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Horst Albach
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36 kirjaa
Kirjojen julkaisuvuodet: 1962–2013.
Die Bliitentriiume der Harmonisierung der Rechnungslegung sind nicht in Erfiillung gegangen. Wer ein nationales Recht kennt, kennt damit nicht die Bilanzierungsrechte aller anderen Liinder der europiiischen Gemeinschaft: Nationale Egoismen, aber auch nationale Gepflogenheiten haben verhindert, daB die Richtlinie 1: 1 in nationales Recht in Europa umgesetzt worden ist. Daher ist die eingehende Beschiiftigung mit demjeweilig ge1tenden nationalen Recht, damit ist der systematische Vergleich der einzelnen Rechtsvor- schrifien, die in Europa gelten, notwendig, wenn man die VerOffentlichung von lahres- abschlUssen verschiedener europiiischer Firmen mit unterschiedlichem Sitzland analysieren will. Das Buch Albach/Klein "Harmonisierung der Rechnungslegung" hat sich dieser Auf- gabe zuniichst im Zusammenhang mit der Einzelbilanz gewidmet. In dies em Buch stellen wir nun die Regelungen dar, die fUr die Konzernrechnungslegung ge1ten. Die Umsetzung der 7. Richtlinie in nationales Recht hat lange gedauert. Daher erscheint dieses Werk auch mit erheblicher zeitlicher Versetzung gegeniiber dem Buch, das sich mit den Einzelbilanzen beschiiftigte. Einige Staaten Europas haben das Konzern- recht immer noch nicht umgesetzt. Inzwischen haben aber die wichtigsten Industriestaa- ten Europas die Umsetzung vollzogen, so daB ein vergleichender Uberblick moglich ist.
Die hier verOffentlichten Arbeiten beruhen iiberwiegend auf den Beitragen, die wah- rend des 19. Symposiums fUr die Teilnehmer des zweiten Zehnwochen-Seminars des Universitiitsseminars der Wirtschaft (USW)' gehalten wurden. Dieses Symposium fand yom 9. bis 12. November 1989 in Berlin statt, in Tagen also, die allen Deutschen, ob sie nun zu dieser Zeit in Berlin waren oder nicht, unvergessen bleiben werden. Ich bin iiberzeugt, daB die Leser dieses Buches es begriiBen, daB ich die Eindriicke von diesem auj3erordentlichen Wochenende in Berlin, die Frau Schoeller schildert, aufgenommen habe. Ein solcher Bericht hat iiber die Zeit und iiber den Kreis der unmittelbar Beteiligten hinaus Giiltigkeit und Interesse, und es mag gut tun, sich angesichts der nun sich auftiirmenden Schwierigkeiten in der DDR, vor allem in ihren Betrieben und Verwaltun- gen, an die Euphorie dieses Wochenendes zu erinnern und daraus den Mut und die GewiBheit zu schopf en, daB wir Betriebswirte diese Schwierigkeiten iiberwinden werden. In den Betrieben der Bundesrepublik, die sich nun aktiv in den Betrieben der DDR engagieren, wird das Problem der Altlasten, der Verseuchung des Bodens, als ein besonders schwieriges und die Ubernahme oder die Beteiligung belastendes Problem angesehen. Mit Recht: Hier geht es urn Hunderte von Millionen DM, die fUr die Sanierung der Boden aufgewandt werden miissen. Die Schliej3ung des Werkes Moorjleet von Boehringer Ingelheim, iiber die Werner Deckers berichtet, ist eine Fallstudie der Probleme, die mit solchen Altlasten verbunden sind.
Von Horst Albach A. Einleitung Die betriebswirtschaftliche Organisationstheorie hat seit den Tagen von Frederic Tay- lor und Henri Fayol eine sturmische Entwicklung hinter sich gebracht. Es ist bekannt, daB die mikrookonomische Theorie bis vor kurzem nieht viel zum Verstandnis der Be- triebsorganisation beigetragen hat. Weniger bekannt durfte sein, daB die gegenwar- tige Organisationstheorie nieht viel uber Mikrookonomie sagen will. Tatsachlich exi- stiert die Wirtschaftstheorie in der heutigen betriebswirtschaftlichen Organisations- theorie nieht. Richard Scotts Buch von 1981, welches im Jahre 1986 unter dem Titel "Grundlagen der Organisationstheorie" ins Deutsche ubersetzt wurde, sagt dazu das l folgende: "It seems we are presently on the threshold of an important new develop- ment in the theoretical models of business organization. The open rational system mo- dels that have dominated our thinking in the early sixties are being challenged and que- stioned by a whole bunch of open natural models. The new models put emphasis on the environment and its impact on behavior and on the chances of survival of organi- zations. At the same time these theories rigorously attack the assumption of the older schools that organizations behave as rational systems". Scott behandelt bevolke- rungsokologische Modelle, die in den letzten Jahren weltweite Beachtung und auch in Deutschland BefUrworter gefunden haben. Sozial-Darwinismus scheint fUr das Stu- dium von Organisationen angemessener zu sein als die mikrookonomische Theorie der Transaktionskosten. Das mag fur den Beobachter von Organisationen in der realen Welt nicht verwunder- lich sein.
Empirische Theorie der Unternehmensentwicklung
Horst Albach
VS Verlag fur Sozialwissenschaften
1986
nidottu
Vergleicht man die Liste der 500 größten amerikanischen Unternehmen des Jahres 1965 mit der entsprechenden Liste des Jahres 1985, so stellt man erhebliche Verschiebungen in den Rangplätzen fest. Einige Unternehmen sind inzwischen von der Liste verschwunden, andere neu aufgenommen worden. ! Von 151 wäh rend der industriellen Revolution in den Rheinlanden Farben produzierenden 2 Fabriken sind heute nur noch acht dem Namen nach bekannt. Von 133 Kölner Unternehmen für nachrichtentechnische Anlagen, die in den Jahren von 1881 bis 1914 bestanden, existiert keine mehr in der ursprünglichen Form, nur vier haben 3 sich in den Firmennamen heutiger Unternehmen erhalten. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die Hüttenwerke Oberhausen doppelt so groß wie die August Thyssen-Hütte. Im Zeitpunkt der Fusion zwischen beiden Unternehmen im Jahre 1968 war Thyssen mehr als doppelt so groß wie die HOAG. 4 Die Entwicklung von Unternehmen in einer marktwirtschaftlichen Ordnung verläuft sehr unterschiedlich. Diskontinuitäten prägen das Bild der Unterneh menspopulation. Unternehmen werden gegründet. Unternehmen gehen in ande ren auf, Unternehmen scheiden still oder auch durch Konkurs aus dem Wirt schaftsleben aus. Die Fragen, wie solche Entwicklungen ökonomisch zu erklären seien, wie die Erfolgschancen von Unternehmen im Wachstum verbessert und wie der Konkurs vermieden werden könne, beschäftigen die Betriebswirtschaftslehre schon lange. Auf ALFRED MARsHALL geht die Vorstellung zurück, daß das Schicksal von Unternehmen an das Schicksal der Unternehmerfamilie gebunden sei: Der Vater erstellt's, der Sohn erhält's, beim Enkel verfällt's.
Betriebswirtschaftslehre und ökonomische Krise
Wolfgang H. Staehle; Horst Albach
Gabler
1984
nidottu
1m April 1984 haben die fOnf fuhrenden Konjunkturforschungsinstitute der Bundesre- publik Deutschland den konjunkturellen Aufschwung auch wissenschaftlich besHltigt: Die Konjunkturerholung habe sich inzwischen so weit durchgesetzt, daB sie sieh selbst ohne staatliche Hilfe trage, heiBt es in ihrem gemeinsamen Fruhjahrsgutachten 1984. Zuversiehtlich auBern sieh die fOnf Institute (DIW-Berlin, Ifo-Munchen, RWI-Essen, HWW A-Hamburg, IfW -Kiel) auch uber den weiteren Konjunkturaufschwung. Fur 1984 wird mit einem Wirtschaftswachstum von real drei Prozent, etwas zuruckgehender Ar- beitslosigkeit, gleiehbleibender Preisstabilitat und Verdoppelung des auBenwirtschaftli- chen Leistungsbilanzuberschusses auf 20 Milliarden Mark gerechnet (o. V. 1984b, S. 1). Vor dem Hintergrund dieser Einschatzung konnte die SchluBfolgerung gezogen werden, die hier vorgelegten Beitrage zur betriebswirtschaftliehen Krisenbewaltigung kommen zu spat; die Krise ist im Prinzip bewaltigt. Selbst wenn wir als Herausgeber diese Einschat- zung teilten, brauchten wir als Betriebswirte dennoch nicht urn die Aktualitat dieses Sammelbandes zu furchten: Zum einen kann es ja auch in guten volkswirtschaftlichen Konjunktursituationen erhebliche Krisen in einzelnen Branchen und Betrieben geben (vgl. Bratschitsch 1981, S. V); zumal in wachsendem MaBe die Gesamtkonjunktur, die Branchenkonjunkturen und die Unternehmungskonjunkturen immer mehr auseinander- fallen (Mertens 1981, S. 1). Zum anderen gilt es gerade in "guten Zeiten" Instrumente zur Fruhdiagnose und Therapie von Unternehmungskrisen zu entwiekeln (vgl. Brat- schitsch 1981, S. V).
1. Akademie-Forum. Technische Innovationen und Wirtschaftskraft
Horst Albach; Alfred Fettweis
VS Verlag fur Sozialwissenschaften
1983
nidottu
Vor nunmehr etwa zehn Jahren, als diejenigen Methoden, die man unter dem Namen "Operations Research" zusammenzufassen pflegt, in der deutschen Industrie in stei gendem Maße Beachtung fanden, entdeckte ich in einem Katalog deutscher Neuer scheinungen ein Buch mit dem Titel "Operationsanalyse (Operations Research)". Der Katalog führte dieses Buch unter der Rubrik "Medizin" auf. Inzwischen hat sich in Deutschland für "Operations Research" die Übersetzung "Unternehmensforschung" durchgesetzt. Das Wort "Unternehmen" kann sich sowohl auf eine militärische Operation als auch auf einen Wirtschaftsbetrieb in der Marktwirt schaft beziehen. Tatsächlich sind die taktischen und strategischen Probleme, die mo derne Großunternehmen zu lösen haben, militärischen Planungsproblemen nicht un ähnlich. Der Begriff "Unternehmensforschung" bringt die Verwandtschaft zwischen militärischen und betrieblichen Planungsproblemen sprachlich zum Ausdruck, die die Anwendung gleicher wissenschaftlicher Planungsinstrumente ermöglicht. II. Die Entwicklung der betrieblichen Planung Der Wirtschaftende versucht wie jeder rationale Mensch, die Zukunft vorausschauend zu erfassen und sich auf die zukünftigen Ereignisse einzustellen. Schon in der Bibel heißt es: "Wer ist aber unter euch, der einen Turm bauen will und sitzt nicht zuvor und überschlägt die Kosten, ob er's habe hinauszuführen?" (Lukas 14, Vers 28). Einige spezifische Momente mußten aber hinzukommen, um jene besondere Ent wicklung einzuleiten, die wir als den betrieblichen Planungsprozeß bezeichnen. In der industriellen Revolution des vorigen Jahrhunderts entstanden die komplizierten Mensch-Maschine-Systeme, deren Steuerung die Menschen vor bisher unbekannte Auf gaben stellte.
Zukunftsprobleme unserer Wirtschaft
Hans Schaefer; Ludwig Von Manger-Koenig; Herbert Wartensleben; Erwin Rahner; Eberhard Günther; Manfred May; Franz Böckle; Heinz Hannse; Horst Albach
Gabler Verlag
1976
nidottu
Das Universitätsseminar der Wirtschaft führt regelmäßig Informations tagungen durch, die unter dem Namen "USW-Symposium" einen festen Platz im Programm des USW haben. Aufgabe dieser Informationstagungen ist es, Wissenschaft und Wirtschaft zur Erörterung und womöglich auch zur Klä rung aktueller Fragen zusammenzuführen. Das 14. USW-Symposium stand unter dem Titel "Zukunftsprobleme unserer Wirtschaft-Beispiel Pharma-Industrie". Es führte Vertreter der Pharma Industrie und Teilnehmer aus anderen Branchen zusammen mit dem Ziel, zu erörtern, ob aktuelle Probleme der Pharma-Industrie über den Bereich dieses Wirtschaftszweiges hinaus allgemeine Bedeutung für die deutsche Wirtschaft haben. Die während der Tagung gehaltenen Vorträge werden hier in zum Teil über arbeiteter und der aktuellen Entwicklung angepaßter Form vorgelegt. Die Ergebnisse der Diskussion sind schwerpunktartig am Ende dieses Bandes zusammengefaßt. Vorträge und Diskussionen machten deutlich, daß bei aller Besonderheit der konkreten Erscheinungsformen hinter den Problemen und Lösungsvorschlägen Phänomene von allgemeiner Bedeutung sichtbar wer den, die die besondere Aufmerksamkeit aller Bereiche der Wirtschaft ver dienen. Hier ist vor allem die Rolle des Staates und die zunehmende Bedeu tung seiner dirigistischen Eingriffe in den Markt zu erwähnen. Aber auch Probleme der Sicherung unserer Wettbewerbsordnung und der Aufsicht über den Wettbewerb, die heute mit besonderer Schärfe im Bereich des Pharma marktes diskutiert werden, haben eine eigene, weit über diesen Bereich hinausragende Bedeutung.
Investitionstheorie und Investitionspolitik privater und öffentlicher Unternehmen
Horst Albach; Helmut Diederich
Gabler
1976
nidottu
Die Jahrestagung des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft 1975 verfolgte drei Ziele: 1. Die Ergebnisse der intensiven Arbeit an Problemen der Investitions theorie, die in den letzten 15 Jahren in der Betriebswirtschaftslehre geleistet worden ist, sollten im Kreise aller Fachgelehrten erörtert und einem kritischen Zwischenabschluß unterzogen werden. 2. Die Aufgaben, die die Betriebswirtschaftslehre auf dem Gebiet den Investitionstheorie, aber auch ihrer Anwendung auf Probleme der öffent lichen Hand und der privatwirtschaftlichen Unternehmen in Zukunft zu erfüllen hat, sollten herausgearbeitet werden. 3. Die intensive Forschungsarbeit, die von der jüngeren Generation in der Betriebswirtschaftslehre geleistet wird, sollte auf der Jahrestagung zur Darstellung kommen. Das Programm war, der Zielsetzung entsprechend, umfangreich und in Plenar vorträge und Arbeitskreise aufgeteilt. Bei der großen Zahl der Vorträge und Diskussionsarbeiten konnte nicht daran gedacht werden, alle Vorträge zu veröffentlichen. Der vorliegende Tagungsband enthält im 5. Teil Kurzfassun gen der Vorträge, die in den Tagungsband nicht aufgenommen werden konn ten. Der Band gibt damit ein umfassendes, wenn auch nicht vollständiges Bild der Verhandlungen bei der "Pfingsttagung 1975". Bei der Auswahl der in vollem Wortlaut wiedergegebenen Arbeiten haben wir uns von dem Gedanken leiten lassen, daß dringende theoretische und praktische Probleme und Aufgaben der betriebswirtschaftlichen Investitions theorie den Schwerpunkt des Bandes bilden sollten. Hierbei ist zwischen stärker theoretischen Problemen und stärker praktischen AufgabensteIlungen zu unterscheiden.
Gegenwartsfragen der beruflichen Aus- und Weiterbildung
Horst Albach; Walther Busse Von Colbe
Gabler Verlag
1974
nidottu
Am 6. Juli 1969 eröffnete das "Universitätsseminar der Wirtschaft" (USW) das Zehnwochen-Seminar für Führungskräfte in St. Augustin. Damit ist ein erster Schritt auf dem Wege einer intensiveren Fortbildung von Führungs kräften in der deutschen Wirtschaft getan. Alle Beteiligten sind sich darüber einig, daß dieser Schritt ebenso notwendig wie schwierig ist: In Methodik und Inhalt der Fortbildung von Führungskräften der Wirtschaft über einen so langen Zeitraum, in der Zusammenarbeit von Teilnehmern und Lehr kräften müssen Experimente gewagt und Erfahrungen gesammelt werden. Oder wie einer der Teilnehmer es formulierte: "Wir sind die Nullserie. Wir sind überzeugt, daß die gewählte Linie richtig ist. Im Styling werden noch Verbesserungen möglich sein." Der vorliegende dritte Band der USW-Schriften für Führungskräfte enthält die Ansprachen, die bei der Eröffnung gehalten wurden, und das Programm für das 1. Zehn wochen-Seminar für Führungskräfte. Die Ansprachen zeigen den langen Weg, der in Deutschland zurückgelegt werden mußte, um zu der großen Aufgabe einer Fortbildung in zehn Wochen vorzustoßen. Sie weisen auf die Grundgedanken hin, von denen die Arbeit im ersten Zehnwochen Seminar geleitet wird. Sie formulieren die Hoffnungen und Erwartungen, mit denen die Teilnehmer in dieses erste Zehnwochen-Seminar gingen. Horst AZbach, Walther Busse von CoZbe, Ludwig VaubeZ Inhaltsverzeichnis Seite 9 Einführung Dr. Ludwig Vaubel Unt~mehmensführung im Wandel-Probleme und Aufgaben der Management-Fortbildung . . . . . . . . . . . . . . . . 17 . . . . Professor Dr. Horst AZbach ...... 17 I. Einleitung . . . . . . . . 11. Unternehmensführung als Kombination von Eigenschaft 17 und Wissenschaft ............. .
Das System der modernen betrieblichen Planung.- Die Koordination der Planung im Gro unternehmen.- Systeme der Planung in gro en Unternehmensgruppen.- Betriebswirtschaftliche Anforderungen an eine langfristige Unternehmensplanung.- Anhang 1: Die Koordination im dezentralen Entscheidungssystem - Die Bestimmung effizienter Unterziele bei interdependenten Planungsbereichen.- Anhang 2: Die Koordination im dezentralen Entscheidungssystem - Die Bestimmung effizienter Verrechnungspreise und Produktionsprogramme im dezentralen Team.- Anhang 3: Die Koordination im dezentralen Entscheidungssystem - Die Bestimmung effizienter Verrechnungspreise und Produktionsprogramme in der dezentralen Koalition.- Anhang 4: Dezentrale Informationsgewinnung in der Koalition.- Anhang 5: Die Koordination im dezentralen Entscheidungssystem - Die Bestimmung effizienter Informationen bei interdependenten Planungsbereichen.- Anhang 6: Die Koordination im linearen Team bei totaler Information.- Anhang 7: Die Koordination bei partieller Information.- Anhang 8: Die Koordination bei elastischer Planung und partieller.- Information.
In der finanzpolitischen Diskussion der letzten Jahre hat die Frage immer mehr an Bedeutung gewonnen, welche Wirksamkeit einer Manipulation der steuerlichen Abschreibungssätze für die Konjunkturpolitik beigemessen wer den kann. Quantitative Aussagen über den Zusammenhang zwischen In vestitionsvolumen und Abschreibungssatz liegen bisher nicht vor, doch scheint unter den Finanzwissenschaftlern dahingehend Einigkeit zu bestehen, daß die Variabilität der Abschreibungssätze eine zweckmäßige Erweiterung des konjunkturpolitischen Instrumentariums darstellt. Der Variation der Abschreibungssätze sind aber Grenzen gesetzt. Abschrei bungen über 100 Ofo hinaus werden zwar gelegentlich unter Hinweis auf die Möglichkeiten in anderen Staaten gefordert, doch ist diese Ansicht nie ernst lich vertreten worden, wenn das Anschaffungskostenprinzip als Grundlage des deutschen Steuerrechts anerkannt wurde. An den tatsächlichen An schaffungskosten findet die Variation der Abschreibungssätze also ihre eine Grenze. Die andere Grenze wird nach übereinstimmender Meinung bei den verbrauchsbedingten Abschreibungen gesehen. Die verbrauchsbedingten Ab schreibungen dürfen von einer Variation der Abschreibungssätze nicht be rührt werden. Die Beantwortung der Frage, wie hoch die verbrauchsbedingten Abschrei bungen sind, ist durch den Regierungsentwurf des sogenannten Stabilitäts gesetzes, den die Bundesregierung 1966 vorgelegt hat, besonders dringend geworden. Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat mich gebeten, eine Anwort auf diese Frage zu erarbeiten.
Untersuchungen über das Investitionsverhalten der Unternehmer haben ge zeigt, daß die betriebliche Investitionsplanung häufig ihren Niederschlag in Investitionsbudgets findet. Dabei handelt es sich um eine Gegenüberstellung von Investitionsbedarf und Finanzierungsmöglichkeiten. In der Praxis weilsen solche Investitionsbudgets durchaus unterschiedliche Formen und Ausgestaltungen auf. Stets aber sollen sie dem Ziel dienen, durch Vor nahme von Investitionen die RentabiJität des Unternehmens zu erhöhen; ohne dabei die Liquidität zu gefährden. Die Gestaltung des Investitionsbudgets ist nicht nur für die Praxis von großer Wichtigkeit, sie ist auch für die betriebswirtschaftliche InViestitioIliS theorie bedeutsam. Die besondere Struktur der Investitionsentscheidungen stellte die traditionelle Theorie vor erhebliche Schwierigkeiten. Erst die moderne Planungsrechnung hat Methoden aufgezeigt, die dem Wesen sol cher Planungsaufgaben besser gerecht zu werden vermögen. Ich habe ver sucht, die Frage nach der gegenseitigen Abhängigkeit zwischen Investitions bedarf und Finanzierungsmöglichkeit herauszuarrbeiten und nachzuweisen, daß die dabei auftretenden Probleme mit den modernen Methoden der Planungsrechnung gelöst werden können, ohne daß so wirklichkeitsfremde Annahmen, wie sie der traditionellen Investitionstheorie zugrunde liegen, oder so grobe Vereinflachungen, wie sie in der Praxis vielfach üblich sind, gemacht werden müssen. Die bisher bekanntgewordenen Anwendungen dieser Methoden in der Pr,axi!s der Investitionsplanung scheinen die An nahme zu bestätigen, daß die in dieser Untersuchung benutzten Verfahren für die Aufstellung von Investitionsbudgets den traditionellen Methoden überlegen sind. Das mathematische Vedahren, das hier zurBestimmung des optimalen Investitionsbudgets angewandt wird, ist im mathematischen Anhang wieder gegeben.