Kirjailija
Ernst Probst
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 508 kirjaa, julkaisuja vuosilta 2008–2025, suosituimpiin kuuluu Brigitte Bardot. "B.B." - Das Sexsymbol der 1950-er Jahre. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
508 kirjaa
Kirjojen julkaisuvuodet: 2008–2025.
Vor rund 36.000 Jahren lie ein Steinzeit-Mensch am Galgenberg von Stratzing bei Krems das lteste Kunstwerk sterreichs liegen. Dort entdeckte man 1988 die 7,20 Zentimeter hohe, aus gr nem Gestein geschaffene Figur bei einer Ausgrabung der Pr historikerin Christine Neugebauer-Maresch wieder. Der als grazile T nzerin oder J ger mit Keule gedeutete Sensationsfund wird in dem Buch "Mammmutj ger in sterreich" zusammen mit anderen Hinterlassenschaften aus der Kulturstufe Aurignacien beschrieben. Im Aurignacien vor etwa 40.000 bis 31.000 Jahren erschienen die ersten anatomisch modernen Menschen und existierten zeitweise neben Neandertalern. Mit Wurfspeeren und Sto lanzen brachten sie tonnenschwere Mammute zur Strecke. In Frankreich schufen sie pr chtige Malereien von Fellnash rnern, Wildpferden und H hlenl wen. Aus Deutschland kennt man Fl ten aus Vogelknochen und Mammutelfenbein sowie aus Mammutelfenbein geschnitzte Figuren von Tieren und Menschen. Der Text dieses Buches stammt aus dem Werk "Deutschland in der Steinzeit" (1991) des Wissenschaftsautors Ernst Probst.
Die S belzahnkatze Homotherium steht im Mittelpunkt des Buches "Der Menschenfresser". Dieses l wengro e Tier mit einer Schulterh he von ca. 1,10 Meter, einer Gesamt-l nge von etwa 1,90 Metern und einem Gewicht bis zu 400 Kilogramm lebte im Eiszeitalter vor rund 600.000 Jahren auch der Gegend von Wiesbaden. Knochen von Homotherium fand man 1950, 1960 und 1963 in den Mosbach-Sanden bei Wiesbaden. Bei jenen Sanden handelt es sich um Flussablagerungen des Ur-Rheins und Ur-Mains, die nach dem ehemaligen Dorf Mosbach zwischen Wiesbaden und Biebrich benannt sind. Die wahre Natur der im Naturhistorischen Museum Mainz aufbewahrten S belkatzen-Funde hat man erst 1970 erkannt. Homotherium war ein gef rchteter Feind von Fr hmenschen, die noch ber keine wirkungsvollen Waffen verf gten. Au er S belzahnkatzen jagten in der Gegend von Wiesbaden auch bis zu 3,60 Meter lange Riesenl wen, Europ ische Jaguare, Leoparden und Geparde. Zeitweise herrschten damals Verh ltnisse wie heute in Afrika. Die Texte aus diesem kleinen 88-seitigen Buch stammen aus dem 552 Seiten umfassenden gro en Werk "Wiesbaden vor 600.000 Jahren" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst.
"Kastel in der Vorzeit" ist das Thema des gleichnamigen Buches von Ernst Probst und Doris Probst. Es befasst sich mit pr historischen Funden aus der J ngeren Steinzeit, Bronzezeit und Vorr mischen Eisenzeit, die man in der Gegend von Mainz-Kastel geborgen hat. F r die Anwesenheit von J gern und Sammlern aus der Altsteinzeit (Fr hmenschen oder Neandertaler) und Mittelsteinzeit liegen bisher noch keine Hinweise vor. Nach heutigem Wissensstand geh ren ein t nerner Sch pfl ffel und Steinwerkzeuge der jungsteinzeitlichen Michelsberger Kultur (etwa 4300 bis 3500 v. Chr.) zu den fr hesten Fundst cken. Eine wom glich von der Wartberg-Kultur (etwa 3500 bis 2800 v. Chr.) stammende steinerne Pfeilspitze sowie ein t nerner Glockenbecher der Glockenbecher-Kultur (etwa 2500 bis 2000 v. Chr.) sind weitere Hinterlassenschaften aus der Jungsteinzeit, f r die Ackerbau, Viehzucht und T pferei als typisch gelten. Manche Objekte aus der Jungsteinzeit (Netzbeschwerer, Scheibenkeule, Axt, Schuhleistenkeil, alle aus Stein angefertigt), Bronzezeit (Nadeln, Ring, Messer, Dolch, Beilklingen, s mtlich aus Bronze geschaffen) und Vorr mischen Eisenzeit (Glasperle, Zierscheibe, Schwerter) sind Flussfunde aus dem Rhein. Der Text und die Abbildungen von "Kastel in der Vorzeit" stammen aus dem 694 Seiten umfassenden Buch "6000 Jahre Kastel" von Ernst Probst, und Doris Probst das im November 2018 erschienen ist.
Wie sein Wunschberuf zum Albtraum geriet, schildert der Wiesbadener Autor Ernst Probst in seinem Buch "Ein Journalistenleben". In der Volksschule schrieb er gerne Strafaufs tze. Als 13-J hriger wollte er Reporter werden. Doch mit 14 begann er eine Schriftsetzer-Lehre. Mit 17 bis 22 Jahren arbeitete er als Schriftsetzer. Nach seinem Volontariat bei einer Tageszeitung war er mit 23 Lokalredakteur und mit 25 Politikredakteur. Danach fungierte er als verantwortlicher Redakteur f r Sonderseiten, Aus aller Welt, Ratgeber/Leserbriefe und f r eine Wochenendbeilage. Mit 55 Jahren endete sein erf llter Wunsch, Redakteur zu sein, als Albtraum. Anschlie end bet tigte er sich bis 60 als Buchverleger sowie internationaler Fossilien- und Antiquit tenh ndler. Insgesamt ver ffentlichte er von 1986 bis heute etwa 450 B cher, Taschenb cher und Brosch ren. ber die H he- und Tiefpunkte seines Privat- und Berufslebens erz hlt er ungeschminkt im vorliegenden Buch.
"Lass den Hund bellen, singen kann er nicht " - "Nur ein dummer Hund jagt einem fliegenden Vogel nach". - "Von Katzen versteht man niemand etwas, der nicht selbst eine Katze ist". - Das sind einige der "Weisheiten und Torheiten ber Hund und Katze", die im gleichnamigen Buch zu lesen sind. Gesammelt und herausgegeben wurden jene mehr als 400 Zitate von Doris Probst und Ernst Probst. Von beiden stammen auch die Gemeinschaftswerke "Der Ball ist ein Sauhund. Weisheiten und Torheiten ber Fu ball" sowie "Worte sind wie Waffen. Weisheiten und Torheiten ber die Medien". Doris Probst gab alleine auch eine siebenb ndige Reihe mit Weisheiten und Torheiten ber das Alter, die Arbeit, die Ehe, die Frauen, die Liebe, die M nner und die Kinder heraus. Ernst Probst ersann rund 500 Zitate, die er in dem Taschenbuch "Schweigen ist nicht immer Gold" ver ffentlichte. Viele seiner Aphorismen sind in B chern, Zeitungen und im Internet zu finden.
Im Eiszeitalter vor mehr als 250.000 Jahren hinterlie en fr he Neandertaler in der Repolusth hle bei Peggau in der Steiermark ihre Jagdbeutereste, Feuerstellen und Steinwerkzeuge. Nach derzeitigem Wissensstand waren diese J ger und Sammler die "ersten sterreicher". Mit ihnen befasst sich das vorliegende kleine Buch des Wissenschaftsautors Ernst Probst. Er hat 1991 das umfangreiche Werk "Deutschland in der Steinzeit" ver ffentlicht. Jenes 620-seitige Buch beschreibt die Kulturstufen und Kulturen von Deutschland, sterreich und der Schweiz aus der Altsteinzeit, Mittelsteinzeit und Jungsteinzeit in Wort und Bild. Aus jenem gro formatigen und schwergewichtigen W lzer stammt der Text dieses 40-seitigen Buches ber das Jungacheul en vor etwa 350.000 bis 150.000 Jahren. Die ehemaligen Bewohner der Repolusth hle erlegten mit Holzlanzen und -speeren vor allem B ren, Steinb cke und Wildschweine. Ihre Feuerstellen gelten als die fr hesten arch ologischen Beweise f r die Nutzung des Feuers in sterreich.
Moust rien hei t die Kulturstufe vor etwa 125.000 bis 40.000 Jahren, in der J ger und Sammler verst rkt ins Gebirge zogen. Das belegen zahlreiche Hinterlassenschaften aus dem Gebiet der Voralpen und des Jura. Die fragliche Zeit wurde 1908 von dem verdienstvollen Heimatforscher, Lehrer und Museumsleiter Emil B chler (1868-1950) aus St. Gallen als "Alpines Pal olithikum" bezeichnet. Als Besonderheiten jenes Abschnittes galten - laut B chler - viele H hlen im Alpengebiet in mehr als 1.000 Meter H he, weitgehende Verwendung von Tierknochen bei der Herstellung von Werkzeugen sowie die Opferung der besten Beutest cke, die zumeist vom H hlenb ren stammten. Vor allem die Knochenwerkzeuge und der B renkult werden heute nicht mehr anerkannt. Mit dem tats chlichen Leben der mutigen Urmenschen, die H hlenb ren jagten und dabei ihr Leben riskierten, befasst sich das Buch "Neandertaler im "Gebirge" des Wissenschaftsautors Ernst Probst.
Von den Urmenschen vor etwa 125.000 bis 40.000 Jahren im Gebiet von sterreich kennt man Lagerpl tze in H hlen und im Freiland. Man fand dort ihre Steinwerkzeuge und Jagdbeutereste, aber bisher keinen einzigen Knochen oder Zahn von ihnen selbst. Das Leben jener J ger und Sammler wird in dem Buch "Das Moust rien in sterreich" des Wissenschaftsautors Ernst Probst geschildert. Bei den Menschen aus dem nach einem franz sischen Fundort benannten Moust rien handelte es sich um Neanderthaler. Der weltweit ber hmteste Fund dieses Typs wurde 1856 im "Neanderthal" (mit "h") bei D sseldorf-Mettmann in Deutschland in einer H hle entdeckt. Die Bestattungssitten (Sch delkult), die Religion (Kannibalismus, fraglicher B renkult) und das Verschwinden (anatomischer Wandel, Ausrottung oder Vermischung) dieser Urmenschen geben R tsel auf.
Mit einer Kultur der Jungsteinzeit, die von etwa 3.600 bis 2.900 v. Chr. im Burgenland und im stlichen Nieder sterreich heimisch war, befasst sich das Buch "Die Badener Kultur". Ihr Name ist von den Funden in der K nigsh hle im Wolfstal bei Baden in Nieder sterreich abgeleitet. Die Badener Leute waren Ackerbauern, Viehz chter und T pfer, hielten Schafe, Schweine, Rinder, Pferde und Hunde als Haustiere, trugen Kleidung aus Schafwolle, besa en Schmuckst cke und Werkzeuge aus Kupfer, verf gten ber vierr drige Wagen mit Ochsen als Zugtiere, nahmen Sch deloperationen vor und praktizierten blutige Kulte mit Tier- und Menschenopfern. Wenn bedeutende Personen starben, mussten ihnen offenbar Kinder als Diener ins Grab folgen.
Das Buch "Die Mondsee-Gruppe in sterreich" befasst sich mit einer Kulturgruppe der Jungsteinzeit bzw. Kupferzeit, die vor etwa 3.700 bis 2.900 v. Chr. in Ober sterreich und im Bundesland Salzburg heimisch war. Ihr Name erinnert an den Mondsee in Ober sterreich, in dem bereits 1872 das sogenannte Pfahlfeld See bzw. die Station See entdeckt wurde. Woher die Mondsee-Leute kamen, wei man heute noch nicht genau. Diese Ackerbauern und Viehz chter bauten Getreide an, hielten Haustiere, modellierten Tongef e und Tonfiguren und verarbeiteten Kupfer. Darstellungen von Sonnenr dern spiegeln wom glich eine besondere Verehrung der Sonne wider. Die Mondsee-Leute am Mondsee k nnten durch einen Bergsturz, der eine verheerende Flut ausl ste, ihr Leben verloren haben.
Rund 600.000 Jahre lang dauerte jene Kulturstufe der Altsteinzeit, die in dem Buch "Das Protoacheul en" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst beschrieben wird. Als eindrucksvollster Beweis f r die Anwesenheit von Fr hmenschen in Deutschland gilt der 1907 in Mauer bei Heidelberg entdeckte Unterkiefer des Heidelberg-Menschen. Er kam in rund 630.000 Jahre alten Ablagerungen des Flusses Neckar zum Vorschein und stammt von einem jungen Mann. Entdecker des wissenschaftlich wertvollen Fundes war ein Sandgrubenarbeiter, der abends im Wirtshaus seinen Stammtischfreunden erz hlte, heute habe er den biblischen Adam gefunden. Man kann es kaum glauben, dieser Unterkiefer ist bisher der einzige Fossilfund eines Menschen aus einer mehr als eine halbe Million Jahre w hrenden Kulturstufe.
ber bedeutende Funde von Fr hmenschen und Altmenschen (Neanderthaler) wird oft noch Jahrzehnte nach ihrer Entdeckung gestritten. Das ist auch bei einem 1933 geborgenen Obersch del aus Steinheim an der Murr und einem 1978 gefundenen Sch delrest aus Reilingen bei Schwetzingen der Fall. Die Verletzungsspuren an der linken Schl fenseite des Steinheimer Frauensch dels wurden von einem Teil der Anthropologen als Zeugnis f r rituell motivierten Kannibalismus gedeutet. Ein renommierter Anthropologe dagegen meinte, die linke Schl fenseite k nne durch einen gro en Kiesel zerst rt worden sein, der in den Bergungsberichten erw hnt ist. Den Sch delrest aus Reilingen identifizierte ein Experte als Fr hmenschen, den er Homo erectus reilingensis nannte. Andere Fachleute hingegen deuteten diesen Fund als Neanderthaler. Diese und andere Funde werden in dem Buch "Das Jungacheul en" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst beschrieben. Das Jungacheul en ist eine Kulturstufe der Altsteinzeit vor etwa 350.000 bis 150.000 Jahren. In dieser Zeit gab es eine Eiszeit, eine Warmzeit und erneut eine Eiszeit mit Gletschervorst en. In der Osteifel rumorten Vulkane.
Faszinierende Einblicke in das Leben der J ger und Sammler vor etwa 400.000 Jahren erm glicht der Fundplatz Bilzingsleben im Wippertal in Th ringen. Dort stie der Pr historiker Dietrich Mania auf die bisher bedeutendsten Siedlungsspuren aus dem Altacheul en in Deutschland. Ovale und kreisf rmige Grundrisse mit drei bis vier Meter Durchmesser aus angeh uften gro en Knochen und Steinen belegen H tten. Holzkohle, brandrissige Ger lle und Steinplatten stammen von Feuerstellen, die teilweise vor den Behausungen lagen. Es sind die ltesten Feuerspuren in Deutschland. Zum Fundgut geh ren Sch delreste und Z hne von mindestens drei Fr hmenschen. Auf einem Ritualplatz hat man offenbar die Sch del verstorbener Angeh riger zertr mmert und deren Gehirn bei einem rituellen Mahl verzehrt. Schnitt- und Ritzspuren auf einem Hinterhauptsbein von Bilzingsleben k nnten von Manipulationen nach dem Tod herr hren. Umstritten sind Ritzlinien auf Tierknochen. Nachzulesen ist dies in dem Buch "Das Altacheul en" des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst, das sich mit einer vor etwa 600.000 bis 350.000 Jahren existierenden Kulturstufe der Altsteinzeit befasst. Aus dieser Zeit stammen auch acht Wurfspeere, die bei Ausgrabungen im Braunkohlen-Tagebau Sch ningen (Kreis Helmstedt) in Niedersachsen gefunden wurden. Die mehr als 300.000 Jahre alten Sch ninger Speere gelten als die ltesten vollst ndig erhaltenen Jagdwaffen der Welt.
Vorwort Mit einer Kultur der Jungsteinzeit, die vor etwa 4.000 bis 3.500 v. Chr. in den Kantonen Basel, Z rich, Schaffhausen und Thurgau heimisch war, befasst sich das Buch "Die Pfyner Kultur in der Schweiz". Die Pfyner Ackerbauern und Viehz chter siedelten an Seeufern und Mooren, s ten und ernteten Getreide, kannten vielleicht schon Pfl ge und Wagen mit Holzr dern, hielten vor allem Rinder als Haustiere, verlegten Holzbohlenwege in ihren D rfern, stellten Tongef e, Steinwerkzeuge und Kupferger te her. Ihr Bestattungswesen und ihre Religion sind weitgehend unerforscht. Aus einer Seeufersiedlung am Bodensee sind Wandmalereien mit fast lebensgro en Frauendarstellungen und aus Lehm geformten Br sten bekannt.
Die Horgener Kultur in der Schweiz ist das Thema des gleichnamigen Buches. Jene Kultur der Jungsteinzeit wurde nach dem Fundort Horgen-Scheller am Z richsee benannt. Die Horgener Leute errichteten gern an Seeufern ihre Siedlungen, bauten Getreide an, hielten Rinder, Schweine, Schafe und Hunde als Haustiere, stellten aus Holz, Knochen, Geweih, Ton, Stein und Kupfer allerlei Produkte her, besa en Einb ume und vielleicht auch Wagen, schm ckten sich und schufen bescheidene Kunstwerke. Mit Palisaden befestigte Siedlungen, Pfeil- und Bogenfunde sowie ein durch einen Pfeilschuss get teter Mann deuten auf unruhige Zeiten hin. Eventuell praktizierte man Witwent tung und einen Sonnenkult.
Warum hat man einerseits leblose Tonfiguren, andererseits aber lebende Menschen und Hunde geopfert? Waren die mit Graben, Wall und Palisaden versehenen kreisf rmigen Anlagen mit einem Durchmesser bis zu 150 Metern Befestigungen oder Kultpl tze? Wen verk rperten die pr chtigen Venusfiguren aus Langenzersdorf und bei Falkenstein? Solche und andere Fragen stellt man sich bei der Lekt re des Buches "Die Lengyel-Kultur in sterreich". Jene Kultur der Jungsteinzeit war von etwa 4.900 bis 4.400 v. Chr. in Nieder sterreich, im Burgenland, in Ober sterreich und in der Steiermark verbreitet. Die nach einem Friedhof in Ungarn bezeichneten Lengyel-Leute waren Ackerbauern und Viehz chter, hatten ein hartes Leben und wurden selten lter als 35 Jahre.
Um eine Kultur der Jungsteinzeit, die fr her manches R tsel aufgab, geht es in dem Buch "Die Schnurkeramiker in der Schweiz". Dabei handelt es sich um die Schnurkeramik, die zwischen etwa 2.800 und 2.400 v. Chr. weithin in Europa existierte. Ihr Name fu t darauf, dass ihre Tongef e mit Schnurabdr cken verziert sind. Weil man von den Schnurkeramikern mehr Gr ber als Siedlungen fand, hielt man sie f r eingewanderte Steppennomaden. Wegen ihrer weit nach Osten reichenden Verbreitung wurden sie als erste bekannte Indogermanen fehlgedeutet. Seltsamerweise haben die Schnurkeramiker in der Schweiz ihre Toten verbrannt. Anderswo sind Verstorbene unverbrannt bestattet worden, wobei man M nner und Frauen unterschiedlich zur letzten Ruhe bettete. Ob die Schnurkeramiker Reiterkrieger waren, wie manchmal behauptet wird, ist angesichts weniger Pferdereste nicht sicher.
Bei Versuchsgrabungen in den Jahren 1936 und 1937 in der Gegend von Kn bling (Kreis Cham) barg der Studienrat Eugen Ke ler aus Cham mehr als 1.000 jungsteinzeitliche Funde. Damit widerlegte er die damals herrschende Ansicht, der Oberpf lzer Wald und der Bayerische Wald seien in urgeschichtlicher Zeit nicht besiedelt gewesen. Ausl ser seiner Untersuchungen war die Entdeckung von zwei Steinbeildepots beim Stra enerweiterungsbau zwischen Kn bling und Neuhaus im Jahre 1935 gewesen. Als der renommierte M nchner Pr historiker Paul Reinecke davon erfuhr, schrieb er dem Bezirksamt Cham, in Kn bling seien keine Siedlungsfunde zu erwarten. Trotzdem erforschte Ke ler das umliegende Gel nde und fand dabei Steinger te und Tonscherben, die aus einer jahrtausendealten Siedlung stammten. 1951 schlug der Pr historiker Hans-J rgen Hundt f r eine von ihm erkannte Kulturstufe der Jungsteinzeit den Namen Chamer Gruppe vor. Dabei bezog er sich auf den Fundort Kn bling in der Chamer Senke im bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz. Heute wei man, dass die Chamer Gruppe zwischen 3.500 und 2.700 v. Chr. nicht nur in der Oberpfalz verbreitet war. Fundstellen jener Kulturstufe kennt man auch in Niederbayern, Oberbayern, Nieder sterreich, wom glich in der Steiermark und Tirol, sowie in B hmen. Die Angeh rigen der Chamer Gruppe waren Ackerbauern und Viehz chter und errichteten an manchen Orten von Gr ben und Palisaden gesch tzte Erdwerke, die mitunter bei berf llen in Flammen aufgingen. Man vermutet, dass sie Pferde als lebenden Fleischvorrat hielten.
Die Einzelgrab-Kultur steht im Mittelpunkt des gleichnamigen Buches des Wiesbadener Wissenschaftsautors Ernst Probst. Jene Kultur der Jungsteinzeit behauptete sich von etwa 2.800 bis 2.300 v. Chr. in Norddeutschland, D nemark und Holland. Eigenartigerweise kennt man bisher mehr Gr ber als H user oder Siedlungen. Jene Ackerbauern und Viehz chter hielten vielleicht bereits Pferde als Haustiere, benutzten von Rindern gezogene Wagen mit Scheibenr dern und tranken Bier. Zum Fundgut aus Gr bern geh ren oft t nerne Becher sowie Streit xte mit Steinklinge und Holzschaft. Medizinm nner wagten Sch deloperationen, die von den Patienten nicht immer lange berlebt wurden. Im Gegensatz zu ihren Vorg ngern, den Trichterbecher-Leuten, nahmen die Einzelgrab-Leute keine Kollektivbestattungen in Gro steingr bern, sondern Einzelbestattungen unter Erdh geln vor. M glicherweise opferten sie Sklaven oder Gefangene, damit diese toten H uptlingen im Jenseits dienen sollten.