des Einzelnen implizieren den Abscheu gegen den sich ankündigenden politischen Wahnsinn in Deutschland. Der Staat gilt ihm als Phänomen der Macht. Nachdenklich blickt Jaspers auch auf die Wissenschaften vom Menschen. Für ihre unbestreitbaren Erfolge zahlt der Mensch mit der Verdinglichung seiner selbst. Er wird sich zum Objekt.
General Psychopathology
Karl Jaspers
Johns Hopkins University Press
1998
pokkari
Halvin toimitettuna 52,40 €
Volume 1 In 1910, Karl Jaspers wrote a seminal essay on morbid jealousy in which he laid the foundation for the psychopathological phenomenology that through his work and the work of Hans Gruhle and Kurt Schneider, among others, would become the hallmark of the Heidelberg school of psychiatry. In "General Psychopathology," his most important contribution to the Heidelberg school, Jaspers critiques the scientific aspirations of psychotherapy, arguing that in the realm of the human, the explanation of behavior through the observation of regularity and patterns in it ( "Erkldrende Psychologie") must be supplemented by an understanding of the "meaning-relations" experienced by human beings ( "Verstehende Psychologie").
General Psychopathology
Karl Jaspers
Johns Hopkins University Press
1998
pokkari
Halvin toimitettuna 52,40 €
Volume 2 In 1910, Karl Jaspers wrote a seminal essay on morbid jealousy in which he laid the foundation for the psychopathological phenomenology that through his work and the work of Hans Gruhle and Kurt Schneider, among others, would become the hallmark of the Heidelberg school of psychiatry. In "General Psychopathology," his most important contribution to the Heidelberg school, Jaspers critiques the scientific aspirations of psychotherapy, arguing that in the realm of the human, the explanation of behavior through the observation of regularity and patterns in it ( "Erkldrende Psychologie") must be supplemented by an understanding of the "meaning-relations" experienced by human beings ( "Verstehende Psychologie").
Nietzsche claimed to be a philosopher of the future, but he was appropriated as a philosopher of Nazism. His work inspired a long study by Martin Heidegger and essays by a host of lesser disciples attached to the Third Reich. In 1935, however, Karl Jaspers set out to "marshall against the National Socialists the world of thought of the man they had proclaimed as their own philosopher." The year after publishing Nietzsche, Jaspers was discharged from his professorship at Heidelberg University by order of the Nazi leadership. Jaspers does not fall into the same trap as idealogues do, citing bits and pieces from Nietzsche's work to reinforce already held opinions. Instead, he openly shows the wide range of Nietzsche's views, including his endorsement of wars and warriors, his prophecies of world struggle and "new masters," and the cruel arrogance of the supermen. Yet Jaspers finds Nietzsche's philosophy to be extraordinary not only because he foresaw all the monstrosities of the twentieth century, but also because he saw through them. "The appearance which Nietzsche's work presents can be expressed figuratively: it is as though a mountain wall had been dynamited; the rock, already more or less shaped, conveys the idea of a whole. But the building for the sake of which the dynamiting seems to have been done has not been erected. However, the fact that the work lies about like a heap of ruins does not appear to conceal its spirit from the one who happens to have found the key to the possibilities of construction; for him, many fragments fit together. But not unambiguously; many functionally suitable pieces are present in numerous, only slightly varied repetitions, others reveal themselves as precious and unique forms, as though each were meant to furnish a cornerstone somewhere or a keystone for an arch."-Karl Jaspers, from the introduction
Von 1920 bis 1963 standen Karl Jaspers und Martin Heidegger im Briefwechsel. 155 Schriftstucke sind erhalten geblieben. Von 1936 bis 1949 gab es eine Unterbrechung - aber auch in dieser Zeit kam es zu einer Zusendung der Veroffentlichungen Heideggers (bis 1943). Der Briefwechsel ist vertraulich und war ursprunglich nicht fur die Veroffentlichung bestimmt. Er enthalt scharfe Urteile uber Zeitgenossen und auch uber Schuler. Kein erwahnter Name wurde ausgelassen, kein Satz geandert. Die Unterbrechung des Briefwechsels 1936 ist so zu erklaren, dass Heidegger auf seinen Brief vom Mai 1936 mit dem Bericht uber seinen Romaufenthalt keine Antwort erhielt. Im Jaspers-Archiv ist ein Briefentwurf vorhanden, der wiedergegeben wird. Es ist unbestimmt, ob dieser Brief wirklich abgeschickt wurde. Heidegger hat ihn jedenfalls nicht erhalten. 1949 beginnt eine neue Phase des Briefwechsels, die aufschlussreich ist gerade auch fur Heideggers Stellung zum deutschen Unheil und zu seinem Verhalten zu Jaspers. Aus dem Briefwechsel erhalten wir einen Einblick in die Entwicklung der beiden grossen Philosophen. Leider sind von den zahlreichen Gesprachen Heideggers mit Jaspers bis 1933 keine Aufzeichnungen vorhanden. Aus den Briefen erfahren wir Hinweise uber die Themen. Dieser Briefwechsel gehort zu den Zeitdokumenten, die zum Verstandnis der philosophischen Freundschaft und auch zum Phanomen ihrer Entfremdung unentbehrlich sind. Im Jaspers-Nachlass befinden sich auch Briefe an Heidegger mit dem Vermerk nicht abgeschickt. Da sie aber von Jaspers chronologisch in die Korrespondenz eingeordnet waren, wurden sie hier - entsprechend gekennzeichnet - auch mitabgedruckt.
Gesammelte Schriften zur Psychopathologie
Karl Jaspers
Springer-Verlag Berlin and Heidelberg GmbH Co. K
1989
sidottu
Gilt die "Allgemeine Psychopathologie" als das systematische Grundbuch der neuzeitlichen Psychiatrie, mit dem Jaspers diesen damals jüngsten Zweig der medizinischen Forschung aus einer noch überwiegend klinischen Empirie in den Rang einer eigenständigen wissenschaftlichen Forschungspraxis erhob, so kommt den sie vorbereitenden Arbeiten eine grundlegende methodologische Bedeutung zu. In ihnen entwickelte Jaspers die methodischen Grundzüge seiner wissenschaftlichen wie auch - im Ansatz - seiner späteren philosophischen Denkart. Beide in ihren ersten entscheidenden Schritten verfolgen und beurteilen zu können, gehört zum Verständnis des gesamten Lebenswerkes von Jaspers.