Kirjailija
Max Weber
Kirjat ja teokset yhdessä paikassa: 326 kirjaa, julkaisuja vuosilta 1905–2026, suosituimpiin kuuluu Tiede ja politiikka. Vertaile teosten hintoja ja tarkista saatavuus suomalaisista kirjakaupoista.
326 kirjaa
Kirjojen julkaisuvuodet: 1905–2026.
Max Weber verfolgte die politischen Umwälzungen in Rußland mit großer Anteilnahme und innerer Sympathie, so daß er in kürzester Zeit Russisch lernte, um sich direkt über die Abläufe informieren zu können. Er sah in den russischen Ereignissen die letzte große "Schlacht" der liberalen Demokratie nach ihrem Siegeszug in West- und Mitteleuropa und vor allem in den Vereinigten Staaten. Es stand für ihn außer Zweifel, daß der Kapitalismus über kurz oder lang auch in Rußland eine Modernisierung der Gesellschaft erzwingen werde. Jedoch hielt er es in keiner Weise für begründet, davon auch eine Durchsetzung liberaler und demokratischer Grundsätze erwarten zu wollen. Der Band präsentiert die beiden umfangreichen Rußland-Studien, die 1906 erstmals als Beilagen zum Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik erschienen sind, ergänzt um einen russischen Text Max Webers über Deutschland und das freie Russland sowie zwei Berichte über mündliche Äußerungen Max Webers zur Lage in Rußland. In der Edition werden die Hintergründe erläutert, russische Eigennamen und Werktitel überprüft und nach heutigen wissenschaftlichen Standards in den Apparaten und Verzeichnissen präsentiert.
Max Weber verfolgte die politischen Umwälzungen in Rußland mit großer Anteilnahme und innerer Sympathie, so daß er in kürzester Zeit Russisch lernte, um sich direkt über die Abläufe informieren zu können. Er sah in den russischen Ereignissen die letzte große "Schlacht" der liberalen Demokratie nach ihrem Siegeszug in West- und Mitteleuropa und vor allem in den Vereinigten Staaten. Es stand für ihn außer Zweifel, daß der Kapitalismus über kurz oder lang auch in Rußland eine Modernisierung der Gesellschaft erzwingen werde. Jedoch hielt er es in keiner Weise für begründet, davon auch eine Durchsetzung liberaler und demokratischer Grundsätze erwarten zu wollen. Der Band präsentiert die beiden umfangreichen Rußland-Studien, die 1906 erstmals als Beilagen zum Archiv für Sozialwissenschaft und Sozialpolitik erschienen sind, ergänzt um einen russischen Text Max Webers über Deutschland und das freie Russland sowie zwei Berichte über mündliche Äußerungen Max Webers zur Lage in Rußland. In der Edition werden die Hintergründe erläutert, russische Eigennamen und Werktitel überprüft und nach heutigen wissenschaftlichen Standards in den Apparaten und Verzeichnissen präsentiert.
In diesem Band sind Max Webers öffentliche Stellungnahmen in der Revolutionsperiode 1918/19, insbesondere zur Frage der Gestaltung der künftigen Reichsverfassung, zur Revolution selbst und schließlich zur Kriegsschuldfrage auf einer historisch-kritisch gesicherten Textgrundlage veröffentlicht. Der Band enthält mehrere Beiträge, die bisher der Forschung unbekannt waren, wie z. B. den Artikel Unitarismus, Partikularismus und Föderalismus in der Reichsverfassung. Darüber hinaus wird erstmals Max Webers Rolle im Rahmen der Friedensdelegation in Versailles dokumentiert. Die Texte zeigen, daß Weber in sehr viel weitgehenderem Umfang an den Beratungen der deutschen Friedensdelegation in Versailles mitgewirkt hat, als bisher bekannt war. Ebenso wird durch die Edition Max Webers Anteil an den zeitgenössischen Auseinandersetzungen über die Kriegsschuldfrage deutlich. Diese Texte werden ergänzt durch Berichte über die zahlreichen Wahlreden, die Max Weber insbesondere während des Wahlkampfes für die Wahlen zur Nationalversammlung für die Deutsche Demokratische Partei gehalten hat. Insgesamt entsteht ein dichtes und präzises Bild des großen politischen Engagements Max Webers in der Gründungsphase der demokratischen Republik von Weimar. Es zeigt sich, daß Weber, ungeachtet der Tatsache, daß er sich am Ende, in tiefer Enttäuschung über die politischen Verhältnisse, resigniert auf rein wissenschaftliche Tätigkeit zurückzog, zeitlebens ein "politischer Bürger" im tiefsten Sinne des Wortes geblieben ist, der das Schicksal der deutschen Nation mit kaum gebändigter Leidenschaft verfolgt hat.
I. SchriftenErfahrungsberichte über Lazarettverwaltung - Zur Frage des Friedenschließens - Bismarcks Außenpolitik und die Gegenwart - Zwischen zwei Gesetzen - Der verschärfte U-Boot-Krieg - Protokoll der dritten Sitzung des Arbeitsausschusses für Mitteleuropa - Der Berliner Professoren -Aufruf - Die wirtschaftliche Annäherung zwischen dem Deutschen Reiche und seinen Verbündeten - Deutschland unter den Weltmächten - Deutschlands äußere und Preußens innere Politik (Die Polenpolitik - Die Nobilitierung der Kriesgewinne) - ein Wahlrechtsnotgesetz des Reichs (Das Recht der heimkehrenden Krieger) - Das preußische Wahlrecht - Rußlands Übergang zur Scheindemokratie - Vorschläge zur Reform der Verfassung des Deutschen Reiches - Die russische Revolution und der Friede - Die Lehren der deutschen Kanzlerkrisis - Die Abänderung des Artikels 9 der Reichsverfassung - die siebente deutsche Kriegsanleihe - Vaterland und Vaterlandspartei - Bayern und die Parlamentarisierung im Reich - "Bismarcks Erbe in der Reichsverfassung" - Wahlrecht und Demokratie in Deutschland - Schwert und Parteikampf - Innere Lage und Außenpolitik - Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland - Der Sozialismus - Die nächste innerpolitische Aufgabe - Waffenstillstand und FriedenII. Berichte über Reden und DiskussionsbeiträgeZur Polenfrage - An der Schwelle des dritten Kriegsjahres - Deutschlands weltpolitische Lage - Vorträge während der Lauensteiner Kulturtagungen - Was erwartet das deutsche Volk vom Verfassungs- Ausschuß des deutschen Reichstages? - Gegen die alldeutsche Gefahr - Aristokratie und Demokratisierung in Deutschland - Demokratie und Aristokratie im amerikanischen Leben - Die politische Lage Ende 1918Nachwort des Herausgebers (Max Weber als Politiker und Publizist - Der zeitgeschichtliche Kontext) - Anhang (Zur Textkonstitution - Zur Entstehung und Überlieferung der Texte - Personenverzeichnis - Siglen , Zeichen, Abkürzungen - Personen und Sachregister)
Aus Rezensionen zum Band I/2 der Gesamtausgabe: "Vielmehr scheint es vor allem bemerkenswert, in welchem Maße sich bereits hier einige typische Eigenarten und Fragestellungen des späten Weber in nuce abzeichnen. So ist - nach der zutreffenden Beobachtung des Herausgebers ... - (schon) für diese frühe Arbeit 'die außerordentliche inhaltliche Dichte der Darlegungen mit ihrer nur mühsam gebändigten Fülle der Gedanken charakteristisch, die auf den Leser oft nur wenig Rücksicht nimmt ...'. Nicht zuletzt aber lassen das Interesse Webers 'am Wachsen und der Organisation des Großbetriebes' ..., seine Beobachtung eines frühen, fast 'börsenmäßige[n] Prämiengeschaft[es] in Immobilien' ... oder der Hinweis auf den 'kapitalistischen Geist' eines römischen Gesetzes ... seine zukünftigen Fragestellungen erahnen." Historische Zeitschrift (1987), Band 245, S. 390f." Webers Arbeit zeigt auch seine Vorliebe für Idealbilder als Vorläufer für seinen späteren berühmten Idealtypus. Faszinierend auch, wie Weber mit kühnem Schwung auf der Folie der römischen Agrargeschichte, die damals aktuelle preußische Agrarproblematik analysiert und mit der römischen Entwicklung vergleicht. So bildet die römische Agrargeschichte ein wichtiges Mittelstück in Webers Schaffen: Von der Geschichte der Handelsgesellschaft ausgehend, zog Weber den Bogen vom Mittelalter zurück in die römische Agrargeschichte, um dann die preußische Agrarproblematik seiner Zeit anzupacken. Ohne die kontroversen Agrarfragen in Preußen, aber auch ohne die besondere Rolle des klassischen Altertums für die höhere Allgemeinbildung und die des römischen Rechts für die Rechtswissenschaften ist Webers Werk nicht denkbar. [...] Max Webers wenig bekannte Habilitationsschrift wird in einer wissenschaftlichen Edition vorgelegt, die sich durch erläuternde Kommentierung, umfassende Quellenforschung und ansprechende Textkritik auszeichnet. " Das Parlament vom 5. Februar 1988
Die Wissenschaft bietet nach Max Weber nicht das Ganze der Welt. Sie kann uns nicht sagen, was wir tun sollen. Sie schafft keine Tugend, sie bringt die entzauberte Welt nicht in Ordnung, und auch ihre Orientierung ist etwas je Relatives. Doch wenn das mit der "Wertfreiheit" der Wissenschaft so ist, was leistet sie dann Positives für das praktische und persönliche Leben, fragt Weber und antwortet: Wissenschaft beschert uns drei unverzichtbare Kulturerrungenschaften; "Kenntnisse über die Technik, wie man das Leben, die äußeren Dinge, sowohl wie das Handeln der Menschen, durch Berechnung beherrscht. Zweitens: Methoden des Denkens, das Handwerkzeug und die Schulung dazu. Drittens: Hilfe zur Klarheit." Überlebensfähig sind wir also nur, wenn wir der Wissenschaft verpflichtet bleiben: ihre Grenzen bedenkend, ihre Sachlichkeit "leidenschaftlich" nutzend. Mathias Jung
Ekonomi och Samhälle 3 Förståendesociologins grunder Politisk Sociologi
Max Weber
Argos/Palmkrons Förlag
1987
nidottu
För mig är Max Weber den störste av sociologer, jag skulle till och med kunna säga att han är sociologen framför alla andra. Raymond Aron i "Sociologiskt tänkande, 2"
Der Band präsentiert Max Webers römischrechtliche Habilitationsschrift von 1891, mit der er in ständigem engen Konnex von juristischen und agrargeschichtlichen Fragestellungen das damals junge Gebiet der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Altertums betrat. Mit festem Zugriff auf das vielfach schwierige Quellenmaterial vom Corpus der römischen Feldmesser und den Agrarschriftstellern bis zu den spätantiken Rechtskompilationen entwarf er ein vielschichtiges Gesamtbild von Grundfragen der römischen Agrarentwicklung, die in seiner Sicht von der hypothetischen Flurgemeinschaft der Frühzeit über die Mobilisierung des Bodens bis hin zu einem ausgesprochenen agrarischen "Kapitalismus" und von der schonungslos geschilderten Sklavenwirtschaft zum kaiserzeitlichen schollengebundenen Kolonat führte und die zugleich einen schärferen Blick auch auf die allgemeine politische Entwicklung Roms ermöglicht. Die Quellen, aber auch indirekte Literaturbezüge werden durch den Erläuterungsapparat, die Verzeichnisse und Register erschlossen und ermöglichen so eine vertiefte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Text. Die Einleitung des Bandherausgebers führt in die Anfänge der wissenschaftlichen Karriere Max Webers ein und erläutert die wissenschaftsgeschichtlichen Hintergründe des Werkes, das auch den wichtigsten Ausgangspunkt für die weitere Beschäftigung Max Webers mit dem Altertum bildete.
Der Band präsentiert Max Webers römischrechtliche Habilitationsschrift von 1891, mit der er in ständigem engen Konnex von juristischen und agrargeschichtlichen Fragestellungen das damals junge Gebiet der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte des Altertums betrat. Mit festem Zugriff auf das vielfach schwierige Quellenmaterial vom Corpus der römischen Feldmesser und den Agrarschriftstellern bis zu den spätantiken Rechtskompilationen entwarf er ein vielschichtiges Gesamtbild von Grundfragen der römischen Agrarentwicklung, die in seiner Sicht von der hypothetischen Flurgemeinschaft der Frühzeit über die Mobilisierung des Bodens bis hin zu einem ausgesprochenen agrarischen "Kapitalismus" und von der schonungslos geschilderten Sklavenwirtschaft zum kaiserzeitlichen schollengebundenen Kolonat führte und die zugleich einen schärferen Blick auch auf die allgemeine politische Entwicklung Roms ermöglicht. Die Quellen, aber auch indirekte Literaturbezüge werden durch den Erläuterungsapparat, die Verzeichnisse und Register erschlossen und ermöglichen so eine vertiefte wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Text. Die Einleitung des Bandherausgebers führt in die Anfänge der wissenschaftlichen Karriere Max Webers ein und erläutert die wissenschaftsgeschichtlichen Hintergründe des Werkes, das auch den wichtigsten Ausgangspunkt für die weitere Beschäftigung Max Webers mit dem Altertum bildete.
Ekonomi och Samhälle 2 Förståendesociologins grunder Religionssoc, Rättssoc
Max Weber
Argos/Palmkrons Förlag
1985
nidottu
I denna volym av Ekonomi och samhälle, som omfattar kap. V-VI I av Avd. II i "Wirtschaft und Gesellschaft", fornätter Max Weber sin analys av olika sociala...
Im Auftrag des Vereins für Socialpolitik arbeitet Max Weber eine großangelegte Enquete über die Lage der Landarbeiter in Ostelbien aus. Auf der Basis von mehreren hundert Fragebögen sollten die exakten Lohnverhältnisse der Landarbeiter ermittelt und die Entwicklung der Landarbeiterschaft insbesondere hinsichtlich ihrer Stellung im System der Gutswirtschaft erfaßt werden. Die umfangreiche Studie markiert Max Webers fachliche Hinwendung zur Nationalökonomie und kann zugleich als seine erste Auseinandersetzung mit den Methoden empirischer Sozialforschung betrachtet werden. Die Methodik solcher Enqueten sollte ihn auch späterhin noch beschäftigen. Die Edition erschließt die Erhebungen durch ihre erläuternden Apparate und Übersichten.
Im Auftrag des Vereins für Socialpolitik arbeitet Max Weber eine großangelegte Enquete über die Lage der Landarbeiter in Ostelbien aus. Auf der Basis von mehreren hundert Fragebögen sollten die exakten Lohnverhältnisse der Landarbeiter ermittelt und die Entwicklung der Landarbeiterschaft insbesondere hinsichtlich ihrer Stellung im System der Gutswirtschaft erfaßt werden. Die umfangreiche Studie markiert Max Webers fachliche Hinwendung zur Nationalökonomie und kann zugleich als seine erste Auseinandersetzung mit den Methoden empirischer Sozialforschung betrachtet werden. Die Methodik solcher Enqueten sollte ihn auch späterhin noch beschäftigen. Die Edition erschließt die Erhebungen durch ihre erläuternden Apparate und Übersichten.
Im Auftrag des Vereins für Socialpolitik arbeitet Max Weber eine großangelegte Enquete über die Lage der Landarbeiter in Ostelbien aus. Auf der Basis von mehreren hundert Fragebögen sollten die exakten Lohnverhältnisse der Landarbeiter ermittelt und die Entwicklung der Landarbeiterschaft insbesondere hinsichtlich ihrer Stellung im System der Gutswirtschaft erfaßt werden. Die umfangreiche Studie markiert Max Webers fachliche Hinwendung zur Nationalökonomie und kann zugleich als seine erste Auseinandersetzung mit den Methoden empirischer Sozialforschung betrachtet werden. Die Methodik solcher Enqueten sollte ihn auch späterhin noch beschäftigen. Die Edition erschließt die Erhebungen durch ihre erläuternden Apparate und Übersichten.
Im Auftrag des Vereins für Socialpolitik arbeitet Max Weber eine großangelegte Enquete über die Lage der Landarbeiter in Ostelbien aus. Auf der Basis von mehreren hundert Fragebögen sollten die exakten Lohnverhältnisse der Landarbeiter ermittelt und die Entwicklung der Landarbeiterschaft insbesondere hinsichtlich ihrer Stellung im System der Gutswirtschaft erfaßt werden. Die umfangreiche Studie markiert Max Webers fachliche Hinwendung zur Nationalökonomie und kann zugleich als seine erste Auseinandersetzung mit den Methoden empirischer Sozialforschung betrachtet werden. Die Methodik solcher Enqueten sollte ihn auch späterhin noch beschäftigen. Die Edition erschließt die Erhebungen durch ihre erläuternden Apparate und Übersichten.
Der Band präsentiert erstmalig zusammenhängend Max Webers Aufsätze und Redebeiträge während des Ersten Weltkriegs. Ausgehend von Max Webers eigener Tätigkeit als Reserveoffizier für die Heidelberger Lazarette dokumentieren die edierten Texte seine tiefgreifende Analyse des Kriegsverlaufs, gepaart mit seiner Sorge über die politische Zukunft Deutschlands in der Nachkriegszeit. Mit wissenschaftlichem Weitblick analysiert Max Weber die Lage Deutschlands unter machtstrategischer Perspektive im Konzert der europäischen und der Weltmächte. Innenpolitisch attackiert er zunehmend die "Misere des bestehenden pseudokonstitutionellen Regiments" mit Wilhelm II. an der Spitze. Im Mittelpunkt des Bandes stehen die für die Frankfurter Zeitung 1915 bis 1918 verfaßten politischen Artikel Max Webers, insbesondere die Artikelserie vom Frühjahr 1917, die von Weber zu einer wissenschaftlichen Streitschrift unter dem bekannten Titel Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland ausgearbeitet wurde und 1918 als gesonderte Broschüre erschien. Die Edition dokumentiert philologisch genau die textlichen Veränderungen zwischen den Zeitungsartikeln und der politisch-wissenschaftlichen Broschüre. Der Text beinhaltet Max Webers Grundüberlegungen, die von seinen Bürokratie-Forschungen der Vorkriegszeit zur Staatssoziologie der letzten Werkperiode überleiten. Die Edition bietet eine zuverlässige Zusammenstellung der auf den Weltkrieg bezogenen Äußerungen Max Webers und erschließt diese durch die Editorischen Berichte, erläuternde Apparate, Verzeichnisse und Register.
Der Band präsentiert erstmalig zusammenhängend Max Webers Aufsätze und Redebeiträge während des Ersten Weltkriegs. Ausgehend von Max Webers eigener Tätigkeit als Reserveoffizier für die Heidelberger Lazarette dokumentieren die edierten Texte seine tiefgreifende Analyse des Kriegsverlaufs, gepaart mit seiner Sorge über die politische Zukunft Deutschlands in der Nachkriegszeit. Mit wissenschaftlichem Weitblick analysiert Max Weber die Lage Deutschlands unter machtstrategischer Perspektive im Konzert der europäischen und der Weltmächte. Innenpolitisch attackiert er zunehmend die "Misere des bestehenden pseudokonstitutionellen Regiments" mit Wilhelm II. an der Spitze. Im Mittelpunkt des Bandes stehen die für die Frankfurter Zeitung 1915 bis 1918 verfaßten politischen Artikel Max Webers, insbesondere die Artikelserie vom Frühjahr 1917, die von Weber zu einer wissenschaftlichen Streitschrift unter dem bekannten Titel Parlament und Regierung im neugeordneten Deutschland ausgearbeitet wurde und 1918 als gesonderte Broschüre erschien. Die Edition dokumentiert philologisch genau die textlichen Veränderungen zwischen den Zeitungsartikeln und der politisch-wissenschaftlichen Broschüre. Der Text beinhaltet Max Webers Grundüberlegungen, die von seinen Bürokratie-Forschungen der Vorkriegszeit zur Staatssoziologie der letzten Werkperiode überleiten. Die Edition bietet eine zuverlässige Zusammenstellung der auf den Weltkrieg bezogenen Äußerungen Max Webers und erschließt diese durch die Editorischen Berichte, erläuternde Apparate, Verzeichnisse und Register.
Der Band enth?lt das erste Kapitel aus Webers heute noch grundlegendem Werk "Wirtschaft und Gesellschaft". In diese "Soziologischen Grundbegriffe" sind _berlegungen eingegangen, die Weber im Zuge der Ausarbeitung seiner "verstehenden Soziologie" entwickelt hat und die in seinem Aufsatz "_ber einige Kategorien der verstehenden Soziologie" aus dem Jahre 1913 zum ersten Mal Ausdruck gefunden haben. Mit der Neufassung dieser methodisch-begrifflichen Betrachtungen nach dem ersten Weltkrieg in den "Soziologischen Grundbegriffen" beabsichtigte Max Weber, wie er in seiner ? Vorbemerkung' dazu sagt, seinen Gedanken eine erweiterte, zudem tunlichst vereinfachte und m?glichst leicht verst?ndliche Fassung zu geben. Im Zuge der Absetzung seines Manuskripts ist bei der Fortf?hrung seiner soziologischen Typologie aus einer kurzen begrifflichen Einleitung ein selbst?ndiger Buchteil - neben dem eigentlichen Buch - geworden. Das stand schon in den letzten Jahren vor seinem Tode (1920) fest. Die "Soziologischen Grundbegriffe" erschienen als Separatdruck f?r Studenten erstmals 1960.