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Kirjailija

Stefan Zweig

Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 1 065 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1922–2027, suosituimpiin kuuluu Paul Verlaine. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.

1 065 kirjaa

Kirjojen julkaisuvuodet: 1922–2027.

Angst

Angst

Stefan Zweig

S Fischer Verlag GmbH
1995
pokkari
Als Stefan Zweigs :Angst9 1928 zum erstenmal verfilmt wurde, hielt ein französischer Kritiker die Vorlage für eine Novelle von Arthur Schnitzler. Das psychologische Raffinement von Zweigs bereits 1912 geschriebener Erzählung erinnert tatsächlich an Schnitzlers erst acht Jahre später entstandene :Fräulein Else9. Stefan Zweig spannt die bewußte Auslosung und Intensivierung der Angst bis zur Krise um eines Eingeständnisses willen in eine Erzählbericht, Dialog und inneren Monolog verbindende Form. Die gedankenlose Müdigkeit ihrer Ehe läßt Irene Wagner trotz ihrer beiden Kinder ein Verhältnis mit einem jungen Musiker eingehen. Sie empfindet vor jedem Rendezvous, indem sie sich "über den Rand ihrer täglichen Gefühle" beugt, "diese erste Angst, in der doch auch Ungeduld" brennt; als aber eine Frau "mit massigem Körper", die ihre heimlichen Wege beobachtet hat, sie zu erpressen beginnt, verliert diese Angst den Reiz des angenehm Vibrierenden. Sie fühlt sich mehr und mehr bedrängt. Ihr Mann versucht ihr zu helfen und gibt ihr ein Beispiel: er veranlaßt in ihrer Gegenwart ihre Tochter zum Geständnis eines kleinen Vergehens, um Nachsicht üben zu können. Irene Wagner entzieht sich diesem Weg; statt sich zu erklären, versucht sie sich Gift zu verschaffen - ihr Mann weiß sie zu hindern und klärt die Situation auf: die "Erpressung als Zwang des Gestehens" war seine Idee, um sie wiederzugewinnen.
Der begrabene Leuchter

Der begrabene Leuchter

Stefan Zweig

S. Fischer Verlag
1992
pokkari
"Es ist dies eine große Legende, angelehnt an das Schicksal des siebenarmigen Leuchters, der von Jerusalem nach Babylon wanderte, von dort zurückkam, dann wieder von Titus nach Rom gebracht wurde, von Rom geraubt wurde durch die Vandalen nach Karthago; aus Karthago wieder von Belisar erobert und nach Byzanz gebracht, die merkwürdigste Wanderung über die Erde, die ein religiöses Kunstwerk vielleicht je erlitten und von mir deshalb als Symbol der ganzen jüdischen Wanderschaft gedeutet. Nach der Historie gab Justinian dann den Leuchter zurück nach Jerusalem, feilich an eine christliche Kirche, wo er dann verschwand. In meiner Legende verwandelt sich dies Verschwinden in ein Verborgenwerden mit der Möglichkeit einer Auferstehung." Stefan Zweig
Clarissa

Clarissa

Stefan Zweig

FISCHER TASCHENBUCH VERLAG GMBH
1992
pokkari
Mit der Notiz "Roman im ersten Entwurf begonnen, die Welt von 1902 bis zum Ausbruch des Krieges vom Erlebnis einer Frau gesehen" bezeichnet Stefan Zweig selbst Ansatz und Inhalt seines letzten, seines allerletzten erzählerischen Werkes. Suggestiv im Psychologischen und eindringlich im Atmosphärischen beschreibt er das Leben Clarissa Schuhmeisters, der Tochter eines österreichischen Offiziers, die durch Kriegs- und Nachkriegszeit um ihr Glück gebracht wird. Sie wächst in einer Klosterschule auf und entwickelt schon früh die Entschlossenheit zu eigenem Empfinden, Denken und Handeln. Nach kurzer Ausbildung wird sie Mitarbeiterin eines bekannten Wiener Nervenarztes. Auf einem Kongreß in Luzern begegnet sie dem französischen Lehrer und Pazifisten Leonard. Sie verlieben sich, aber ihre Liebe wird bei Ausbruch des Krieges schlagartig außer Kraft gesetzt, sie müssen sich trennen. Das Kind, das sie von ihm erwartet, hat plötzlich einen Feind zum Vater. In einem Lazarett lernt Clarissa einen österreichischen Kriegsdienstverweigerer kennen; ihn heiratet sie um ihres Kindes willen. Er entwickelt sich nach dem politischen Zusammenbruch als charakterloser Spekulant. Leonard bleibt für Clarissa verschollen, denn ihr Vater hat die Briefe unterschlagen, die Leonard ihr, sobald es wieder möglich war, geschrieben hat. Stefan Zweig hat nur den ersten Teil dieses Romans skizziert. Der Herausgeber legt mit seiner Bearbeitung des Entwurfs eine vertretbare geschlossene, wenn auch naturgemäß nur nachempfundene, also nicht in jedem einzelnen Satz authentische Fassung vor.
Die schlaflose Welt

Die schlaflose Welt

Stefan Zweig

S. Fischer Verlag
1990
pokkari
Die Beschäftigung mit der Geschichte und die Auseinandersetzung mit seiner Zeit, die er ganz im Sinne europäischen Denkens aufnahm, war Stefan Zweig Bedürfnis. Dem Pazifisten war Krieg, war jede gewalttätige Auseinandersetzung zuwider, Friede und Sicherheit waren ihm die "höchsten Güter". Sie galt es anzustreben, zu suchen, wobei er unter Suchen zugleich "Sammeln der Kraft" gegen Resignation und Verzweiflung verstand. Stefan Zweig konzentrierte sich auf die politische Sprache und fand den "Sinn hinter den Worten verwaschen geworden". So forderte er: "Aufgabe jedes denkenden Künstlers muß es darum werden, alle Begriffe in erkennerischer Leidenschaft einzuschmelzen und geistig neuzuprägen; der Umwertung der Werte muß die Umwertung der Worte vorausgehen. " In diesem Sinne nutzte er seine eigene Ausdruckskraft, die Eindringlichkeit seiner Sprache, um vor allem mit seinem Gcschichtswissen - über das augenfällig "dramatische" und psychologische Element hinaus - einem besseren Verständnis von Humanität zu dienen. Seine geschichtsphilosophischen Betrachtungen sind dabei immer auf seine Zeit bezogen und spiegeln einen Grundzug seines Wesens: die ständige Bereitschaft, anderen zu helfen, auch mit dem Wort. Die Umsetzung dieser Forderung an sich selbst in die Tat im Laufe seines Lebens zu verdeutlichen, ist Ziel dieser Auswahl.
Amerigo

Amerigo

Stefan Zweig

S. Fischer Verlag
1989
pokkari
Eine "kleine Studie über das Vespucci-Problem" nannte Stefan Zweig diesen didaktisch angelegten Essay, der zuerst 1944 posthum mit dem Untertitel :Geschichte eines historischen lrrtums9 erschien. Diese Untersuchung, wie es zur Benennung Amerikas nach dem Vornamen eines Mannes kam, der mit der eigentlichen Entdeckung gar nichts zu tun hatte, gehört, trotz ihres schmalen Umfangs, in die Reihe von Stefan Zweigs "histoires racont?es", seiner großen Zeit- und Geschichtsdarstellungen. Der italienische Seefahrer Amerigo Vespucci (1451-1512) deckte mit seiner Erkenntnis eines anderen, des neuen Erdteils lediglich Christoph Columbus' Irrtum auf, er habe den kürzesten Seeweg nach Indien gefunden. Für die Namensgebung aber ist er durchaus nicht verantwortlich - die erfolgte, ohne sein Wissen und Zutun, 1507 durch den Kartographen Martin Waldseemüller in der :Cosmographiae introductio9, der Einführung in die Kosmographie. Dort heißt es, da Americus - eine eigenwillig latinisierte Form von Amerigo! - den vierten Erdteil als solchen erkannt habe, könne man ihn Americus oder - da alle Erdteile weiblich bezeichnet werden - America nennen. Dies also ist "der eigentliche Taufschein Amerikas", und so hat für lange Zeit der Namenspatron Amerigo Vespucci ungerechtfertigterweise als der Entdecker der Neuen Welt gegolten...
Der Amokläufer

Der Amokläufer

Stefan Zweig

S. Fischer Verlag
1989
pokkari
Die Gestalten dieser Erzählungen sind - wie Madame de Prie - "eigentlich oberflächliche Charactere", die sich durch ihr leidenschaftliches Temperament selbst in "seltsamste Umstände" bringen, in Situationen, die sie nicht meistern können, die ihnen plötzlich ausweglos erscheinen. Das Verhalten der Frauen ist teils dadurch bestimmt, daß in ihnen "das erotische jahrelang durch Ehrgeiz und Vanität unterbunden war", teils ein "Vierteljahrhundert verbissenen Robotens alles Weibliche... weggeschunden" hat - das Verhalten der Männer teils dadurch, daß sie dem Reiz des "schmutzigen Marktes aller Leidenschaften", der "heimlichen Anhäufung aller Verführungen" nicht widerstehen können, teils eine "Art gewalttätiger Gier" sie packt, die, aus Haß geboren, Haß erzeugt. Sie alle scheitern, weil sie sich selbst inszenieren, sich überheben; die meisten wählen den Freitod.
Rausch der Verwandlung

Rausch der Verwandlung

Stefan Zweig

S. Fischer Verlag
1985
pokkari
Sommer 1926. Christine Hoflehner hat eine bescheidene Anstellung als Postassistentin in einem österreichischen Dorf gefunden. Die Sorgen der Nachkriegszeit sind überwunden, doch vor ihr liegt ein freudloses, ärmliches Leben. Ein Telegramm reißt sie völlig unerwartet aus der Monotonie ihres Daseins: Amerikanische Verwandte laden sie zu einem Urlaub ins Engadin nach Pontresina ein. Verschüchtert und unsicher kommt sie in dem großen, eleganten Hotel an, gerät aber rasch in den Sog dieser "Welt ohne Arbeit, ohne Armut, die sie nie geahnt", und genießt ihn schon bald als die reiche Christiane von Boolen, für die man sie hält. Zum erstenmal erfährt sie, daß sie jung und attraktiv ist. Neid und Intrigen der Hotelgesellschaft enthüllen ihre wirkliche Herkunft. Jäh verfliegt der Rausch der Verwandlung. Christiane stürzt zurück in die kleine Welt ihrer Armut und ihres Alltags, die sie kaum noch erträgt. Da lernt sie Ferdinand kennen, einen "mit dem Geist der Revolte geladenen Menschen", durch Krieg und Gefangenschaft um seine Jugend und die Möglichkeit einer gesicherten Existenz betrogen. Spontan fühlt sie sich ihm verwandt. In ihrer Hoffnungslosigkeit erwägen beide den gemeinsamen Freitod. Doch dann faßt er einen anarchischen Plan, und sie sagt laut und leidenschaftlich ja dazu.
Tagebücher

Tagebücher

Stefan Zweig

FISCHER, S.
1984
sidottu
Als Stefan Zweig im September 1912 nach einer Unterbrechung wieder Ta-gebuch zu führen begann, hielt er fest: "Der Grund - ich spürte gerade im Wiederlesen eines Früheren, wie matt, wie gefährlich, wie krankhaft matt mein Gedächtnis geworden ist." Nahezu dreißig Jahre später schrieb er zum gleichen Stichwort in der Einleitung zu seiner Autobiographie :Die Welt von Gestern9: ". .. ich betrachte unser Gedächtnis nicht als ein das :eine9 bloß zufällig behaltendes und das :andere9 zufällig verlierendes Element, sondern als eine wissend ordnende und weise ausschaltende Kraft." Zwischen beiden Bemerkungen liegt das in schweren Zeiten gelebte Leben eines der inneren Schwere seines Wesens bewußten Menschen. Als er in Petropolis seine Erinnerungen niederschrieb, hatte Stefan Zweig seine Tagebücher nicht zur Hand - er hatte sie in Bath zurückgelassen. Es ist aus krankhaft gewordener Melancholie geborene Resignation, die ihn behaupten läßt: "Alles, was man aus seinem eigenen Leben vergißt, war eigentlich von einem inneren Instinkt längst schon verurteilt gewesen, vergessen zu werden." Doch er fährt - selbst wenn er es am Schluß des Vorworts zurückzunehmen scheint - mit einem Satz fort, der bestätigt, wie wichtig ihm seinerzeit das Aufzeichnen von Tagesereignissen und -erlebnissen war: "Nur was ich selber bewahren will, hat ein Anrecht, für andere bewahrt zu werden."
Magellan

Magellan

Stefan Zweig

S. Fischer Verlag
1983
pokkari

Halvin toimitettuna 23,90 €

"Es ist ein Buch für Männer, es ist ein Werk für junge Menschen... Es gibt Mut", urteilte Ernst Weiß 1938. Die Begeisterung, die Stefan Zweig für den größten Entdecker an der Schwelle der Neuzeit empfand, den Portugiesen Fernao de Magelhaes, "Magellan, wie die Geschichte ihn nennt", wirkt unverändert fort. Magellans Mut, gegen die scheinbar unverrückbare Grundüberzeugung seiner Zeit, gegen das Dogma des ptolemäischen Weltbildes aufzustehen und es durch die wagemutige Tat, die erste Weltumsegelung der Geschichte, zu widerlegen, forderte Stefan Zweig wiederum zu einer biographie romanc?e heraus: es ging ihm auch hier darum, die Tat dieses außerordentlich kühnen Menschen aus seiner Persönlichkeit und seinem Charakter heraus zu verstehen und verständlich zu machen. Er selbst war überrascht, wie sehr in diesem Leben Traum und Wirklichkeit verschwistert waren, "denn ich hatte ununterbrochen das merkwürdige Gefühl, etwas Erfundenes zu erzählen, einen der großen Wunschträume, eines der heiligen Märchen der Menschheit".
Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen die Gewalt
"Freiheit ist nicht möglich ohne Autorität (sonst wird sie zum Chaos) und Autorität nicht ohne Freiheit (sonst wird sie zur Tyrannei)." Diese Forderung Stefan Zweigs nach politischer Vernunft und humaner Toleranz bildet den Kern dieses 1936 geschriebenen Buches "gegen alle Gewalten der Gewalt". Anhand historischer Ereignisse zeigt er die Gefahren und das Übel der eigenen Zeit im Spiegelbild besonders deutlich auf und gibt dadurch zugleich seiner Mahnung Gültigkeit für alle Zeiten. Der französische Humanist Sebastian Castellio tritt am entschiedensten von allen seinen Zeitgenossen gegen Jean Calvin auf, den Genfer Reformator, der Lehre und Macht despotisch verwaltet. Vor allem aber ergreift er die Partei des der Gotteslästerung angeklagten und schließlich auf dem Scheiterhaufen hingerichteten spanischen Arztes Michael Servet. Nach Vollstreckung dieses Urteils scheint der Kampf entschieden, die Forderung theologisch-politischen Anspruchs die der Toleranz endgültig über wunden zu haben. Doch Castellio setzt unter Einsatz aller Kräfte den aussichtslos erscheinenden Kampf fort.
Der Kampf mit dem Dämon

Der Kampf mit dem Dämon

Stefan Zweig

FISCHER, S.
1982
sidottu
Sigmund Freud, dem diese zweite Gruppe der Sammlung :Baumeister der Welt9 gewidmet ist, rühmte Stefan Zweigs "Vollkommenheit der Einfühlung" in Wesen, Charakter und Gedankenwelt geistiger, schöpferischer Menschen. Ihn faszinierten vor allem diejenigen Großen, die sich einsam dem Dämon, der "ursprünglich und wesenhaft jedem Menschen eingeborenen Unruhe", im Kampf stellten, der vor allem dann dramatisch und tragisch verlief, wenn sie ihm erlagen, seiner Leidenschaftlichkeit nicht widerstehen konnten. Die Urgewaltigkeit des Gegensatzes von Kunst und Leben forderte einige ganz, vernichtete sie; ihr Leben - Hölderlins, Kleists und Nietzsches - endete in Wahnsinn oder Verzweiflung. Diese biographischen Essays sind souverän "erzählt", weil Stefan Zweigs Interesse am Außergewöhnlichen und seine eigene geistige Reizbarkeit ihrem Gegenstand voll entsprechen.
Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam

Triumph und Tragik des Erasmus von Rotterdam

Stefan Zweig

S. Fischer Verlag
1981
pokkari
Eine "verschleierte Selbstdarstellung" hat Stefan Zweig sein Erasmus-Buch genannt, mit dem er "Größe und Grenzen des Humanismus" aufzeigt - Triumph und Tragik eines großen, aber zur Tat nicht entschlossenen Denkers, Erasmus von Rotterdam, "der erste bewußte Europäer, der erste streitbare Friedensfreund, der beredteste Anwalt des humanistischen, des weit- und geistesfreundlichen Ideals", wurde durch seine Kritik an der Theologie und der Kirche zum Wegbereiter der Reformation. Doch er förderte sie nicht, distanzierte sich vielmehr mit seiner eigenen Ansicht über den freien Willen des Menschen von Luthers Meinung. Er riet, als Kurfürst Friedrich ihn im Glaubensstreit zwischen Luther und dem Papst um sein Votum bat, bei deutlicher Sympathie für die Erneuerung der Kirche, "angesehene und unverdächtige Richter" einzusetzen. Erasmus wollte und konnte seine eigene Meinung, vielleicht aus Furcht vor Verantwortung, nicht ausschlaggebend werden lassen. Der wohl berühmteste und gelehrteste Mensch seiner Zeit zog sich so in sich selbst zurück. Denn "der freie, der unabhängige Geist, der sich keinem Dogma bindet und für keine Partei entscheiden will, hat nirgends eine Heimstatt auf Erden".
Drei Meister

Drei Meister

Stefan Zweig

FISCHER, S.
1981
sidottu
Romanschriftsteller sind nach Stefan Zweigs Auffassung "enzyklopädische Genies". Frankreich, England und Rußland haben im 19. Jahrhundert nach seiner Überzeugung die einzigen Meister dieses Genres hervorgebracht, die sich gerade "durch den Kontrast ihrer Persönlichkeit ergänzen und vielleicht den Begriff des epischen Weltbildners, des Romanciers, zu einer deutlichen Form erheben".
Phantastische Nacht

Phantastische Nacht

Stefan Zweig

S Fischer Verlag GmbH
1981
pokkari
:Sommernovellette9 - :Die Gouvernante9 - :Die spät bezahlte Schuld9 - :Vierundzwanzig Stunden aus dem Leben einer Frau9 - :Die Frau und die Landschaft9 - :Phantastische Nacht9 Erzählen - im Erzählen sich in seine Gestalten und in seine Leser gleichermaßen zu versetzen, ihre Ahnung von der tatsächlichen Erlebbarkeit des Geträumten, Ersehnten nachzuvollziehen, das war Stefan Zweigs Begabung und Anspruch an sich selbst. Er erreichte eine suggestive Dynamik der Imagination, eine plastische, farbige Vorstellungswelt. Die Gestalten seiner Erzählungen personifizieren nicht selten bestimmte Empfindungen, durch die der eine oder andere sich selbst angesprochen fühlen oder versucht sein mag, sich mit ihnen zu identifizieren. Die äußeren Umstände der Erzählstoffe leben durch ihre intensive Kraft der Sprache; die Erfahrungen des einzelnen sind übertragbar in jede Zeit: das ahnungsvolle Noch-nicht-Wissen, das erste Erleben, Erfahren, das Träumen und aus dem Traum heraus schließlich wieder das phantasierende Ahnen - die Erzählungen dieses Bandes ziehen, so aneinandergereiht, die Konturen einer Entwicklung nach.
Balzac - Eine Biografie

Balzac - Eine Biografie

Stefan Zweig

S Fischer Verlag GmbH
1979
pokkari
"Seit 30 Jahren habe ich ihn gelesen und immer wieder gelesen, ohne meine Bewunderung zu verlieren." Mit seinem "großen Balzac", wie er selbst ihn nannte, wollte Stefan Zweig die Summe seiner schriftstellerischen Erfahrung ziehen, Biographie und Kritik in einem schreiben, "etwas Gültiges hinterlassen, ein Werk, das einige Jahrzehnte überdauert". Im Frühjahr 1939 begann er in London mit der Niederschrift; als er im Juni des folgenden Jahres in die USA und wenig später nach Brasilien übersiedelte, ließ er 600 Seiten Manuskript, 2000 Seiten Notizen und 400 angestrichene Bücher zurück. Er hat diesen als magnum opus angelegten Lebensroman nicht mehr abschließen können - Richard Friedenthal, der Freund, bearbeitete posthum mit großem Einfühlungsvermögen und gewissenhafter Akribie das "in allen wesentlichen Teilen fertige Buch" für die Veröffentlichung 1946 im Bermann-Fischer Verlag in Stockholm.
Drei Meister

Drei Meister

Stefan Zweig

S Fischer Verlag GmbH
1979
pokkari
Romanschriftsteller sind nach Stefan Zweigs Auffassung ?enzyklopädische Genies?. Frankreich, England und Rußland haben im 19. Jahrhundert nach seiner Überzeugung die einzigen Meister dieses Genres hervorgebracht, die sich gerade ?durch den Kontrast ihrer Persönlichkeit ergänzen und vielleicht den Begriff des epischen Weltbildners, des Romanciers, zu einer deutlichen Form erheben?.
Marie Antoinette

Marie Antoinette

Stefan Zweig

S Fischer Verlag GmbH
1979
pokkari
Die Schilderung des Lebens Marie Antoinettes, der Tochter Maria Theresias, gleicht der Besichtigung eines Zeitalters am Vorabend der Neuen Zeit. Dokumentarisch belegte Geschichte wird dabei erzählt, die Heldin weder glorifiziert noch unterschätzt. Vielmehr wird sie innerhalb des Rahmens ihrer Zeit, des Rokoko, als eine Frau mit all ihrer Vergnügungssucht und Lebenslust gezeichnet. Die letzte französische Königin, zu spät auf ihre politische Aufgabe vorbereitet, zu spät auch zu ihr bereit und mit einem schwachen, biederen Mann verheiratet, wächst mit den Anforderungen, die an sie gestellt werden. So geht sie, ein mittlerer Charakter, zunächst verspielt, dann immer bewußter geradlinig ihren Weg vom Schloß Schönbrunn über den Trianon bis zur letzten Fahrt auf die Place de la Concorde, zur Guillotine.
Joseph Fouche Bildnis

Joseph Fouche Bildnis

Stefan Zweig

FISCHER TASCHENBUCH VERLAG GMBH
1979
pokkari
Balzac hat ihn den "psychologisch interessantesten Charakter seines Jahrhunderts" genannt. Aber eigentlich ist es sein "verwegener Mut zur restlosen Charakterlosigkeit und unentwegter Überzeugungslosigkeit", der Joseph Fouch? zunächst zu Geld und dann zu Macht verholfen hat. Fast immer aus dem Hintergrund wirkend und handelnd, fordernd und zwingend paßt er sich geübt und geschickt, einem Chamäleon gleich, jeder politischen Färbung an. Stefan Zweigs große Erzählkraft faßt diesen politisch überaus begabten Menschen, der als Person glatt, kalt und unsinnlich bleibt, obwohl er ein Fanatiker ist. Kaum tritt er offen hervor, hält sich - mit allen Fäden in der Hand - als graue Eminenz immer verborgen, als "Blutsäufer" beim Gemetzel von Lyon, dem blutigsten Tag der Französischen Revolution, ebenso wie als alle und alles bespitzelnder Polizeiminister unter Napoleon und unter Ludwig XVIII. Doch den dämonisch besessenen Intriganten trifft schließlich die Verbannung, in der er einsam stirbt.
Maria Stuart

Maria Stuart

Stefan Zweig

S Fischer Verlag GmbH
1979
pokkari
Das Leben der Maria Stuart, einer der tragischen Gestalten der Weltgeschichte, der vom Schicksal früh "alles an irdischer Macht so mühelos in die Hände" gegeben wurde, ohne daß sie es zu halten verstand, hat schon bald nach ihrem Tod sehr unterschiedliche Darstellungen erfahren: vom "Hymnus, der sie wie eine Heilige verteidigte", bis zum genauen Gegenteil. Sie war - soviel ist gewiß - eine anziehende, leidenschaftliche, kluge und stolze Frau, aber wohl weniger eine Königin, als die sie sich dennoch fühlte. "Wie war das eigentlich mit Maria Stuart? War sie wirklich am Mord ihres zweiten Gatten beteiligt, war sie es nicht?" Der Fall begann Stefan Zweig zu interessieren, als er im Britischen Museum zu London einen handschriftlichen Bericht über ihre Hinrichtung las. "Ich fragte nach einem wirklich verläßlichen Buch. Niemand konnte mir eines nennen, und so suchend und mich erkundigend geriet ich unwillkürlich hinein ins Vergleichen und hatte, ohne es recht zu wissen, ein Buch über Maria Stuart begonnen" ... So entstand diese bewundernswert intuitive und zugleich doch weitgehend objektive romanhafte Biographie.